Alles dreht sich in Chicago um Christian Pulisic. Der BVB-Amerikaner steht in den acht Tagen besonders im Blickpunkt. Aber er soll sich auch auf Fußball konzentrieren können.

CHICAGO

, 20.07.2018, 08:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Maximilian Philipp war er gleich nach der Landung bei den Chicago Cubs, einem der beiden Baseball-Teams der Stadt. Am Donnerstag dann der Besuch bei den „Bulls“, vor deren „United Center“ die bronzene Statue von Michael Jordan an erfolgreiche und legendäre Basketball-Zeiten in der Windy City erinnert.

Ein „logischer Schritt“

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Christian Pulisic ist hier in den USA vielleicht noch nicht ganz so bekannt und beliebt wie einer der besten Basketballer aller Zeiten - aber er befindet sich auf einem guten Weg dorthin. Pulisic (19) ist das Zugpferd dieser USA-Reise der Borussia. „Wenn man ihn in den eigenen Reihen hat, ist es logisch, den Schritt nach Nordamerika zu gehen“, sagt Carsten Cramer, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Digitales bei Borussia Dortmund.

Pulisic hier, Pulisic da - alle wollen etwas vom derzeit wohl größten amerikanischen Talent im „Soccer“. Er ist einer der beliebtesten Spieler gerade bei der jüngeren Generation der Amerikaner, die sich dem europäischen Lieblingssport geöffnet haben, die nicht automatisch Baseball oder Football spielen. Und vor allem ist er es bei den weiblichen Fußball-Anhängerinnen und -Spielerinnen, von denen es in Amerika immer mehr gibt. Dank Pulisic.

Hype wird zunehmen

Beim BVB weiß man um die Notwendigkeit, die Person, auf die sich beinahe das ganze nationale Interesse konzentriert, auch in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das ist der Spagat, den Borussia Dortmund bewältigen muss. Pulisic hat mit Abstand die meisten Medientermine in diesen acht Tagen. Aber er soll dennoch genügend Zeit bekommen, um auch mal abzuschalten. Von einem Termin zum nächsten zu hetzen, das soll die Ausnahme bleiben.

Und Pulisic soll sich natürlich vor allem auf den Sport konzentrieren können. Rund 250 Fans haben ihm schon am Flughafen Chicago zugejubelt. Das wird sicher nicht einfacher, wenn es am Montag auch räumlich in die Nähe seiner Heimat Hershey geht. Wenn der BVB in Pittsburgh landet, ist man darauf vorbereitet, dass der Pulisic-Hype womöglich noch deutlich zunehmen wird.

Wegweisende Saison

Das alles vor dem Hintergrund einer wegweisenden Saison für den US-Shootingstar. Pulisic hat in seiner zweiten richtigen Profi-Saison Höhen und Tiefen erlebt, er unterschied sich da nicht von allen anderen Mitspielern. Vier Bundesliga-Treffer gelangen ihm, sieben bereitete er vor. Das ist keine schlechte Quote für einen Spieler seines Alters. Doch wer mit so viel Talent gesegnet ist und in der Nationalmannschaft schon ein Führungsspieler, von dem wird dann manchmal auch noch mehr erwartet.

BVB-Youngster ist das Zugpferd der USA-Reise

Voll im Fokus: Christian Pulisic. © BVB/Alexandre Simoes

Pulisic will vor allem daran arbeiten, seine Leistungen konstant abzurufen, die Schwankungen zu minimieren. Dass immer wieder Wechselgerüchte um seine Person auftauchen, damit hat er sich zumindest äußerlich abgefunden. „Damit beschäftige ich mich nicht, meine Konzentration gilt allein Borussia Dortmund“, sagt er. Die Antwort kommt ihm flüssig über die Lippen, und bisher gibt es auch keinen Anlass, an seinen Worten zu zweifeln. Auch wenn ihn sein Mentor Jürgen Klopp weiter umgarnt.

„Ich bin sehr aufgeregt“

Pulisic, das wird schon am ersten Tag in Amerika deutlich, genießt die kurze Zeit in seiner Heimat. „Ich bin sehr aufgeregt“, hat er vor der Abreise gesagt, jetzt kommt in den vielen Fotos vor allem eine beinahe kindliche Freude zutage. Er ist aber auch Profi genug, um zu wissen, dass er den Fokus auf seine eigentliche Aufgabe nicht verlieren darf.

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