Ärgert sich über eine vergebene Möglichkeit: U19-Stürmer Bradley Fink. © Groeger
Youth League

BVB-Talent vergibt Chance in letzter Minute im Duell mit gefährlicher Sporting-U19

In der UEFA Youth League stand für die BVB-U19 nach dem Erfolg gegen Besiktas Istanbul das Spiel gegen die Junioren von Sporting Lissabon an. Spannend blieb es bis in die Schlussminuten.

Es war das erwartet schwierige Spiel der U19 von Borussia Dortmund gegen die mit zum Teil älteren und damit auch robusteren Spielern besetzten Gäste von Sporting Lissabon. Selbst wenn der schwarz-gelbe Nachwuchs die besseren Chancen hatte, gehörten den Portugiesen die größeren Spielanteile.

Die Borussen jedenfalls lebten mit dem 0:0 am Ende ganz gut. Trainer Mike Tullberg sagte, dass seine Jungs ihre Sachen ordentlich gemacht haben: „Wir können mit der Leistung zufrieden sein. Wenn wir das Tor nicht machen, ist das für uns so okay. Wir haben so viele Spiele. Das Ergebnis geht schon in Ordnung.“

Kein Foul im Strafraum

Den Portugiesen boten sich von Beginn an einige Räume. Und der Matchplan von Mike Tullberg wäre schnell auf die Probe gestellt worden, hätte das Foul von Innenverteidiger Colin Noah Kleine-Bekel an Chico Faria Camara Lamba an der Strafraumgrenze ein frühes Gegentor zur Folge gehabt (5.). Der anschließende Freistoß brachte aber nichts ein.

Kein Foul entschied der Unparteiische Manfredas Lukjancukas aus Litauen, als Flavio Nazinho Dortmunds Samuel Bamba zumindest im Strafraum verdächtig kontaktierte (12.). Und doch hätte der BVB sich die Führung aus einem schnellen Umschalten resultierenden Abschluss von Bradley Fink dann nicht nur erarbeiten, sondern erspielen können (23.). Fink aber zog drüber. Es sollte die einzige „Hundertprozentige“ im ersten Abschnitt bleiben. Sporting hatte dann immer noch Räume, aber die Schussversuche waren nicht präzise genug.

Nach der Pause verteidigte Sporting noch höher, griff früh an. Immer wenn der BVB dagegen die Lücke fand, wurde es deutlich gefährlicher als das, was Sporting auf das von Marian Kirsch gehütete Tor brachte. Dieser war einmal allerdings noch richtig gefordert. Der Versuch von Diogo Martins Travassos ging tatsächlich in Richtung Winkel, Kirsch aber hielt stark und fischte den Ball aus dem Eck (76.).

Das Bild blieb aber insgesamt gleich, gipfelte sogar in einer kurzen Power-Play-Phase der Portugiesen um die 80. Minute. Letztendlich aber wurde es doch nie brandgefährlich. Für die brisantesten Aktionen blieb Bradley Fink auf der anderen Seite zuständig. Zuvor hatte allerdings auch der spielfreudige Bamba seine Chance. Lion Semic verpasste die scharfe Hereingabe (68.) Und dann durfte Dortmunds Neuner Fink noch einmal in der Nachspielzeit sein Glück versuchen. Es solle nicht sein.

Letztendlich dürfte der BVB tatsächlich mit dem Remis gut leben. Nach dem Auftakterfolg bei Besiktas Istanbul ist in der Gruppe noch alles offen. Torwart Marian Kirsch sagte dann auch: „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, leider keinen gemacht. Die kämpferische Leistung war in Ordnung.“

Im Parallelspiel gewann Ajax Amsterdam mit 3:1 gegen Istanbul. Sowohl Ajax als auch der BVB haben jetzt vier Punkte aus zwei Partien eingespielt. Die Niederländer (4:2 Tore) liegen aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber der Borussia (3:2) auf Rang eins. Dritter ist Lissabon mit zwei Punkten. Besiktas ist aktuell punktlos.

BVB: Kirsch – Semic, Thaqi, Kleine-Bekel, Rothe – Kamara (77. Cisse) – Bamba (84. Rijkhoff), Walz, Lütke-Frie, El-Zein (72. Mengot)- Fink

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Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle
BVB-Redaktion
Premium-Jahrgang 1981. Besetzte im Mittelfeld von Rot-Weiß Unna die Acht, bevor die Position überhaupt erfunden wurde. Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, anschließend ablösefreier Wechsel zu Lensing Media. Im BVB-Team polyvalent einsetzbar.
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Florian Groeger

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