BVB-Stratege Witsel: Wir waren nach 65 Minuten müde

Einbruch gegen Mainz

Axel Witsel agiert gegen Mainz auf Top-Niveau. Er bringt 97 Prozent der Pässe an den Mann, gewinnt 80 Prozent der Zweikämpfe. Dann folgt der Einbruch. Erklärungsversuche des BVB-Routiniers.

Dortmund

, 14.04.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Stratege Witsel: Wir waren nach 65 Minuten müde

BVB-Stratege Axel Witsel, hier im Zweikampf mit Pierre Kunde, begann gegen Mainz 05 bärenstark. Im zweiten Durchgang konnte er nicht verhindern, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlor. © dpa

Wie erleichtert waren Sie beim Abpfiff?

Sehr. Denn am Wichtigsten waren die drei Punkte. Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt. Da hätten wir vielleicht noch mehr Tore schießen könnten, um sicherer zu sein. Ein 2:0 zur Pause ist ein gutes Ergebnis, aber es kann immer auch gefährlich sein. Sobald der Gegner den Anschluss schafft, wird es gefährlich und der Druck steigt. So lief das dann auch.


Beunruhigt Sie die Leistung in der letzten halben Stunde?

Wir müssen nicht so viel drüber nachdenken, wie wir nach 60 Minuten gespielt haben. Es sind nur noch fünf Spiele in der Saison. Nur die Punkte zählen. Wir haben in der Woche viel gearbeitet. Das ist auch richtig so, und das soll keine Entschuldigung sein. Aber wir waren so hartes Training während der Englischen Wochen gar nicht mehr gewohnt. Wir waren nach 65 Minuten langsam müde. Wir hätten trotzdem besser spielen müssen. Und mit einem 3:0 wäre das Spiel leichter zu kontrollieren gewesen.

Was überwiegt, die Erleichterung nach der guten ersten Hälfte oder Kopfschmerzen wegen des schwachen zweiten Durchgangs?

Wir müssen die erste Hälfte im Kopf behalten. Wir wollten und mussten eine Reaktion zeigen nach dem Spiel in München. Das ist uns gelungen. Das ist positiv!


Wie beurteilen Sie Roman Bürkis Leistung?

Heute hat er uns gerettet. Da waren verrückte Paraden vorbei. Als er den Ball auf der Linie festgehalten hat, da waren wir alle sehr glücklich. Das war eine Top-Leistung.


Ist es Kopfsache, dass manche Spieler nervös werden?

Gegen eine Mannschaft wie Mainz ist es schwierig. Sie spielen lange Bälle, kämpfen um den zweiten Ball. Sie sind angestürmt, das ist nicht so einfach zu verteidigen. Wir hätten einiges besser machen können, zum Beispiel den Ball länger und besser kontrollieren, als wir müde wurden. Da haben wir zu schnell den Ball verloren.

Video
Die RN-Analyse zum 2:1 des BVB gegen Mainz

Es gab schon wieder ein Gegentor nach einer Standardsituation …

Das stimmt leider. Die vielen Gegentore nach Standards begleiten uns durch die ganze Saison. Wir arbeiten daran im Training, jede Woche, als Mannschaft. Aber wir wissen auch, dass wir nicht die körperlich größten Spieler in unseren Reihen haben.

Aufgezeichnet von Jürgen Koers in der Mixed Zone.
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