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BVB-U23 zittert sich zum Sieg gegen Wegberg-Beeck – nötig war das nicht

Borussia Dortmund II

Borussia Dortmunds U23 zittert sich zum Sieg gegen den FC Wegberg-Beeck. Die drei Punkte sind wichtig – doch der Sieg hätte souveräner ausfallen können.

Dortmund

, 10.10.2020, 16:11 Uhr / Lesedauer: 3 min
BVB-U23-Kapitän Steffen Tigges umringt von Wegberg-Beeck-Spielern.

BVB-U23-Kapitän Steffen Tigges umringt von Wegberg-Beeck-Spielern. © Bielefeld

Borussia Dortmunds U23 zitterte sich letztlich ins Ziel. Die Schwarzgelben auf und neben dem Feld schnauften erst einmal durch, als der Abpfiff ertönt war. Nach wildem Spielverlauf gewann der BVB mit 3:2 (1:1) gegen den FC Wegberg-Beeck. Das ging verdient und sorgte dafür, dass die Borussia erneut die Tabellenführung der Regionalliga übernahm. Jedoch hätte das Ergebnis klarer ausfallen können.

BVB-U23-Trainer Maaßen baut um gegen Wegberg-Beeck

Wie inzwischen üblich hatte Coach Enrico Maaßen seine Mannschaft großflächig umgebaut, diesmal auf fünf Positionen. So standen Stefan Drljaca, Maximilian Hippe, Aday Ercan, Florian Krebs und – zum ersten Mal – Cebrail Makreckis auf dem Platz. Diese und die restlichen Auserwählten hatten das klare Ziel, den fünften Saisonsieg in der siebten Partie zu erstreiten – und damit weiterhin ungeschlagen zu bleiben.

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Nach zweiwöchiger Spielpause brauchte die Borussia nicht sonderlich viel Anlaufzeit. Sie fand recht schnell ins Spiel. In der fünften Minute stand Kapitän Steffen Tigges wohl knapp im Abseits, sonst hätte es bereits 1:0 gestanden. Schließlich traf Krebs kurz darauf ins gegnerische Tor. Der Treffer wurde von Schiedsrichter Martin Tietze zurückgepfiffen.

Tigges erzielt die Führung für die BVB-U23 gegen Wegberg-Beeck

In der 16. Minute wiederum verpassten es die Dortmunder, aus einem scharf getretenen Krebs-Freistoß Kapital zu schlagen. Kein BVB-Spieler kam an die Kugel, ehe vier Minuten später das ersehnte Führungstor fiel: Abwehrchef Niklas Dams schlug einen Flugball in Richtung des Strafraums, Wegberg-Beecks Sebastian Wilms versuchte noch zu retten, legte den Ball aber für Tigges auf. Frei vor dem Tor blieb der Stürmer souverän (20.).

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Allein: Dieser Zustand hielt nicht lange, weil die Borussia sich einen kapitalen, völlig unerwarteten Patzer erlaubte. Richmond Tachie wurde vor dem eigenen Sechzehnmeterraum durch einen unnötigen Pass von Keeper Drljaca in die Bredouille gebracht. Der Offensivmann, diesmal neben Tigges zu Beginn eher zentral positioniert, erhielt den Ball – und verlor ihn gegen die sogleich attackierenden Offensivleute von Wegberg-Beeck. Manuel Kabambi musste nur vollenden (24.).

Gegentreffer von Wegberg-Beeck lässt BVB-U23 zittriger werden

Es schien, als würde dieser Gegentreffer aus dem Nichts Wirkung bei Maaßens Mannschaft haben. Sie wurde ein wenig zittrig. Einerseits verpasste Debütant Makreckis aus bester Position das 2:1. Er schob den Ball am Tor vorbei (31.). Andererseits schlichen sich weitere Fehler im Defensivbereich ein. Fehler, die ab und an gefährlich wurden, weil Wegberg-Beeck seine Chance witterte. Der BVB hatten den Gegner durch eine Aktion stark gemacht.

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Weil Maloney einen Tigges-Kopfball vor der Linie – freilich unabsichtlich – wegblockte, blieb es beim 1:1 zur Pause, aus der Maaßen sein Team später mit einer Veränderung schickte. Makreckis, der keinen guten Einstand feiern konnte, blieb in der Kabine. Für ihn kam Dominik Wanner – und besetzte die linke Offensivseite. Es entwickelte sich das, was im Fußball-Sprech ein Geduldsspiel genannt wird.

BVB-U23 drängt nach dem Seitenwechsel auf zweiten Treffer gegen Wegberg-Beeck

Die Borussia drängte auf den zweiten Treffer und vertändelte eine gute Angriffschance (53., Tachie). Gleichzeitig musste sie darauf achten, im Abwehrbereich sicher zu stehen. Wegberg-Beecks Jeff-Denis Fehr hätte nach einer Flanke beinahe getroffen, sein Schuss flog nur an die Latte (58.). Zum Glück für den BVB, der kurz darauf sehenswert und zielsicher zurückschlug.

Einen Eckball von Krebs, zentral außerhalb des Strafraums geflankt, schoss Taylan Duman volley und deshalb technisch anspruchsvoll in Richtung Tor – Franz Pfanne grätschte den Ball über die Linie (64.). Dortmunds U23 war wieder in Front. Erneut allerdings hielt dieser Vorsprung nicht allzu lange: Diesmal war es nicht ein BVB-Fehler, der zum Gegentor führte. Schiedsrichter Tietze übersah ein deutliches Foul an Dams. Kabambi lief deshalb unbedrängt auf Drljaca zu und traf zum 2:2 (76.).

Spätes Tor bringt späten Sieg für die BVB-U23 gegen Wegberg-Beeck

Dieses Tor bzw. die vorangegangene Entscheidung des Unparteiischen provozierte heftige Proteste der Borussen, die sich anschließend aufrafften und in Richtung des dritten Treffers stürmten. Erfolgreich, wie sich in Minute 82 herausstellte. Nach einem vermeintlichen Foul am eingewechselten Alaa Bakir – auch darunter muss zumindest ein Fragezeichen gesetzt werden – entschied der Referee auf Strafstoß. Duman verwandelte zum 3:2. Es blieb der letzte erfolgreiche Abschluss des Tages - und bedeutete den BVB-Sieg.

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