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BVB vor 25.000 Fans? Politik erlaubt Zuschauer-Rückkehr im Profifußball

Borussia Dortmund

Die Leidenszeit für die BVB-Fans und die Profivereine hat ein Ende. Mit Beginn der neuen Saison darf auf den Rängen wieder gesungen und gejubelt werden - wenn auch vorerst mit Abstrichen.

Dortmund

, 06.07.2021, 18:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Fans feiern im Stadion ihren BVB. (Archiv)

Fans feiern im Stadion ihren BVB. (Archiv) © picture alliance / dpa

Die Politik hat grünes Licht für die Stadion-Rückkehr der Fans gegeben und damit das Ende der Geisterspiele im deutschen Profifußball eingeläutet. Ab der Spielzeit 2021/22 dürfen unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 25.000 Zuschauer wieder für die lange vermisste Atmosphäre in den Arenen sorgen - wahrscheinlich schon beim Bundesliga-Saisoneröffnungsspiel Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München am 13. August. Borussia Dortmund startet am 14. oder 15. August mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in die Spielzeit.


BVB-Fans vor Rückkehr ins Stadion: Maximal 25.000 sind erlaubt

Laut eines Beschlusses der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien vom Dienstag dürfen die Stadien für sportliche Großveranstaltungen künftig wieder zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden - wobei die Gesamtzahl der Zuschauenden vorerst bei 25.000 gedeckelt ist. „Ich halte das im Großen und Ganzen für vernünftig“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. „Ich glaube, dass das so funktionieren wird.“

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Borussia Dortmund war bislang davon ausgegangen, bis zu einem Drittel der Stadionkapazität auslasten zu dürfen, das wären im Signal Iduna Park sogar 27.000 Fans. In der zweiten Juli-Hälfte will der BVB mit einem ausgefeilten Konzept auf die Stadt Dortmund zugehen und um die Genehmigung werben.

BVB-Konkurrent Bayern München darf nicht so viele Fans ins Stadion lassen

Eine Ausnahme gibt es dabei: Ausgerechnet der Rekordmeister aus München darf seine Heimspiele in der Allianz Arena vor höchstens 20.000 Zuschauern austragen, weil Bayern aufgrund der Delta-Variante, steigender Fallzahlen in anderen Ländern und der erwartbaren Reiserückkehrerproblematik zunächst einen vorsichtigen Kurs bei der Wiederzulassung von Zuschauern fahren will und nur eine Auslastung von höchstens 35 Prozent erlaubt. Auch der FC Augsburg und die anderen bayerischen Vereine in der 2. und 3. Liga sind davon betroffen.

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Die Vorgaben orientieren sich „an der Laufzeit der Epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die bis zum 11.09.2021 befristet ist“, heißt es in der Beschlussfassung. Zu einem späteren Zeitpunkt seien „bei fortschreitenden Impfungen und allgemeiner Verbesserung der pandemischen Situation weitere Erleichterungen in Richtung Normalbetrieb“ möglich.

Profivereine freuen sich auf die Rückkehr der Fans

Die Vorfreude bei den Vereinen ist groß. „Das ist ein sehr positives Signal der Politik“, sagte Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln. Man werde nach der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga am 14. Juli die Gespräche mit dem zuständigen Gesundheitsamt intensivieren, „um zu erfahren, wie viele Zuschauer konkret das Heimspiel gegen Hertha BSC besuchen dürfen“.

Grundvoraussetzung für die Zuschauer-Rückkehr ist die Freigabe durch die zuständigen Behörden. Dabei werden die Inzidenzzahlen berücksichtigt, die nicht über 35 liegen dürfen. In Baden-Württemberg liegt die Obergrenze bei 50. Zudem gilt: Personen, die nicht geimpft oder nach einer Corona-Erkrankung genesen sind, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Zudem sind die geltenden Hygieneregeln und das Abstandsgebot einzuhalten.

BVB-Fans vor Rückkehr ins Stadion: „Die goldene Regel: Zutritt für Geimpfte, Genesene oder Getestete ist hierbei ganz wichtig“

„Es ist wichtig, dass wir eine gemeinsame Linie bei länderübergreifenden Sportveranstaltungen und anderen Großveranstaltungen, insbesondere im Bereich der Kultur, gefunden haben“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag. „Die goldene Regel: Zutritt für Geimpfte, Genesene oder Getestete ist hierbei ganz wichtig, ebenso wie die Einhaltung des Mindestabstands und personalisierte Tickets.“

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Eine Öffnung der Stadiontore für ein größeres Publikum hatte sich bereits bei der EM abgezeichnet. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung hatten jeweils 14.500 Zuschauer die vier Endrundenspiele in München im Stadion verfolgen dürfen. In England wurden sogar rund 60.000 Fans zu den Halbfinals und dem Endspiel am kommenden Sonntag in London zugelassen. Das entspricht einer Auslastung des Wembley-Stadion von 75 Prozent.

Bei Fan-Rückkehr ins Stadion ist Vorsicht geboten

Als Vorbild für Deutschland taugen solche Zahlen (noch) nicht. „Niedrige Inzidenzen machen Großveranstaltungen wieder möglich. Das wollen wir keinesfalls durch Leichtsinn gefährden“, mahnte Dreyer. „Wir sehen leider bei den großen Spielen der EM, welche Folgen zu viele Menschen bei unzureichenden Schutzmaßnahmen im Stadion haben.“ Der Vorfreude der deutschen Fußball-Fans auf eine Stadion-Rückkehr wird dies keinen Abbruch tun.

Mit dpa-Material.

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