Borussia Dortmund

BVB-Trainer Rose nach Pokal-Aus: „Das ist nicht zu entschuldigen“

Champions League und DFB-Pokal sind futsch. Marco Rose gerät bei Borussia Dortmund unter Druck - und findet nach der Blamage beim FC St. Pauli deutliche Worte.
BVB-Coach Marco Rose fehlt das Verständnis für den Auftritt seiner Mannschaft. © imago images/Eibner

Borussia Dortmunds Mission Titelverteidigung im DFB-Pokal ist schon im Januar beendet: Der BVB unterliegt dem Zweitligisten FC St. Pauli mit 1:2 und verabschiedet sich nach einer enttäuschenden Vorstellung bereits im Achtelfinale aus dem Wettbewerb. Erst erwischt Etienne Amenyido den BVB eiskalt (4. Minute), dann trifft Axel Witsel unglücklich ins eigene Tor (40.). Erling Haaland verkürzt zwar noch per Handelfmeter auf 1:2 (58.), danach kommt allerdings zu wenig. Entsprechend groß sind Frust und Enttäuschung bei Schwarzgelb. Die Stimmen zum Spiel:

Das sagen die BVB-Akteure zur Niederlage beim FC St. Pauli


Marco Rose (BVB-Trainer):
„Wir sind in diesen Pokalabend nicht so gestartet, wie man in einen Pokalabend in den ersten zehn Minuten startet. Mit dem Wissen, was uns hier erwartet. Da bringen wir uns selbst in Probleme mit dem Rückstand und spielen in der ersten Halbzeit ein bisschen kopflos. Dass du dich dann unter den Bedingungen mit dem Boden und dem starken Gegner in Probleme bringst, das ist nicht zu erklären und nicht zu entschuldigen. Es ist schade und ein Stück weit doof von uns, dass wir hier nach einer Top-Leistung gegen Freiburg und dem gedrehten Spiel in Frankfurt nicht nachgelegt haben. Damit bestätigen wir leider wieder ein paar Dinge, die uns in den letzten Wochen, Monaten und Jahren vorgehalten wurden. Es ist einfach unser Verschulden. Fertig. Aus. Das Aus macht mich sauer, weil es die Chance auf einen Titel war und wir das Spiel einfach wegschenken.“

Marco Reus (BVB-Kapitän): „Heute war ein schlechter Tag von uns. Wir sind zu spät aufgewacht und St. Pauli hat es mehr als gut gemacht. Aber es ist extrem bitter, hier rauszufliegen. Wir kriegen das erste Tor viel zu leicht. Außen sind wir da klar in Überzahl, packen einfach nicht zu und dann ist St. Pauli auch einfach eine gute Mannschaft. Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir es nicht so umgesetzt haben wie gegen Freiburg. So eine Chance zu vergeben, nochmal ins Finale zu kommen, wenn der absolute Top-Favorit schon raus ist – das ist bitter.“

Gregor Kobel (BVB-Torhüter): „Die ersten 20, 30 Minuten haben wir viele Ballverluste gehabt. St. Pauli ist relativ blank und einfach vors Tor gekommen. Wenn du dann 0:2 hintenliegst, gerade auswärts und auf einem schwierigen Platz, wird es ein schwieriges Spiel. Wir hatten zwar ein paar Chancen, aber in der zweiten Hälfte war das auch ein bisschen zu wenig.“


Das sagen die Akteure des FC St. Pauli zum Sieg gegen den BVB


Guido Burgstaller (St.-Pauli-Stürmer):
„Wir sind von Anfang an so reingegangen, dass wir mitspielen wollen. Natürlich brauchst du auch ein bisschen Spielglück, mit der ersten Chance machen wir direkt das Tor. Dann haben wir es leidenschaftlich weggekämpft und können in der zweiten Halbzeit selbst sogar noch die eine oder andere Kontermöglichkeit besser ausspielen.“

Timo Schultz (St.-Pauli-Trainer): „Wir haben uns schon etwas ausgerechnet vor dem Spiel. Klar muss viel zusammenkommen, aber ich glaube, es war nicht mal unverdient. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“

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