„Das ist dumm“ - BVB verteilt in Hoffenheim Geschenke kurz vor Weihnachten

Bittere 1:2-Niederlage

Für den BVB endet die Hinrunde mit einer riesigen Enttäuschung. In Hoffenheim verspielt Dortmund eine 1:0-Führung. Das 1:2 torpediert die gute Stimmung. Trainer Lucien Favre findet klare Worte.

Sinsheim

, 20.12.2019, 22:52 Uhr / Lesedauer: 3 min
Frust auf der BVB-Bank (v.l.): Lucien Favre, Edin Terzic und Michael Zorc.

Frust auf der BVB-Bank (v.l.): Lucien Favre, Edin Terzic und Michael Zorc. © imago/Nordphoto

Die drohende Niederlage vor Augen fehlte dem BVB in Sinsheim schlichtweg die Power. Im 26. Pflichtspiel der Hinrunde verlor der BVB nach einer beruhigenden 1:0-Halbzeitführung nach der Pause die Linie, zwei späte Treffer der Gastgeber sorgten für Schockwellen in den Dortmunder Reihen. Zur Winterpause droht die Borussia den Anschluss an die Spitze aus den Augen zu verlieren, sieben Punkte könnten es bei einem Leipziger Sieg am Samstag auf den Tabellenführer sein.

BVB-Trainer Favre: „Das ist dumm, das müssen wir klar sagen“

Trainer Lucien Favre schüttelte nach dem Abpfiff immer wieder fassungslos mit dem Kopf - und fand anschließend im ZDF-Interview klare Worte: „Wir hatten das Spiel total im Griff - und wir nutzen unsere klaren Torchancen nicht . Es war so einfach, das 2:0 zu machen, das 3:0 zu machen. Es ist unglaublich. Das ist dumm, das müssen wir klar sagen. Wir spielen zu kompliziert. Das kostet uns sehr, sehr viel.“

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Bundesliga, 17. Spieltag: 1899 Hoffenheim - BVB 2:1 (0:1)

Die Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.
20.12.2019
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.© dpa
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Der Schweizer reagierte auf den Ausfall von Kapitän Marco Reus wie erwartet mit der erst vierten Startelf-Nominierung für Mario Götze. Im lupenreinen 3-4-3 besetzte Götze die zentrale offensive Position und war dort zur Stelle, wo ein Mittelstürmer erwartet wird, als Achraf Hakimi mal wieder über die rechte Seite unwiderstehlich zum Spurt ansetzte und von Thorgan Hazard perfekt in Szene gesetzt wurde. Nach Hakimis scharfer Hereingabe schaltete Götze schneller als Havard Nordtveit, der Rettungsversuch von Sebastian Rudy scheiterte - 0:1 (17.).

Mario Götze erzielt seinen zweiten BVB-Saisontreffer

Götzes zweites Saisontor belohnte den BVB für eine souveräne Anfangsphase. Auch nach dem Führungstor hatte die Borussia alles im Griff bis zur Pause: Hoffenheims Aufbau war zu träge, die Dortmunder Arbeit gegen den Ball aufmerksam und auch mit der Bereitschaft, weite defensive Wege zu gehen. Der Versuch der 1899er, mit hohen Bällen die defensive Dreierreihe zu überspielen, war zu einfältig. So langte es für die Gastgeber nur zu einer Chance: Der Däne Robert Skov zog einen Freistoß aus knapp 30 Metern direkt auf Roman Bürkis Tor - um ein Haar hätte er den Dortmunder Schlussmann böse überrascht. Der Flatterball klatschte über Bürki hinweg an die Unterkante der Latte (26.).

Vor allem über die rechte Angriffsseite aber kreierte der BVB immer wieder Überzahlsituationen. Viel zu einfach aus Sicht der Gastgeber kam Dortmund in die Nähe der Grundlinie. Vor seinem Tor hatte Götze eine Hakimi-Hereingabe nur knapp verpasst (10.), der Marokkaner scheiterte dann an 1899-Torhüter Oliver Baumann (34.). Mit einem Schuss vom Strafraumeck hatte Hazard die vierte gute Chance für die Gäste, Baumann lenkte den Ball so eben noch über die Latte (39.).

Hummels und Hazard angeschlagen ausgewechselt

Ungeplant musste Favre dann zur Pause gleich zwei Mal wechseln. Für Ersatzkapitän Mats Hummels, der früh im Spiel nach einem Kopfballduell bei einer BVB-Ecke auf die Hand gefallen war, ging es nicht mehr weiter. Der 31-Jährige wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Lukasz Piszczek rückte in die Kette. Auch Hazard (muskuläre Probleme) musste passen, das war die Chance für Jacob Bruun Larsen.

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Mit dem Gefühl der klaren Überlegenheit hielt nach der Pause der Schlendrian Einzug bei den Gästen. Julian Brandt hätte frei vor Baumann mit dem 2:0 für viel Ruhe sorgen können, er blieb zweiter Sieger (50.). Weil Jadon Sancho weiter wirkungslos blieb, lief offensiv nun nur noch wenig zusammen. Seine Forderung nach einem Elfmeterpfiff erfüllte Schiedsrichter Felix Zwayer nicht - Benjamin Hübner hatte bei seiner resoluten Grätsche den Ball gespielt (60.). Immerhin: Hakimi blieb weiterhin ein Aktivposten. Akanji verpasste die Hereingabe des 21-Jährigen nur knapp (68.). Hoffenheims Offensivbemühungen blieben auch im zweiten Durchgang lange Stückwerk. Ohne Reus, Hazard und dem nun entkräfteten Sancho fehlten aber auch der Borussia offensiv die Automatismen.

Kramaric schockt den BVB kurz vor dem Abpfiff

Der entscheidenden Punch ließ auf sich warten, und die zunehmende Passivität wurde tatsächlich dann noch bestraft. Außen verhinderte Dortmund die Hereingabe von Kaderabek nicht, innen verteidigte Hakimi zu lässig gegen den eingewechselten Locadia. Der scheiterte noch an Bürki, den Abpraller schoss Adamyan ins leere Tor (79.). Nico Schulz vergab die letzte Chance (86.). Und dann versetzte Kramaric mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 dem BVB endgültig den Todesstoß (87.). Zagadou rückte nicht nahe genug an den Torschützen heran. Und die Hinrunde endet mit einer riesigen Enttäuschung.

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