BVB-Trainer Tuchel ist beeindruckt von China

"Das macht etwas mit dir"

Zum Abschluss der China-Tour trifft Borussia Dortmund auf den Premier-League-Klub Manchester City (13.35 Uhr) und dessen neuen Trainer Pep Guardiola. Unabhängig vom Ausgang der Partie zog BVB-Trainer Thomas Tuchel bereits am Mittwoch ein zufriedenes Fazit des insgesamt neuntägigen und an die Substanz gehenden Trips. Fest machte er das auch an einer besonderen Begegnung vor dem Teamhotel.

DORTMUND

, 28.07.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Wir waren im Trainerteam total einverstanden mit der Reise", sagt BVB-Trainer Thomas Tuchel (r.) über die China-Tour der Borussia.

"Wir waren im Trainerteam total einverstanden mit der Reise", sagt BVB-Trainer Thomas Tuchel (r.) über die China-Tour der Borussia.

Thomas Tuchel muss sich am Mittwoch vorgekommen sein wie in dem Hollywood-Film „Lost in Translation“. Auf der offiziellen Pressekonferenz des „International Champions Cups“ verlor sich seine Dolmetscherin völlig im Redefluss des 42-Jährigen - und übersetzte teils Dinge, die Tuchel nie gesagt hatte. „Gleich antworte ich auf Chinesisch und Sie übersetzen auf Deutsch“, scherzte er schließlich, als sie seine ohnehin in Englisch gegebene Antwort im Englischen wiedergab. Die gute Laune hatte er sich von dem mit 60-minütiger Verspätung losgegangenen Zwei-Stunden-Flug von Shanghai nach Shenzhen nicht nehmen lassen.

Gastfreundschaft und Herzlichkeit

Tuchel wirkte ernsthaft beeindruckt von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit denen sich er und sein Team in China in den vergangenen Tagen konfrontiert sahen. Exemplarisch sei für ihn ein Treffen mit einem chinesischen BVB-Fan vor dem Teamhotel in Shanghai gewesen.  

„Wir haben dort jemanden kennengelernt, der 26 Stunden gereist ist und noch einmal 24 Stunden bei teilweise 40 Grad Celsius vor unserem Hotel stand, um uns zu treffen“, erzählte der Dortmunder Trainer, „wenn du so eine Geschichte hörst, dann macht das etwas mit dir. Das sind Dimensionen, die du dir nicht vorstellen kannst. Bis du dann vor jemandem stehst, der genau das gemacht hat für uns.“

"Diese Zeit nehmen wir uns gerne"

Der BVB-Coach und seine Spieler nahmen sich dann auch ausgiebig Zeit, die Autogramm- und Selfiewünsche nicht nur dieses Fans zu erfüllen, bevor sie aus Shanghai abreisten. Für Tuchel eine Selbstverständlichkeit: „Diese Zeit nehmen wir uns gerne. Und wir fühlen uns verpflichtet, diese Zuneigung zurückzugeben“, sagte er, „solche Begegnungen halten die Füße auf dem Boden.“

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BVB-Training in Shenzhen am 27. Juli

Bilder des BVB-Trainings in Shenzhen am 27. Juli.
27.07.2016
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Bilder des BVB-Trainings in Shenzhen am 27. Juli.© Foto: BVB
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Der BVB-Coach legte besonderen Wert darauf, diese Aussagen nicht aus Pflichtgefühl gegenüber seinem Arbeitgeber heraus zu machen, wie er extra betonte: „Wir waren im Trainerteam total einverstanden mit der Reise. Zum einen, weil man sich von der Vorstellung verabschieden muss, in einem solch bekannten Klub sechs Wochen lang die Möglichkeit zu bekommen, sich hinter verschlossenen Türen vorzubereiten.“

Reifer und weltoffener

Zum anderen, weil man als Mensch reifer und weltoffener würde beim Blick über den eigenen Tellerrand. „Die Frage, wie es aus sportlicher Sicht gewesen wäre, wenn die Reise kürzer oder das Klima angenehmer gewesen wäre, stellt sich für uns deshalb gar nicht.“ Zumal er seine Mannschaft im Training nicht schonte. Montag und Dienstag setzte Tuchel jeweils zwei Einheiten an, die Abendsitzungen hatten es in sich.

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„Wir wollten das Beste daraus machen. Und wer uns in den Trainings oder dem Spiel gegen United beobachtet hat, der hat gesehen, dass wir uns diesem Geist verschrieben haben. Meine Spieler haben das top gelöst.“ Der Belastungszweck, den Tuchel in den vergangenen Tagen erzielen wollte, sei voll erfüllt worden.

Sieg aus Prestigegründen

Ob die Frische reicht, um nach dem 4:1-Sieg über United auch Manchester City zu besiegen, ist für Tuchel zweitrangig. Wichtiger als aus sportlicher Sicht wäre ein Erfolg über Pep Guardiolas neues Team aus Prestigegründen.

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