Dahoud ebnet den Weg: BVB mit Anlauf zum 3:0 gegen Bielefeld

Borussia Dortmund

Der BVB benötigt gegen Bielefeld eine 45-minütige Anlaufphase - dann ebnet Mahmoud Dahoud den Weg zum 3:0-Erfolg. Dortmund verkürzt den Abstand auf Rang vier und steht vor wegweisenden Tagen.

Dortmund

, 27.02.2021, 17:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
Mahmoud Dahoud (M.) ebnete mit seinem Treffer den Weg zum BVB-Sieg gegen Bielefeld.

Mahmoud Dahoud (M.) ebnete mit seinem Treffer den Weg zum BVB-Sieg gegen Bielefeld. © dpa

Konkurrent Eintracht Frankfurt hatte die Tür aufgrund der 1:2-Pleite am Freitagabend in Bremen geöffnet - und Dortmund nutzte den Patzer der Hessen und rückte durch den Heimsieg gegen den Aufsteiger am Samstagnachmittag bis auf drei Zähler an Sehnsuchtsort Rang vier in der Tabelle heran. Allerdings kostete den BVB die Mission deutlich mehr Mühe als erhofft, die Arminia wehrte sich nach Kräften, den Schwarzgelben fehlte es lange an Kaltschnäuzigkeit und Konsequenz. Erst Mahmoud Dahoud brach den Bann: Nach einem Querpass von Jadon Sancho zog er flach und platziert aus 18 Metern ab - und der Ball schlug im unteren linken Eck des Bielefelder Tores ein (48.). Bevor Sancho, für den es bereits der 50. Assist in der Bundesliga war, und Dahoud den BVB in die Erfolgsspur lenkten, hatte sich der Gastgeber trotz weitgehender Spielkontrolle schwer getan.

BVB ohne erkrankten Delaney gegen Arminia Bielefeld

Nach 4305 Tagen Abstinenz war Bielefeld wieder zu Gast in Dortmund, und das ausgerechnet zum Jubiläum. Die Arminen bestritten am Samstag im Signal Iduna Park ihr 600. Bundesligaspiel. BVB-Trainer Edin Terzic tauschte gegen den Jubilar nach dem jüngsten Derby-Triumph gegen Schalke auf zwei Positionen: Jude Bellingham und Giovanni Reyna ersetzten Thomas Delaney, der wegen eines fiebrigen Infektes fehlte, und Julian Brandt. Torhüter Roman Bürki meldete sich zwar nach überstandener Schulterverletzung wieder fit, er saß dennoch nur auf der Bank. Marwin Hitz behielt gegen Bielefeld seinen Platz zwischen den Pfosten.

Mahmoud Dahoud übernahm Delaneys Rolle als alleiniger Sechser vor der Vierer-Abwehrkette. Und der BVB startete furios in das Duell. Jude Bellingham (4.) und Giovanni Reyna (5.) besaßen direkt exzellente Möglichkeiten, Bielefeld wirkte nervös, brauchte Zeit, um sich zu ordnen. Aus unerklärlichen Gründen ließ die Borussia aber nach, das Pressing griff nicht wie erhofft, und es mangelte am nötigen Tempo, um die Arminen defensiv durcheinanderzubringen. Dazu schlichen sich immer wieder unpräzise Pässe auf Dortmunder Seite ein, die Arminia die Chance auf Konter eröffneten.

BVB-Dribbler Jadon Sancho belohnt sich mit dem Treffer zum 2:0

Erst nach einer halben Stunde besann sich der BVB wieder auf seine Stärken. Ein Sancho-Freistoß sorgte für Chaos im Gäste-Strafraum, Marco Reus‘ Schuss touchierte die Querlatte, Giovanni Reyna schoss ans Außennetz, Arminen-Keeper Stefan Ortega entschärfte einen Schuss aus kurzer Distanz des ansonsten nahezu abgemeldeten Erling Haaland - die Borussia ließ zu viel liegen in dieser Phase. Und musste folgerichtig zur Halbzeitpause mit einem 0:0 in die Kabine.

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Bundesliga, 23. Spieltag: BVB - Arminia Bielefeld 3:0 (0:0)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld.
27.02.2021
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld.© dpa
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Dass der BVB im zweiten Durchgang in den Spielen dieser Saison zumeist deutlich effektiver und dynamischer agiert als in den ersten 45 Minuten, das bewies er dann auch gegen Bielefeld. Das schnelle 1:0 durch Dahoud (48.) - und zehn Minuten später folgte dann schon die Vorentscheidung: Der frühere Dortmunder Amos Pieper foulte Marco Reus im Strafraum - Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Jadon Sancho trat an und schoss souverän zum 2:0 (58.) ein. Sancho belohnte sich damit für eine insgesamt starke Vorstellung. Er war sehr agil, lieferte ein halbes Dutzend Torschussvorlagen und beschäftigte die Arminen-Defensive permanent.

Hazard und Zagadou feiern gegen Bielefeld ihr BVB-Comeback

Offensiv fanden die Gäste nun überhaupt nicht mehr statt, und der BVB schonte Kräfte für die zwei nun folgenden Englischen Wochen, investierte nicht mehr als nötig. Trotzdem gelang noch das 3:0. Und es war eine Premiere. Denn der keine 30 Sekunden zuvor für Reus eingewechselte Brasilianer Reinier, der bislang im Dortmunder Trikot überhaupt noch nicht Fuß fassen konnte, schob einen Pass Haalands aus elf Metern locker ins Netz (81.). Zwei weitere gute Nachrichten aus Sicht der BVB-Fans: In der Schlussphase feierten Thorgan Hazard und Dan-Axel Zagadou nach langer Verletzungspause ihr Comeback.

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Für die abstiegsgefährdeten Arminen bleibt es dabei: Sie können einfach gegen ein Top-Team nicht gewinnen. Aus den zwölf Spielen gegen die Mannschaften, die in der oberen Tabellenhälfte stehen, hat Bielefeld nur zwei von 36 möglichen Zählern geholt. Dortmund dagegen bleibt unter Edin Terzic in Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen, aus fünf Partien holten die Schwarzgelben drei Siege und zwei Remis. Vor den extrem heißen zehn Tagen mit den Herausforderungen in Gladbach (Pokal), in München (Bundesliga) und gegen Sevilla (Champions League) tankte der BVB weiteres Selbstvertrauen und verschaffte sich eine gute Perspektive, sich im Saisonendspurt das Königsklassen-Ticket doch noch zu schnappen.

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