BVB-Trainer Favre: „Haben ein paar dumme Tore gekriegt“

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund enttäuscht gegen Paderborn und Bochum. Kurz vor dem Saisonstart offenbart der BVB viele Baustellen. Lucien Favre kann in dieser Phase nur mit einem Rumpf-Kader arbeiten.

Dortmund

, 29.08.2020, 10:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Muss die Systemfrage beantworten: BVB-Trainer Lucien Favre.

Muss die Systemfrage beantworten: BVB-Trainer Lucien Favre. © Christopher Neundorf / Kirchner-Media

Lucien Favre überraschte nach der BVB-Saisoneröffnung am Freitag im „Sky“-Interview zunächst mit der Aussage, er habe „viele positive Sachen gesehen“, um diese Aussage direkt etwas zu revidieren. „Natürlich haben wir ein paar dumme Tor gekriegt, aber es ist Vorbereitung und wir hatten zwei Mannschaften mit sehr jungen Spielern.“

Diskussion um das System bleibt das beherrschende BVB-Thema

Zwei, drei Spieler, gab Favre zu, „kannte ich bisher gar nicht“. Gemeint waren die U23-Akteure Moritz Broschinski, Henri Weigelt und Richmond Tachie, der den Treffer von Mats Hummels gegen Bochum sehenswert vorbereitet hatte. „Sie sind sehr jung, haben ihr Bestes gegeben“, meinte Favre.

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Die Diskussion um das System bleibt zwei Wochen vor dem Pokalspiel gegen Duisburg das beherrschende Thema. Dass der BVB gegen Paderborn und Bochum mit einer defensiven Viererkette agierte, sei allerdings auch der angespannten personellen Situation geschuldet. Wir können momentan nicht mit zwei Mannschaften Dreierkette spielen, wir haben nicht viele Innenverteidiger momentan“, sagte Favre.

Morey fehlt wochenlang - Warten auf Zagadou-Diagnose

Die beiden Rechtsverteidiger Mateu Morey und Thomas Meunier laborieren ans Muskelfaserrissen, Morey dürfte erst Ende September wieder zur Verfügung stehen. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang auch die Personalie Dan-Axel Zagadou. Der Franzose pausiert seit zwei Wochen aufgrund von Knieproblemen. Erst in der kommenden Woche soll eine offizielle Diagnose vorliegen. Fällt Zagadou längerfristig auf, müsste der BVB wohl noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Verschärfend hinzu kommt, dass Favre in den kommenden zehn Tagen nur mit einem Rumpf-Kader arbeiten kann. Zahlreiche Nationalspieler fehlen. „Es ist sehr speziell, viele Spieler sind zehn Tage weg. Aber wir müssen weiter arbeiten mit den Spielern, die hier bleiben“, sagte Favre. Immerhin: Marco Reus, Mahmoud Dahoud und Neuzugang Reinier sollen kurzfristig wieder zur Verfügung stehen. Um diesem Trio Spielpraxis zu verschaffen, hat der BVB ein weiteres Testspiel für den 7. September gegen Sparta Rotterdam vereinbart. Eine Woche später wird es dann ernst für den BVB.

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