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BVB steht in Mainz vor einer großen Herausforderung

Die Taktikanalyse

Gegen Thomas Tuchels Mainzer erwartet den BVB einmal wieder eine besondere Herausforderung. Außergewöhnlich ist, dass kaum vorherzusagen ist, in welcher Form sich diese Herausforderung gestaltet. Unter der Ägide von Tuchel sind die Mainzer für ihre vielen unterschiedlichen Spielformationen bekannt.

DORTMUND

von Von Martin Rafelt (spielverlagerung.de)

, 30.11.2013 / Lesedauer: 3 min
BVB steht in Mainz vor einer großen Herausforderung

Der Mainzer Nicolai Müller (r.) erzielte in der laufenden Saison bereits sechs Treffer.

Diese Vielfalt macht es schwer, sich konkret auf die Mainzer einzustellen. Auf der anderen Seite ist der BVB zumindest im Spiel gegen den Ball so anpassungsfähig, dass es auch sehr problematisch ist, eine effektive Herangehensweise gegen die Borussen zu finden. Man kann aber davon ausgehen, dass Mainz sich wahrscheinlich auf ihr Pressing und Konterspiel fokussiert, was in jeder Formation die wichtigsten Stärken der laufstarken Mannschaft sind.Konter sind aber gegen das überragende Gegenpressing der Borussia alles andere als eine simple Angriffsalternative. Besonders nach Balleroberungen in der Nähe des eigenen Strafraums kann sich der Gegner fast nie aus dem schwarzgelben Klammergriff befreien. Daraus ergibt sich die zentrale Frage, in welchen Räumen Mainz Bälle erobern kann.

Zu vielversprechenderen Balleroberungen könnten die Mainzer kommen, wenn sie auf ein Angriffspressing setzen. Mit ihrer guten Organisation und Laufbereitschaft, sollten sie in der Lage sein, gegen das risikoarme Aufbauspiel der Borussia lange Bälle zu provozieren. Besonders das 4-3-1-2 mit Mittelfeldraute erlaubt ein frühes Attackieren. Durch die vier zentralen Mittelfeldspieler hat man dann auch gute Chancen beim Kampf um die zweiten Bälle. Allerdings ist der BVB in der laufenden Saison vor allem gegen hohe Abwehrreihen sehr effektiv. Besonders Aubameyangs Geschwindigeit kann dann tödlich werden. Im Verbindung mit Lewandowskis Behauptung hat die Borussia eine tödliche Waffe gegen Angriffspressing. Zudem fehlt es den Mainzer Abwehrspielern an Sprintstärke.

Somit wird es voraussichtlich zumindest phasenweise auch passivere Phasen von Tuchels Elf geben. In diesen stellt sich noch stärker die Frage nach der Struktur der Defensive. Gerade gegen überlegene Teams stellt der FSV gerne das Zentrum zu und leitet den Gegner nach außen.Der BVB startet eine Vielzahl seiner Angriffe jedoch über die rechte Seite und kann dort effektive Mechanismen abrufen. Insofern ist damit zu rechnen, dass die Mainzer auch gegen diese Seite einen klaren Plan haben werden. Möglicherweise werden sie wie der VfL Wolfsburg versuchen,  Dortmunder Aufbauspiel auf die linke Seite zu leiten. Dann könnte Erik Durm zum Schlüsselspieler werden.

In jedem Fall müssen die Borussen besonders auf Nicolai Müller achtgeben, der extrem schnell kontert und mit seiner Technik auch schwierigere Gegenpressingsituationen lösen kann. Auch Choupo-Moting, Shawn Parker oder Shinji Okazaki bringen viel Tempo. So wird einmal wieder entscheidend sein, wie viel Zugriff der BVB im ersten Moment nach Ballverlust entwickeln kann.

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