BVB-Sportdirektor Zorc spricht nach Pokal-Aus Klartext: Wir haben viel zu bequem agiert

rnBorussia Dortmund

Das Pokal-Aus des BVB in Bremen wirkt nach. Sportdirektor Michael Zorc richtet am Tag nach der 2:3-Niederlage deutliche Worte an die Dortmunder Profis.

Dortmund/Bremen

, 05.02.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wieder früh gescheitert. Wieder eine Titel-Chance verspielt. Auch am Tag nach dem Pokal-Aus in Bremen saß der Frust bei Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc noch tief. „Wir wollten natürlich möglich weit kommen im Pokal. Am liebsten bis ins Finale nach Berlin. Aber das haben wir uns selbst verbaut“, sagte Zorc im Gespräch mit dieser Redaktion und schob hinterher: „Das ist sehr, sehr ärgerlich. Denn es war eine Niederlage, die du nicht reparieren kannst.“

Michael Zorcs Warnung an die BVB-Profis verpufft

2:3 an der Weser - zum dritten Mal in Serie war für den enttäuschenden BVB im Achtelfinale des Pokals Schluss. Deutlich zu wenig für die hohen Ambitionen des Klubs und die enorme Qualität, die eigentlich im Dortmunder Kader steckt.

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Vor dem Anpfiff im Weserstadion am Dienstagabend hatte Borussias Sportdirektor seine Profis extra noch gewarnt. Vor der Gefahr, dass „die ganze Welt erwartet, dass wir klar weiterkommen“. Dass der Mannschaft deshalb die Schwere der Aufgabe bewusst sein müsse. Wie das Pokalspiel zeigte, war Zorcs Warnung nicht unbegründet. „Ich bin so lange im Fußball und weiß, dass man nicht immer einfach fünf Tore schießen kann, dass es nicht automatisch gut weiterläuft“, erklärte Zorc am Morgen nach dem Pokal-K.o. im Gespräch mit dieser Redaktion. „Leider hat man das unserer Mannschaft nicht angemerkt. Wir sind erst nach dem Rückstand aufgewacht. Und das war diesmal zu spät.“

Zorc: „Haben die die Zweikämpfe nicht konsequent angenommen“

Besonders haderte der Sportdirektor damit, nicht nur an der Leidenschaft und der starken Leistung der Bremer gescheitert zu sein, sondern vor allem an der eigenen Nachlässigkeit. Schonungslos fasste Zorc seine Spielanalyse zusammen: „Wir haben Bremen aufgebaut, haben als Team viel zu langsam den Ball laufen lassen, viel zu bequem agiert. Und wir haben die Zweikämpfe nicht konsequent angenommen.“

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