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Darum blieben Teile der Südtribüne gegen Braunschweig stumm

Protestaktion

Die Vorfreude auf das erste Dortmunder Heimspiel der neuen Saison war in den vergangenen Tagen stetig gestiegen, doch richtig Stimmung wollte im Signal Iduna Park gestern nicht aufkommen. Der Grund: Eine Polizei-Aktion gegen die Dortmunder Ultra-Gruppierungen.

DORTMUND

von Von Florian Groeger und Peter Bandermann

, 18.08.2013 / Lesedauer: 2 min
Darum blieben Teile der Südtribüne gegen Braunschweig stumm

Kleinstadt Südtribüne: 25.000 Menschen - das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Olpe - kommen hier jeden zweiten Samstag zusammen.

Auf Anfrage unserer Redaktion bei der Polizei hieß es, dass die die Ultra-Gruppierung "Desperados" im letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen 1899 Hoffenheim verbotene Transparente gezeigt hätte sowie beim Champions-League-Finale in London in eine Schlägerei mit Bayern-Fans verwickelt gewesen sei.  Lorenz Schnadt, Einsatzleiter der Dortmunder Polizei, erklärte am Abend, dass vor dem Spiel nahe des Stadions rund 60 Fans der "Desperados" kontrolliert worden seien.

In einer offiziellen Pressemitteilung der Dortmunder Polizei vom späten Sonntagabend heißt es: "Da bei vergangenen Spielen Transparente mit strafrechtlich relevanten Inhalten gezeigt wurden, wurde eine Gruppe von etwa 60 Mitgliedern der Ultragruppierung "Desperados" unmittelbar vor Betreten des Stadions gegen 14:05 Uhr durch Raumschutzkräfte auf dem Turnweg kurzfristig angehalten und die mitgeführten Banner überprüft. Strafrechtlich relevante Aufschriften konnten nicht festgestellt werden. Eine Sturmhaube wurde sichergestellt." Als Konsequenz verzichteten die Ultras auf den Support während der 90 Minuten. Das spielte den 7000 Braunschweiger Fans, die vor dem Anpfiff mit einer Choreographie auf sich aufmerksam gemacht hatten, in die Karten – sie überstimmten die Südtribüne hin und wieder.

"Wir wissen selbst, dass das doof ist. Aber dieser Protest ist unsere einzige Möglichkeit, auf diese Missstände aufmerksam zu machen", begründete Gruszecki.

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