BVB-Verteidiger Diallo vor Wechsel zu PSG - bis zu 34 Millionen Euro Ablöse

Paris statt USA-Reise

Der erste BVB-Abwehrspieler ergreift die Flucht: Nach nur zwölf Monaten verlässt Abdou Diallo Borussia Dortmund und wechselt zu Paris Saint-Germain - vorbehaltlich des Medizinchecks.

Dortmund

, 14.07.2019 / Lesedauer: 2 min
BVB-Verteidiger Diallo vor Wechsel zu PSG - bis zu 34 Millionen Euro Ablöse

Letzter Auftritt als BVB-Spieler: Abdou Diallo vor dem Anpfiff des Testspiels in Schweinberg. © Groeger

Nach den mündlichen Vorgesprächen beläuft sich die Ablöse nach Informationen dieser Redaktion auf 32 Millionen Euro plus zwei Millionen Bonuszahlungen bei einer entsprechenden Anzahl an Einsätzen. Besteht Diallo am Mongag die sportärztliche Untersuchung, werden die Modalitäten finalisiert.

Hummels wird Diallo vor die Nase gesetzt

Vor zehn Tagen veröffentlichte die gewöhnlich gut informierte „L’Equipe“ ein ausführliches Interview mit Diallo. Darin gab sich der BVB-Verteidiger grüblerisch und hinterfragte öffentlich, ob seine Vorhaben und die der Borussia noch übereinstimmten.

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Hintergrund ist unter anderem der Transfer von Mats Hummels. Der 30-jährige Weltmeister wird Diallo, so muss es sich für ihn angefühlt haben, vor die Füße gesetzt. Das Projekt, mit ihm und Manuel Akanji langfristig einen harten Abwehrriegel aufzubauen, schien aus seiner Sicht in Frage gestellt.

Diallo für 28 Millionen Euro aus Mainz geholt

Diallo war erst vor einem Jahr vom FSV Mainz 05 nach Dortmund gewechselt. Dafür legte der BVB happige 28 Millionen Euro hin. Das schien sich insofern zu rentieren, als dass Diallo zu den absoluten Vielspielern unter Trainer Lucien Favre gehörte, er stand in 38 der 45 Pflichtspiele auf dem Rasen. Allerdings musste er häufig, und das nicht immer mit größter Freude, auf der linken Abwehrseite aushelfen. Das sorgte für Dissonanzen.

BVB-Verteidiger Diallo vor Wechsel zu PSG - bis zu 34 Millionen Euro Ablöse

Die zweite Reihe der BVB-Innenverteidigung: Dan-Axel Zagadou und Abdou Diallo. © imago

Mit dem verlockenden Angebot aus seiner Heimat Frankreich im Kopf und der Situation in Dortmund, wo sich bis zu sieben (!) Innenverteidiger um Einsatzzeiten streiten, wird Diallo gerungen haben. Nun hat er sich entschieden - für PSG unter Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel.

Zorc: Entscheidungen im Einzelfall

Intensiv gesprochen haben wird man auch in Dortmund. Sportdirektor Michael Zorc räumte das Überangebot in der zentralen Defensive ein („Natürlich haben wir dort nominell den einen oder anderen Spieler zu viel.“) und kündigte Entscheidungen nach der Einzelfallbetrachtung an. Gesagt, getan.

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