Champions League

BVB-Trainer Rose über das 0:4: „Da muss man sich auch mal die Meinung geigen“

Borussia Dortmund erlebt in Amsterdam einen „beschissenen“ Champions-League-Abend. BVB-Trainer Marco Rose spricht die Fehler deutlich an, nimmt seine Mannschaft aber auch in Schutz.
BVB-Trainer Marco Rose erlebte in Amsterdam einen bitteren Abend. © dpa

BVB-Trainer Marco Rose sprach nach dem 0:4 in Amsterdam über …

… seine Gefühlslage: „Scheiße.“

… das Spiel: „Ich denke, es war ein sehr verdienter Sieg mit einem starken Ajax. Wir sind gut in die Partie gekommen, bekommen dann das Standard-Tor. Wir haben zu viele Fehler im Spielaufbau gehabt, zu wenige gute Bewegungen, um öfter torgefährlich zu werden und einige entscheidende Zweikämpfe verloren. Und dann wird es hier hinten raus einfach schwer, weil Ajax viel Spaß und Freude am Kicken gefunden hat.“

… die Ohnmacht eines Trainers: „Ich habe mich nicht hilflos gefühlt. Dass es hier schwer wird, war uns klar. Trotzdem ist es unser Anspruch, hier etwas mitzunehmen. Das müssen wir auch konsequent ausstrahlen und dranbleiben. Da muss der Lernprozess einsetzen, in schwierigen Phasen bei uns zu bleiben. Da muss man sich auch mal die Meinung geigen und das Ding irgendwie ans Laufen kriegen.“

… den Charakter seiner Mannschaft: „Meine Mannschaft hat Charakter und tolle Jungs. Ich habe unseren Kapitän bewusst nicht runtergenommen, obwohl er tot war. Aber er gibt immer alles für das Team. Wenn ich Jude Bellingham sehe, wie der marschiert. Du nimmst dir Dinge vor. Man muss allen zeigen, dass man noch daran glaubt, das Spiel zu gewinnen. Daran müssen wir sicher noch arbeiten. Wir haben in diesem Spiel unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.“

… die ersten Worte an die Mannschaft: „Das Letzte, was ein Profi braucht, ist Trost. Die Jungs finden den Abend genauso beschissen wie ich. Und es ist trotzdem wichtig, dass wir den Abend selbstkritisch aufarbeiten.“

… den Lerneffekt aus diesem Spiel: „Wir können viel von Ajax rausziehen. Ihre Flexibilität im Positionsspiel, die Art und Weise, wie sie sich bewegen. Sie haben heute dann auch immer ihren Zielspieler gefunden. Ich glaube, dass wir das Spiel gut nutzen können, um die Dinge zu analysieren.“