BVB will seine Serie heute in Dresden ausbauen

DFB-Pokal

Achtung Revier-Schreck: Im Achtelfinale des DFB-Pokals bekommt es der BVB (heute 20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) mit einem Gegner zu tun, dem Klubs aus dem „Pott“ zu liegen scheinen. Für Schalke und Bochum kam in Dresden das Aus. Doch die Dortmunder nehmen den Wettbewerb in dieser Saison besonders ernst.

DORTMUND

, 03.03.2015, 11:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sven Bender könnte nach seiner Knieverletzung heute in Dresden in die BVB-Startelf rücken.

Sven Bender könnte nach seiner Knieverletzung heute in Dresden in die BVB-Startelf rücken.

Über Dresden nach Europa: Borussia Dortmund setzt große Hoffnung in den DFB-Pokal. Im Achtelfinale beim Drittligisten Dynamo Dresden will der BVB seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und die Chance auf eine Rückkehr in einen internationalen Wettbewerb wahren. Trotz des Zweiklassen-Unterschieds zwischen beiden Teams erwartet BVB-Sportdirektor Michael Zorc ein enges Spiel: „Es wird schwieriger als gegen Schalke.“ 

In Runde eins nahm der FC Schalke 04 den aktuellen Drittliga-Achten nicht ernst - 2:1 für Dresden. Und eine Runde später war für den VfL Bochum an der Elbe Endstation - 2:1 für Dresden nach Verlängerung. „Mannschaften aus dem Pott scheinen uns zu liegen“, sagte der ehemalige Borusse David Vrzogic dem Kicker. „Das Spiel elektrisiert hier alle, mich am meisten.“ Dynamo-Geschäftsführer Robert Schäfer kündigt gar „das größte Spiel seit über 20 Jahren“ an.

"Wollen wieder nach Berlin"

Doch der BVB will dem Außenseiter nicht den Gefallen tun, die Aufgabe in Dresden in einem Anflug von Übermut zu unterschätzen. Einerseits haben die Borussen den Pokal-Wettbewerb in den vergangenen Jahren mehr als lieb gewonnen. „Wir wollen wieder nach Berlin, und wenn wir dann schon mal da sind, wollen wir den Pokal auch gewinnen“, sagte Trainer Jürgen Klopp.

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Der BVB auf dem Weg nach Dresden

Der BVB auf dem Weg zum Pokalspiel nach Dresden.
02.03.2015
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Der BVB auf dem Weg nach Dresden.© Foto: Groeger
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Der BVB auf dem Weg nach Dresden.© Foto: Groeger
Der BVB auf dem Weg nach Dresden.© Foto: Groeger
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Schließlich garantiert ein Sieg im Wettbewerbs-Showdown am 30. Mai in Berlin die Teilnahme an der Europa League. Der Weg ins internationale Geschäft führt also über Dresden. Und: „Wer Pokalsieger werden will, muss in Dresden gewinnen“, so Klopp.

Ohne Sahin und Aubameyang

Den BVB erwarte heute Abend „ein knallharter Pokalfight“, sagt der BVB-Trainer. Die Devise lautet: keine Schonung der Derby-Helden. Viel Zeit, den famosen Auftritt beim 3:0 im Spiel gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen zu genießen, blieb den Borussen daher nicht. Schon am Tag danach begann die Vorbereitung auf die Partie gegen Dresden. Die Spieler seien nicht überbelastet, daher sei es „nicht richtig“, über Rotation nachzudenken, so Klopp.

Veränderungen wird es trotzdem geben. Nuri Sahin beklagte leichte Probleme an den Adduktoren. Nichts Gravierendes, doch der BVB wird kein Risiko eingehen. Immerhin stehen in Sven Bender und Sebastian Kehl kampferprobte Defensivkünstler als Alternativen bereit. Innenverteidiger Sokratis (muskuläre Probleme) ist mit nach Dresden gereist, im Flieger fehlte aber Pierre-Emerick Aubameyang. Der Gabuner hat durch den Afrika-Cup zusätzliche Spiele auf dem Buckel und bekommt eine Pause.

Unterschiedliche Voraussetzungen

Brisanz birgt die Partie schon allein aus historischer Sicht. Am 1. September 1993 gab es im Bundesliga-Duell fünf Platzverweise - das ist noch immer Rekord. Nach dem bisher letzten Aufeinandertreffen Ende Oktober 2011 im DFB-Pokal wurde mehr über die Krawalle der Dynamo-Fans als über den 2:0-Heimsieg des BVB diskutiert. 

Solch negative Schlagzeilen würden sich alle Beteiligten diesmal liebend gern ersparen. „Wir haben uns akribisch vorbereitet, auch was die Sicherheit angeht“, sagte Dynamo-Geschäftsführer Robert Schäfer. Demnach wird es mehr Ordner und ein verbessertes Zugangskonzept für die Polizei im Stadion geben. 

Die Rivalität soll allein auf dem Platz ausgetragen werden. „Ich würde mich freuen, wenn wir uns nach dem Spiel ausschließlich über Fußball unterhalten könnten“, kommentierte Klopp. Der Coach ist guter Dinge, dass sein Team den Drittligisten nicht unterschätzt: „Über Sensation oder nicht entscheidet der Favorit, nicht der Herausforderer. Sollten wir ein Problem damit haben, uns auf das Spiel einzulassen, würden wir völlig zu recht ausscheiden.“

Dortmund spielt ganz in weiß

Sein Team wird in ungewöhnlichem Outfit auflaufen: ganz in weiß. Weil Dynamo die gleichen Vereinsfarben hat und sich zudem in den gelben Hemden des Drittligisten schwarze Applikationen befinden, darf der BVB weder im gelben noch im schwarzen Auswärtsdress auflaufen. Für die Dortmunder ist das eher ein gutes Omen: 1965 setzten sie sich im Pokal-Endspiel gegen Alemannia Aachen durch - in weißen Trikots. 

mit Material von dpa

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN
Dresden: Wiegers - Teixeira, Hefele, Erdmann, Vrzogic - Kreuzer, Moll, Müller, Tekerci - Eilers, Andrich
BVB: Langerak - Kirch, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Gündogan - Mkhitaryan, Kagawa, Reus - Immobile

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