Dan-Axel Zagadou im Visier des FC Arsenal? Das sagen unsere Experten

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In der Gerüchteküche brodelt es rund um den BVB. Aktuell geht es um Dan-Axel Zagadou, der ins Blickfeld des FC Arsenal geraten sein soll. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 25.06.2019, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

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„France Football“ berichtet von einem Interesse des FC Arsenal an Dan-Axel Zagadou. Den Engländern sei allerdings bewusst, dass Verhandlungen wegen der langen Laufzeit von Zagadous Vertrag beim BVB schwierig werden könnten.

Was zeichnet den Spieler aus?

Zagadou ist Dortmunds bester Zweikämpfer (70 Prozent gewonnener Duelle), er gefällt dazu durch eine hohe Passquote (91%), die noch dadurch aufgewertet wird, dass er auch scharfe Risikobälle durchs dicht besiedelte Zentrum nicht scheut.

Bei eigenen Ecken rückt er gefährlich vor, seine Kopfballstärke (in Berlin) und das Gespür für den Ball (gegen Leverkusen) sorgten für zwei Bundesliga-Treffer in der Rückrunde. Nach einem schwierigen ersten Jahr hat der 20-Jährige einen großen Entwicklungssprung gemacht – mit den normalen Begleitumständen. Von Fehlern konnte er sich nicht freimachen.

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Was sagt unser BVB-Experte Dirk Krampe?

Zagadou konnte auch aus Verletzungsgründen nicht an seine herausragend gute Hinrunde anknüpfen. Als er sich beim 2:0 gegen den SC Freiburg den Fuß vertrat, brauchte der 20-Jährige viel mehr Geduld als geplant. Erst nach langen zwei Monaten kehrte er zurück – Rhythmus und Form waren futsch.

Zagadou verlor nach der Winterpause seinen Status als unumschränkter Stammspieler. Grobe Fehler in Augsburg und in München trübten das Bild vom Talent, das einen steilen Aufstieg erlebt. Auch Trainer Lucien Favre soll angesichts der haarsträubenden Patzer in der Rückrunde nicht mehr uneingeschränkt von Zagadou überzeugt sein.

Durch die Rückkehr von Mats Hummels und die Verpflichtung von Nico Schulz verschärft sich der Kampf um die zwei Innenverteidiger-Positionen. Auch Abdou Diallo ist dort wieder vorgesehen, sechs Manndecker sind nach allgemeinem Verständnis wohl zwei zu viel. Zagadou steht im Schaufenster nicht in der ersten Reihe und dort hinter Ömer Toprak, der allerdings wenig Interesse an einer Veränderung signalisiert hat. Zagadou könnte sich im Laufe der Vorbereitung Gedanken machen, wenn die Signale so sein sollten, dass er auch um wenige Einsatzzeiten kämpfen müsste.

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Arsenal wäre folglich keine schlechte Adresse, wenn die „Gunners“ ihr Interesse durch eine konkrete Anfrage unterfüttern würden. Durch die lange Rest-Vertragslauzeit (bis 2022) und die starke Hinrunde der vergangenen Saison hängt dem Franzosen allerdings ein beachtliches Preisschild um den Hals.

Entscheidend wird aber sein, welche Perspektiven Favre dem großgewachsenen Zagadou aufzeigt. Der Schweizer gilt vor allem als Fan von Diallo. Hinter den gesetzt scheinenden Manuel Akanji und Hummels wäre Zagadou demnach in der Rangfolge maximal die Nummer vier. - Unser Fazit:

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