Borussia Dortmund verarbeitet nur mit großer Mühe die Blamage bei den Bayern. Die Verantwortlichen finden deutliche Worte. Jetzt soll die Rückkehr in den Alltag helfen.

Dortmund

, 09.04.2019, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach traumatischen Erlebnissen kann die Rückkehr in den Alltag helfen. Den gewohnten Gang nehmen, Routine erleben, den Kopf freibekommen. Borussia Dortmund macht sich an die Bewältigung des auf gewisse Art traumatischen 0:5-Desasters beim FC Bayern München. Am Dienstag stand wieder Training an. Deftige (Selbst-)Kritik und eine intensive Analyse dieses Debakels blieben den BVB-Profis dennoch nicht erspart. Zu niederschmetternd geriet der Eindruck, als dass die Verantwortlichen „business as usual“ zulassen würden.

Ausreichend Redebedarf nach der Leistung in München

Trainer Lucien Favre hatte in den vergangenen Wochen mehrfach den Mahner gegeben. „Die letzten Spiele waren alle sehr eng, sehr schwer für uns“, sagte er.

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Nach spielerisch schwankenden Vorstellungen samt entsprechender Nachjustierung musste die Gesamtschau nach dem Totalausfall aller Systeme diesmal radikaler ausfallen. Doch Favre wäre nicht er selbst, wenn er nicht schnellstmöglich den Fokus auf den Fußball legen würde: „Wir müssen uns auf die nächsten Spiele konzentrieren.“

„Lange hat unser BVB ein solches Desaster nicht mehr erlebt.“
Dr. Reinhard Rauball

In seiner Besprechung mit der Mannschaft, die wie üblich am Dienstagmorgen anstand, wird er deutliche Worte gefunden haben. Es gab sicher noch ausreichend Redebedarf nach der Flop-Leistung im Top-Spiel. Vereinspräsident Dr. Reinhard Rauball legt im Vorwort für das neue Mitgliedermagazin „Borussia“ den Finger in die Wunde. „Die fürchterliche Niederlage am vergangenen Wochenende in München lässt sich nicht schönreden“, so der Jurist, der die Blamage als „ernüchternd, enttäuschend und in höchstem Maße ärgerlich“ skizziert. „Lange hat unser BVB ein solches Desaster nicht mehr erlebt.“

Watzke spricht von „Reifeprozess“

Klubchef Hans-Joachim Watzke hatte bereits am Wochenende gefordert, die Münchner Watsch’n richtig einzuordnen. „Das ist ein Reifeprozess, mit so einer Klatsche richtig umzugehen“, sagte Watzke bei Sky. „Wichtig ist, dass wir eine gute Reaktion herausziehen.“

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Bildergalerie

Selfies und Autogramme nach dem öffentlichen BVB-Training

Die Bilder des öffentlichen BVB-Trainings in Brackel am 9. April.
09.04.2019
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Bilder des BVB-Trainings am 9. April.© Groeger
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Groeger© Groeger
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Doch nur allmählich richtet sich der Blick beim BVB nach vorne. Wer Tendenzen und Emotionen ausblendet, kann wie Julian Weigl langsam wieder Zuversicht befördern. „Die Ausgangslage ist nicht aussichtslos, wir sind im Titelrennen immer noch dabei und wissen, dass noch alles drin ist“, sagt der zum Innenverteidiger umfunktionierte Mittelfeldspieler, der sich als einer von wenigen am Samstag einigermaßen schadlos hielt. Weigls Chance auf weitere Einsätze an der Seite von Manuel Akanji sind gestiegen. Der Schweizer betont mit unbestechlicher Logik: „Die Saison ist noch nicht fertig.“

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