BVB-Verteidiger Schlotterbeck: "Die Leistung kritisch hinterfragen“

Redakteur
BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck treibt den Ball nach vorne.
Hadert mit der Niederlage in Leipzig: BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck (r.). © imago R evierfoto
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BVB-Kapitän Marco Reus wollte nach dem Sieg gegen Kopenhagen „in den Flow“ kommen – das misslang in Leipzig gründlich. 0:3 unterlag Borussia Dortmund am Samstag bei RB. Somit gelingt dem früheren Dortmunder Trainer Marco Rose ein perfekter Einstand bei den Sachsen, die Borussen hingegen hadern mit ihrer Leistung. Das sagen Nico Schlotterbeck, Salih Özcan, Alexander Meyer und Edin Terzic:

Nico Schlotterbeck (BVB-Abwehrspieler): „Wir waren zu unsauber. Leipzig war zu gut und hat verdient gewonnen. Es war nicht unser Tag. Die ersten fünf Minuten waren okay, dann war Leipzig besser. Wir kriegen das erste Tor durch einen Standard, laufen dann dem Rückstand hinterher. Willi Orban macht einen Schritt nach links, einen Schritt nach rechts. Ich bin nah dran, muss ihn dann besser blocken. Wir haben viele Bälle verloren, müssen das Spiel abhaken und weitermachen. Jetzt freue ich mich auf City und die ganze Woche. Die ist entscheidend für die Zukunft. Wir müssen die Leistung heute kritisch hinterfragen und dann nach Manchester reisen.“

Salih Özcan (BVB-Mittelfeldspieler): „Wir haben schwer ins Spiel gefunden. Leipzig war gut, sie haben schnell über die Außen und viele tiefe Bälle gespielt. Sie hatten mehr Elan, waren giftiger. Wir wussten, dass Leipzig alles reinwirft. Wir haben in den Zweikämpfen nicht die nötigen Prozent rausgehauen. Dazu sorgt ein neuer Trainer immer für neue Impulse. Es war nicht unser Tag. Wir werden so schnell wie möglich das Spiel abhaken und das Bestmögliche rausholen.“

Alexander Meyer (BVB-Torhüter): „Wir kommen gut ins Spiel – bis zum Tor. Dann hat Leipzig es sehr gut gemacht, wir nicht. Wir sind in einige Konter gelaufen, das war Leipzigs Spiel. Wir waren nicht so kompakt wie in den letzten Spielen, daran müssen wir arbeiten. Kurz vor der Halbzeit schießt Leipzig das 2:0, das spielt ihnen in die Karten. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir uns keine klaren Chancen herausgespielt, Leipzig konnte immer wieder kontern. Dann war es heute einfach zu wenig und am Ende steht eine verdiente Niederlage. Wir haben uns auf einige Sachen eingestellt, aber beim Trainerwechsel weißt du nie, wie sie spielen werden. Wir hatten mit dem Pressing Probleme. Den Kopfball beim ersten Gegentor sehe ich sehr spät. Ansonsten konnte ich mich kaum auszeichnen, musste aber trotzdem immer wach sein. Uns sind schon ein paar Spieler weggebrochen, aber wir haben viele Spieler im Kader und können auch mit diesen Spielern jeden Gegner schlagen. Das soll keine Ausrede sein. City hat eine ganz andere Qualität. Ich freue mich auf das Spiel, die Jungs auch.“

Edin Terzic (BVB-Trainer): „Leipzig ist uns sehr aggressiv angelaufen. Wir wurden dann immer enger im Passspiel und haben viele Bälle verloren. Dann sieht man, wenn RB mit Leichtigkeit auf dem Platz steht, welche Qualität und welches Tempo sie haben. Wir haben es nicht geschafft, dem Druck standzuhalten, indem wir das Ganze auch mal überspielen. Mit dem Personal waren wir nicht so schnell unterwegs, dass wir häufig in die Tiefe gehen konnten. Aber mit Anthony Modeste hatten wir die Möglichkeit, das Pressing zu überspielen, das haben wir aber nicht für uns entdeckt. Wir haben versucht, umzustellen. Die Aggressivität und Hilfsbereitschaft aus den letzten Spielen haben wir nicht auf den Platz bekommen. Das werden wir ansprechen. Mittwoch wird keine leichte Aufgabe. Dann wollen wir eine bessere Leistung zeigen. Donny Malen und Karim Adeyemi haben ihr Pensum gesteigert und waren bei 80, 90 Prozent. Wir hoffen, dass sie schnellstmöglich zurückkommen. Ob es für Mittwoch reichen wird, werden wir sehen. Aber wir haben die Hoffnung, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.“