BVB zeigt positive Reaktion auf Liverpool-Spiel

3:0 gegen Hamburg

"Schnell wieder aufstehen", das hatte sich Trainer Thomas Tuchel nach dem extrem bitteren Ausscheiden in der Europa League gewünscht. Borussia Dortmunds auf acht Positionen veränderte B-Formation erfüllte ihm seine Bitte: Verdient bezwang der BVB am Sonntag den Hamburger SV mit 3:0 (2:0). Die Hanseaten, in den vergangenen Jahren ein Angstgegner der Dortmunder, stecken nun wieder mitten im Abstiegskampf.

DORTMUND

, 17.04.2016, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon vor seinem 200. Bundesliga-Spiel als Trainer und seinem 50. Pflichtspiel für den BVB wusste Tuchel, dass er die Zukunft der Borussia ohne Ilkay Gündogan planen muss. Die Zeit des begnadeten Mittelfeldspielers beim BVB läuft am Saisonende ab, sein Wechsel in die englische Premier League zu Manchester City hängt nur noch davon ab, dass sich die beiden Vereine auf eine Ablösesumme einigen. Die dürfte sich bei einer Restvertragslaufzeit von einem Jahr im Rahmen von 25 bis 30 Millionen Euro bewegen. Gespräche zwischen den beiden Klubs haben aber bislang noch nicht stattgefunden.

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Bundesliga, 30. Spieltag: BVB - Hamburger SV 3:0 (2:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV.
17.04.2016
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Bilder der Partie Dortmund gegen Hamburg.© Foto: dpa
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Fußball: Bundesliga, Borussia Dortmund - Hamburger SV, 30. Spieltag am 17.04.2016 im Signal Iduna Park, Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Dortmunds Matthias Ginter (r) und Hamburgs Ivo Ilicevic kämpfen um den Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++© Foto: dpa
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Dass die Meldung von der Einigung zwischen dem Spieler und dem neuen Klub seines Wunschtrainers Pep Guardiola am Abend vor der BVB-Partie gegen den Hamburger SV zunächst in England öffentlich wurde, hatten beide Parteien eigentlich vermeiden wollen. Gündogan kehrte am Sonntag dennoch in die Startelf des BVB zurück, Pfiffe blieben beim Verlesen der Aufstellung aus, bei seiner Auswechslung begleitete ihn sogar warmer Applaus der 81.359 Zuschauer.

Acht neue Spieler in der Startelf

Der 25-Jährige war einer von acht neuen Spielern, die Tuchel im Vergleich zum Donnerstags-Krimi an der Anfield Road neu ins Team beorderte. Nur Mats Hummels, Shinji Kagawa und Gonzalo Castro verblieben in der Mannschaft, Marco Reus, Lukasz Piszczek und Henrik Mkhitaryan standen nicht einmal im Kader.

Dass die BVB-Highlights der ersten Hälfte, die in der Pause über die Stadionleinwand flimmerten, mit dem ersten Bundesliga-Tor des 17-jährigen Christian Pulisic begannen, sagte einiges aus über den Verlauf der ersten 45 Minuten. Gepflegte Langeweile bestimmte die Stimmung auf den Rängen, und Pulisics Treffer, wunderschön von Mats Hummels eingeleitet, stelllte eigentlich die Kräfteverhältnisse auf den Kopf. Zuvor war nämlich der HSV die Elf mit den klareren Aktionen.

Viertjüngster Torschütze der Liga-Historie

Pulisic konnte sich mit 17 Jahren und 212 Tagen als viertjüngster Torschütze der Liga-Historie feiern lassen, Sven Schipplock hätte zuvor der Held des HSV werden können. Gerade eingewechselt, verpasste er aber nach einem bösen Rückpass-Fehler von Sven Bender den simplen Querpass auf den freistehenden Nicolaj Müller (36.). Müller selbst (13.) und Ivo Ilicevic (18.) hatten zuvor schon für einen Flächenbrand im BVB-Strafraum gesorgt.

Den zu deutlichen 2:0-Pausenstand besorgte dann Adrian Ramos. Nach überlegtem Lupfer-Pass von Nuri Sahin wackelte der Kolumbianer HSV-Innenverteidiger Cleber aus, sein Schlenzer ins lange Eck war sehenswert (44.).

Adler sieht die Rote Karte

Weit vor dem BVB waren die Hamburger wieder auf dem Platz. Das sollte wohl Entschlossenheit demonstrieren. Deutlich zu engagiert aber ging Torhüter René Adler zu Werke, als er vor dem Strafraum den allein auf ihn zustürmenden Kagawa von den Beinen holte - die Rote Karte war sehr hart, weil noch drei HSV-Verteidiger parallel zu Kagawa liefen. Ramos hatte nach Ballverlust von Ostrzolek perfekt in den Lauf des Japaners gepasst (52.). Schiedsrichter Marco Fritz hatte dem BVB zuvor einen klaren Elfmeter (Holtby an Passlack) verweigert (48.).

In Unterzahl fehlte dem HSV der Glaube an eine Wende. Dortmund spielte die Partie weitgehend souverän herunter, der HSV beendete die Partie nach Ekdals Verletzung und schon drei Wechseln zuvor mit neun Spielern und war nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht.  

Die #BVB-Spieler nach dem 3:0 gegen den @HSV! #BVBHSVpic.twitter.com/JWTqIFRAN6

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Ramos verpasste nach Flanke des eingewechselten Aubameyang das 3:0 per Kopf nur knapp (84.), zwei Minuten später aber staubte er nach Schuss von Kagawa und schwacher Faustabwehr von Drobny zum Endstand erfolgreich ab. Das war der Schlusspunkt.

 

 

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