Die BVB-Rückkehr von Mats Hummels erweist sich als Volltreffer

rnBVB-Transfercheck

Die Rückkehr von Mats Hummels zum BVB wurde im Sommer heißt diskutiert. Mittlerweile sind die Kritiker verstummt. Der neue, alte Abwehrchef überzeugt auf Anhieb - trotz vieler Gegentore.

Dortmund

, 11.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So richtig einverstanden mit den nackten Zahlen ist Mats Hummels nicht. „Elf Gegentore sind viel zu viel“, sagt Borussia Dortmunds Abwehrchef mit Blick auf die Gegentreffer des BVB an den ersten sieben Bundesliga-Spieltagen.

Obwohl Hummels Innenverteidiger ist, fällt diese Zahl nicht unbedingt auf ihn zurück. Der Rückkehrer kann nach den ersten 100 Tagen zurück an alter Wirkungsstätte für sich reklamieren, der BVB-Neuzugang zu sein, der am besten und am schnellsten eingeschlagen ist. Der Hummels-Check.


Statistik: In neun von elf Pflichtspielen der laufenden Saison stand Hummels auf dem Rasen. 783 Minuten hat er gesammelt. Seine Zweikampfquote liegt wettbewerbsübergreifend bei starken 71 Prozent, seine Passquote bei 87 Prozent.

Das ist ein sehr guter Wert ist, wenn man bedenkt, dass Hummels beileibe nicht nur Sicherheitspässe in der Viererkette spielt, sondern sich selten scheut, mit Risiko in die Tiefe zu zielen, um seine Vorderleute in Szene zu setzen.

Die BVB-Rückkehr von Mats Hummels erweist sich als Volltreffer

© Deltatre

Form: Hummels ist seit Beginn dieser Saison ein wichtiger Stabilisator der BVB-Defensive. Das Supercup-Spiel (2:0) gegen seinen Ex-Klub, den FC Bayern München, verpasste er Anfang August leicht angeschlagen, in der Liga fehlte er beim 2:2 gegen Werder Bremen, weil sein Rücken nicht mitspielte. Die Form passt insgesamt.

Seine beste Leistung im BVB-Trikot seit seiner Rückkehr zeigte der 30-Jährige beim 0:0 in der Champions League gegen den FC Barcelona, als er es gegen Lionel Messi, Luis Suarez, Antoine Griezmann und Co. auf eine Zweikampfquote von 100 Prozent brachte. In der Bundesliga kommt Hummels auf einen RN-Notenschnitt von 2,83, in der Königsklasse sogar auf 1,75.


Perspektive: Hummels und seine Erfahrung sind schon jetzt wichtig für Borussia Dortmund - und sie dürften sogar noch wichtiger werden im Laufe der Saison, gerade in der aktuell schwierigen Situation. „Der beste deutsche Innenverteidiger“, wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc ihn nennt, wird entscheidenden Anteil daran haben müssen, das Problem mit den vielen Gegentoren in den Griff zu bekommen. Zumindest nach Standardsituationen war das zuletzt schon besser.

Die BVB-Rückkehr von Mats Hummels erweist sich als Volltreffer

Offensiv wie defensiv springt Hummels in die hohen Bälle. © imago images / Nordphoto

Hummels und Reus agieren jetzt frei im Raum, der Rest verteidigt mittlerweile anders als zu Saisonbeginn gegen den Mann. „Wir haben uns da was überlegt“, hatte Hummels vor dem Spiel bei Slavia Prag (2:0) erklärt. Seitdem gab’s nach ruhenden Bällen in zwei Spielen kein Gegentor - und es brannte auch nicht mehr lichterloh. BVB-Trainer Lucien Favre fasst Hummels‘ Bedeutung für die Borussia wie folgt zusammen: „Es ist besser, wenn Mats dabei ist.“

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Zwischenzeugnis: Über 30 Millionen Euro hat der BVB für Hummels in Richtung München überwiesen. Viel Geld, Hummels war der Königstransfers des Sommers. Bislang erweist sich die Rückholaktion als sportlicher Glücksgriff - auch wenn die Ergebnisse längst nicht so sind, wie es sich die Verantwortlichen des BVB vorstellen. Das Zwischenzeugnis fällt also gut aus: Note: 2,0

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