BVB-Sturmkandidat Erling Haaland ist offenbar auch in Italien heiß begehrt

Borussia Dortmund

In Italien herrscht offenbar reges Interesse an Salzburgs Stürmer Erling Haaland. Der auch vom BVB umworbene Angreifer schwieg zu seiner Zukunft auch über die Weihnachts-Tage beharrlich.

Dortmund

, 26.12.2019, 12:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erling Haaland soll auch in Italien ein Kandidat sein.

Erling Haaland soll auch in Italien ein Kandidat sein. © picture alliance/dpa

Der virtuelle Wunschzettel vieler Fußball-Fans im Netz ähnelte zu diesem Weihnachten in vielen Fällen und länderübergreifend. Wahlweise „Come to ManU“ hieß es da, oder eben „Komm zum BVB“. Und seit dem ersten Feiertag gesellte sich ein „Viene alla Juve“ noch hinzu.

Die heißeste Aktie auf dem Winter-Transfermarkt wird, folgt man der italienischen Sportzeitung „Tuttosport“, nun auch in Italien gehandelt. Juventus Turin, schrieb das Blatt, stehe dicht vor einer Verpflichtung von Erling Braut Haaland. Der Tabellen-Zweite der Serie A habe sich im Werben um das norwegische Super-Talent gegen Borussia Dortmund und Manchester United durchgesetzt.

Auch beim BVB schweigt man weiter in der Causa Haaland

Weil schon so oft vermeintlich sichere Transfers in letzter Sekunde noch wieder geplatzt sind, muss sich die Fan-Gemeinde der Dortmunder Borussia vorerst keine größeren Sorgen machen. Der Wahrheitsgehalt des neuesten Gerüchts um den 19-jährigen Stürmer ließ sich nicht verifizieren.

Erling Haaland steht bei zahlreichen europäischen Spitzenvereinen auf der Einkaufsliste.

Erling Haaland steht bei zahlreichen europäischen Spitzenvereinen auf der Einkaufsliste. © picture alliance/dpa

Haaland schweigt hartnäckig, seit er seine Besuchstour zu den europäischen Bewerbern begonnen hat und die diversen Reiserouten im Privatjet öffentlich geworden sind.

Auch in Dortmund schweigt man weiter. Während der deutsche Mit-Konkurrent RB Leipzig wohl ganz bewusst seinen Hut öffentlich in den Ring geworfen hat, hat sich die Dortmunder Führungsriege schon damit schwer getan zuzugeben, dass der Norweger ein interessanter Spieler ist.

Cristiano Ronaldo als starkes Argument?

Leipzig scheint trotz eines „guten Gesprächs“, wie Trainer Julian Nagelsmann erklärt hat, aber im Rennen um Erling Haaland nicht in der Pole-Position zu sein. Die Strahl- und Finanzkraft der Mitbewerber scheint zu groß.

Wie heiß die Spur nach Italien ist, lässt sich schwer beurteilen. Die Verbindung zwischen dem italienischen Traditionsklub und Haalands Star-Berater Carmine (Mino) Raiola ist seit Jahren sehr eng.

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Der 52-Jährige soll parallel intensiv daran arbeiten, in Paul Pogba einen nächsten europäischen Top-Spieler zur „alten Dame“ nach Turin zu transferieren. Hauptargument für einen Wechsel von Haaland zu Juve sei aber die Möglichkeit, mit Cristiano Ronaldo zusammenzuspielen, schreibt „Tuttosport“. Ronaldo, 34, ist immer noch einer der größten Stars der Szene, allzu viele Jahre bleiben ihm aber nicht mehr.

Mario Mandzukic ist für den BVB keine Alternative mehr

Haaland selbst erholte sich über Weihnachten am Strand. Wie schnell er über seine sportliche Zukunft entscheiden wird, blieb über die Feiertage offen. Weil er schon im Januar eine in seinem Vertrag verankerte Ausstiegsklausel über kolportierte 22 Millionen Euro in Salzburg ziehen kann, müsste sein neuer Klub keine langwierigen Verhandlungen mit RB führen.

Die Faktoren, die Haalands Entscheidung beeinflussen werden, liegen auf der Hand: Sportliche Perspektive, Gehalt, Einsatzchancen.

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Auch der Zeitpunkt könnte eine Rolle spielen. Borussia Dortmund ist in jedem Fall auf der Suche nach einer Winter-Verstärkung, Haaland selbst, so ist aus Österreich zu hören, soll aber auch einen Wechsel erst im Sommer in Betracht ziehen.

Mögliche Alternativen für den BVB, sollte sich der Norweger gegen einen Wechsel nach Deutschland entscheiden, sind in der Kombination aus Alter, Soforthilfe, Perspektive und angemessener Ablöse kaum zu bekommen.

Ein seit Jahren in Dortmund gehandelter Name ist seit Weihnachten schon mal vom Tisch. Mario Mandzukic macht bei Juventus Turin einen Kaderplatz frei und wechselt nach Katar zu Al Duhail Sports Club. Die ablösefreie Verpflichtung des 33-Jährigen meldete der Tabellenführer der Qatar Stars League am Dienstagabend als perfekt.

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