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BVB will auch in Zukunft eigene Talente einbinden

Die nächste Generation

Mit wachsendem Erfolg sind bei Borussia Dortmund auch die Transferausgaben gestiegen. Generell aber ist eine Abkehr von alten Prinzipien nicht der Plan. Spieler zu entwickeln, das könnte wieder in den Vordergrund rücken, wenn eine fehlende Qualifikation fürs internationale Geschäft zu Mäßigung zwingt.

DORTMUND

, 23.01.2015, 22:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB will auch in Zukunft eigene Talente einbinden

BVB-Trainer Jürgen Klopp (r.) setzt auf Youngster Felix Passlack.

Die nächste Generation junger Spieler steht bereit, das haben die Tage in La Manga gezeigt. Am Anfang, erzählt Sebastian Kehl mit einem leichten Schmunzeln, sei Felix Passlack noch ein wenig befangen gewesen. Der B-Junior des BVB ist erst 16 Jahre alt, erstmals durfte er jetzt mit ins Trainingslager der Profis reisen, Seite an Seite mit „richtigen Stars“, wie er selbst ein wenig ehrfürchtig erklärte, trainieren.

Sprung ins Profigeschäft

Auf dem Platz freilich hat man von dieser Ehrfurcht nicht viel gesehen. Passlack gehört zu einer Generation von Spielern, die früh darauf vorbereitet werden, den Sprung ins Profigeschäft zeitnah nach dem Ende der Jugendzeit zu schaffen. Sie spielen selbstbewusst, zielstrebig - und sie sind sehr gut ausgebildet.

Borussia Dortmund hat zu Beginn der Ära Jürgen Klopp einige Spieler aus den eigenen Reihen nach oben gebracht und mit ihnen einen Stil kreiert, der für Begeisterung, Leidenschaft und Spielfreude stand. Nach Mario Götze aber tat sich ein Loch auf. Erik Durm war der letzte, der den Sprung schaffte, andere junge Spieler wie Leonardo Bittencourt oder Moritz Leitner konnten sich auch wegen der gewachsenen Konkurrenz im mit teuren Neuzugängen aufgemotzten Kader nicht dauerhaft behaupten.

Debüt gegen Bukarest

Die missliche sportliche Situation aber könnte nun neue Talente nach oben spülen. Spieler wie Passlack, oder den ebenfalls erst 16-jährigen Dzenis Burnic, der nach dem Ende eines DFB-Lehrgangs der U17-Nationalmannschaft in La Manga nur eben das Hotel wechselte und im Testspiel gegen Bukarest sein Profidebüt feierte.

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Rein auf die Karte Profifußball wird aber selbst bei den größten Talenten wie Burnic nicht mehr gesetzt. Er musste in La Manga auch für die Schule arbeiten. Der DFB hatte eigens einen Lehrer mit nach Spanien genommen, seine Schule schickte Aufgaben per Mail, Klassenarbeiten gingen per Fax zurück und wurden in Deutschland korrigiert. Mindestens zwei Stunden täglich büffelte der 16-Jährige, um so zumindest einen Teil des ausgefallenen Unterrichts aufzufangen. Doch im Vordergrund steht natürlich dennoch der Sport, der einen Großteil auch der Freizeit einnimmt.

Mangel an Top-Talenten

„In der Tat“, sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc, „herrschte nach Mario Götze bei uns ein Mangel an Top-Talenten. Das haben wir im Klub intensiv diskutiert und auch an den Strukturen etwas verändert.“ Bereits in den jüngeren Altersklassen spielen die Teams das identische Spielsystem, ausgebildete Trainer führen sie früh an die höheren Anforderungen heran. Die Vorbereitung auf eine Profikarriere ist bis ins Detail geplant.

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BVB-Training in Brackel am 23. Januar (Vormittag)

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 23. Januar (Vormittag).
23.01.2015
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BVB-Training in Brackel am 23. Januar.© Foto: DeFodi
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Schlagworte Borussia Dortmund, BVB

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BVB-Training in Brackel am 23. Januar (Nachmittag)

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 23. Januar (Nachmittag).
23.01.2015
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BVB-Training in Brackel am 23. Januar.© Foto: DeFodi
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Jetzt zeigen sich erste Erfolge. Burnic und Passlack gehören zur B-Jugend, die im vergangenen Sommer in Leipzig Deutscher Meister wurde, „auch darunter kommen noch einige viel versprechende Spieler nach“, sagt Zorc. Schon einen Schritt weiter als das junge Duo sind Spieler wie Jeremy Dudziak und Jon Stankovic, die sich über gute Leistungen in der U23 für einen Platz im Trainingslager empfahlen.Hofmann kehrt zurück

Das Gesicht des BVB, das steht nach der desaströsen Hinrunde fest, wird sich im Sommer verändern, der Umbruch als Konsequenz aus der enttäuschenden Saison wird deutlich ausfallen. Frische, junge Gesichter werden hinzustoßen. In Jonas Hofmann steht ein Rückkehrer bereits fest. „Von vornherein“, sagt Zorc, sei das Leihgeschäft mit Mainz nur auf eine Saison ausgelegt gewesen, Hofmann steht stellvertretend dafür, dass Eigengewächse auch in einer mit Stars gespickten Mannschaft ihren Platz finden können. „Es geht weiter mit Borussia Dortmund“, sagt auch Trainer Jürgen Klopp, „Burnic und Passlack sind ja nicht die einzigen, die den Sprung schaffen können.“

Die Gegenwart aber müssen dann doch noch andere bewältigen. Für die sechs Nachwuchsspieler, die am Ende der Tage in Spanien mit den Profis trainierten, geht es nun wieder zu ihren U-Mannschaften. „Das sind super Jungs“, meint Klopp, „aber sie sollen sich in Ruhe entwickeln. Ich hoffe nicht, dass wir sie schon in der Rückrunde brauchen.“

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