BVB-Star Marco Reus: "Eine große Dummheit"

Gefälschter Führerschein?

Ärger für Marco Reus: Der 25-jährige BVB-Akteur muss wegen Fahrens ohne Führerschein satte 540.000 Euro Strafe zahlen. Borussia Dortmund steht hinter seinem Spieler. Allerdings soll ein gefälschter Führerschein im Spiel gewesen sein.

DORTMUND

, 18.12.2014, 08:48 Uhr / Lesedauer: 3 min

Laut WDR soll in dem Strafbefehl, der dem Sender nach eigenen Angaben vorliegt, stehen: "Im Jahr 2009 verschafften Sie sich über eine unbekannt gebliebene Kontaktperson einen niederländischen Führerschein, bei dem Ihnen bekannt war, dass Sie durch diesen keine Berechtigung erhalten, in Deutschland Kraftfahrzeuge zu führen. Bei diesem handelt es sich um eine Fälschung."

Hier gibt es Bilder und ein Video.

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BVB-Training in Brackel am 18. Dezember

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 18. Dezember.
18.12.2014
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BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi
BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi
BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi
BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi
BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi
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BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi
BVB-Training in Brackel am 18. Dezember.© Foto: DeFodi

 

, begeht in Deutschland eine Straftat. Für "Fahren ohne Fahrerlaubnis" sieht das Straßenverkehrsgesetz eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Haft vor. Zusätzlich kann das Auto des Täters eingezogen werden.

2013 wurden rund 111.000 Fälle von Fahren ohne Führerschein aktenkundig - bei insgesamt fast 4,5 Millionen Einträgen von Verkehrsverstößen im Flensburger Zentralregister. Laut Kraftfahrtbundesamt war das gegenüber 2012 mit 94 000 Fällen eine Zunahme um 18 Prozent. Am stärksten war dabei das Plus mit 44 Prozent in Bayern und mit 39 Prozent in Baden-Württemberg.   

 gibt zum Thema "gefälschter Führerschein"

keine weiteren Infos heraus. Das Verfahren sei "abgeschlossen", hieß es auf Anfrage unserer Redaktion.  

soll Marco Reus bei der Kontrolle einen gefälschten holländischen Führerschein gezeigt haben - so soll es im Strafbefehl stehen.  

 "Marco hat sich zu dem Schritt entschieden, ohne Führerschein zu fahren, als er 18 oder 19 Jahre alt war. Anschließend erst kam diese unfassbare Prominenz. Da konnte er natürlich schwerlich zu einer Fahrschule fahren und sagen: Ich möchte gern den Führerschein machen. Das wäre ja sofort rausgekommen, und es war ja bekannt, dass er schon zuvor Auto gefahren war."  

"Ich war auch überrascht. Ich habe mit ihm gesprochen, er ist maximal einsichtig. Er ist mit 19 falsch abgebogen. Bei solchen Geschichten ist es schwierig, einen Ausweg zu finden. Die Strafe ist außergewöhnlich hoch. Es geht jetzt ganz normal weiter. Er ist ein ganz toller Kerl, der einen Fehler gemacht hat."  

Mal etwas Sportliches: Marco Reus ist nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk am Donnerstag wieder ins Lauftraining eingestiegen.

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Marco Reus wieder ins Lauftraining eingestiegen

Marco Reus ist nach seinem Bänderriss am Donnerstag wieder ins Lauftraining eingestiegen.
18.12.2014
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Marco Reus wieder im Lauftraining.© Foto: DeFodi
Marco Reus wieder im Lauftraining.© Foto: DeFodi
Marco Reus wieder im Lauftraining.© Foto: DeFodi
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Marco Reus wieder im Lauftraining.© Foto: DeFodi
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Inzwischen hat auch der BVB auf den Vorfall reagiert. "Wir haben mit Marco gesprochen. Er sieht seinen Fehler ein, spricht selbst von einer großen Dummheit", erklärte Sascha Fligge, Direktor Kommunikation beim Fußball-Bundesligisten.

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Der BVB - und die Autogeschichten

Borussia Dortmund und die Autogeschichten - das hat schon fast Tradition. Wir blicken an dieser Stelle auf die Vorfälle in den vergangenen Monaten zurück - und zeigen auch eine positive Geschichte.
18.12.2014
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Der BVB und seine Autogeschichten - das hat fast schon Tradition. Kurios war die Geschichte aus dem Februar 2014: Damals machten sich Diebe an dem Porsche des Stürmers Robert Lewandowski zu schaffen. Sie klauten die Reifen - obwohl der Wagen direkt vor dem Haus des ehemaligen BVB-Spielers stand.© Foto: Oliver Schaper
Marco Reus ist nicht der einzige Borusse, der im Straßenverkehr schon negativ aufgefallen ist. So wurde BVB-Star Aubameyang im Herbst 2013 beim Blitz-Marathon erwischt. Aubameyang wurde mit 77 km/h in einer 30er-Zone geblitzt. Folge: 200 Euro Strafe und ein Monat Fahrverbot.© Foto: Defodi
Im November 2013 wurde dann bekannt, dass der BVB-Star erneut negativ im Straßenverkehr aufgefallen war. Der Flügelflitzer war im Juli mit 117 statt erlaubter 60 km/h in Dortmund geblitzt worden. Das Verfahren ging an das Amtsgericht Dortmund. Dort legte der Spieler zunächst Einspruch ein, zog diesen aber später zurück. Die Strafe diesmal: 240 Euro und vier Punkte in Flensburg. © Foto: Defodi
Ach ja, und auch Kevin Großkreutz war in Dortmund schon zu flott unterwegs. Der BVB-Spieler war mit 105 statt der erlaubten 50 km/h erwischt worden. Die Strafe: zwei Monate Fahrverbot - da es nicht sein erstes Vergehen war.© Foto: dpa
Aber es gibt auch positive Geschichten zu erzählen: So wirbt Trainer Jürgen Klopp regelmäßig für den BVB-Sponsor Opel. Die Spots sind meist ziemlich witzig und sehr beliebt bei den Fans.© Foto: Dieter Menne
Schlagworte Dortmund

"Er hat versprochen, dass so etwas nicht wieder vorkommt", sagte Fligge. "Weil wir Marco nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch sehr schätzen, sehen wir keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln." Ob Reus disziplinarische Maßnahmen seitens des Vereins zu erwarten hat, wurde nicht mitgeteilt. Vorbestraft ist Reus trotz der Verurteilung übrigens nicht. "Wer verurteilt worden ist zu nicht mehr als 90 Tagessätzen, der darf sich als unbestraft bezeichnen", sagte Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang.   

  Die Dortmunder Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang hat auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt, dass Reus zwischen September 2011 und März 2014 sechsmal vorsätzlich ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs gewesen ist. "Der Strafbefehl ist seit Mittwoch rechtskräftig", sagte Vogelsang. Reus muss insgesamt 540.000 Euro (90 Tagessätze zu je 6000 Euro) Strafe zahlen.

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Bundesliga, 16. Spieltag: BVB - VfL Wolfsburg 2:2 (1:1)

Bilder der Bundesliga-Partie Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg.
17.12.2014
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Bilder der Partie Dortmund gegen Wolfsburg.© dpa
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Bilder der Partie Dortmund gegen Wolfsburg.© DeFodi
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Reus hat dem Bericht der "Bild" zufolge nie die Führerschein-Prüfung absolviert. "Ich habe mich damals leider entschieden, diesen Weg zu gehen. Die Gründe kann ich heute selbst nicht mehr nachvollziehen", erklärte der 25-Jährige. Reus war offenbar im März von der Polizei für eine Kontrolle angehalten worden, dabei fiel den Beamten auf, dass er ohne Führerschein unterwegs war. Rechtlicher Hintergrund: Wird ein Fahrzeug im Straßenverkehr geblitzt, erfolgt der Bußgeldbescheid ohne die Kontrolle, ob eine Fahrerlaubnis vorliegt oder nicht. "Das ist der normale Vorgang", sagte Michael Meinders, Pressereferent der Stadt Dortmund, auf Anfrage.

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"Ich habe meine Lehren daraus gezogen. So etwas passiert mir nie wieder", beteuerte Reus. Für den BVB-Star ist die Strafe ein weiterer Tiefpunkt im Jahr 2014, in dem er seinem Klub mehrfach länger verletzt fehlte und zudem die Fußball-WM in Brasilien verpasste.

Zeigt mir, wie sehr ihr Euch auf Berlin freut und fahrt im Opel #ADAM1909 zum Saisonhöhepunkt http://t.co/m57LmmVmz0pic.twitter.com/G6aGzO8rIa

— Marco Reus (@woodyinho)

 

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