Borussia Dortmund

„Das Thema Haltung lohnt“: BVB-Trainer Rose fordert nach 3:2 Nachhaltigkeit

Borussia Dortmund startet mit einem wilden 3:2 gegen Frankfurt in die Rückrunde. BVB-Trainer Marco Rose zeigt sich erleichtert, fordert aber Nachhaltigkeit ein. Die Stimmen zum Spiel.
BVB-Trainer Marco Rose jubelt gemeinsam mit Torschütze Mahmoud Dahoud. © imago / Jan Huebner

Borussia Dortmund drehte in einer furiosen Schlussphase einen 0:2-Rückstand in Frankfurt und sichert sich doch noch die drei Auswärtspunkte. Rafael Borre hatte die Eintracht per Doppelpack in Führung gebracht (15./24. Minute). Nach dem Seitenwechsel drehte ein bis dahin schwacher BVB auf und kam durch Thorgan Hazard zum Anschluss (71.). In der Schlussphase wurde es dann wild: Erst glich Jude Bellingham per Kopf aus (87.), ehe Mahmoud Dahoud den Schlusspunkt setzte (89.). Die Stimmen zum Spiel:


Das sagen die BVB-Akteure zum Spiel in Frankfurt


Marco Rose (BVB-Trainer): „Heute war es ein Beispiel dafür, wie es aussehen kann und soll. Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben dann das Standardtor bekommen und eine Phase, in der wir zu viele Fehler machen. Trotzdem war die erste Halbzeit nicht schlecht. In der zweiten Hälfte sind wir drangeblieben und haben die Situation angenommen. Mit dem 1:2 kam der Glaube zurück und sollte den Jungs zeigen, dass sich das Thema Haltung lohnt. Da fordere ich aber Nachhaltigkeit ein und hoffe, dass uns das was gibt. Freitag haben wir gegen Freiburg die Chance, das zu beweisen. Wenn heute Fans hier gewesen wären, wäre es hochemotional geworden. So war es schön, aber ohne Fans fehlt eigentlich alles.“

Mats Hummels (BVB-Abwehrchef): „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir die Dinge aus den ersten 15 und den letzten zehn Minuten aus der ersten Hälfte weiter auf den Platz bringen müssen, dass wir unsere Chancen bekommen und immer die Qualität haben, Tore zu erzielen. Wir wollten das Spiel dann dominant gestalten und nicht offen, also keinen Wild-West-Fußball spielen. Das haben wir in großen Teilen dann auch geschafft. Wenn wir etwas gewinnen wollen, brauchen wir dieses Energie-Level 90 Minuten und jede Woche.“

Gregor Kobel (BVB-Torhüter): „Der Sieg tut uns sehr, sehr gut, gerade nach den letzten Spielen. Auch heute war es wieder ein schweres Spiel nach der kurzen Vorbereitung. Es waren zähe 90 Minuten, aber wir können stolz auf unsere Reaktion sein, dass wir einfach weiter versucht haben, unser Spiel zu spielen. Nach dem ersten Tor haben wir gemerkt, dass noch etwas geht.“

Emre Can (BVB-Defensivspieler): „Diese Siege schmecken besonders. Wir wollten mit einem Sieg ins neue Jahr starten und das haben wir geschafft. Ich weiß nicht, wer nach der ersten Halbzeit noch daran geglaubt hat, aber wir haben als Mannschaft daran geglaubt – sonst hätten wir es nicht rumreißen können. Wie so oft sind wir gut gestartet und kassieren dann ein Gegentor. Danach gab es Fehlpässe, Fehlpässe, Fehlpässe. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber gut gefangen und verdient gewonnen. Wichtig ist, dass wir auf uns selbst schauen. Wir reden immer nur über Bayern, müssen aber von Spiel zu Spiel gucken, versuchen zu gewinnen und dann werden wir schon sehen, wo wir stehen. Aber wir müssen nicht immer hochschauen zu den Bayern.“


Das sagen die Eintracht-Akteure zur Niederlage gegen den BVB

Oliver Glasner (Frankfurt-Trainer): „Solche Topspiele werden am Ende immer durch Kleinigkeiten entschieden. Wir haben die Riesenchance auf das 3:0 und stattdessen ist Dortmund dann mit dem Anschlusstreffer zurück im Spiel. Was wir uns vorwerfen müssen: Wir haben zu viel verwaltet, zu viel auf Kevin Trapp zurückgespielt, der dann nur noch weit schlagen konnte. Wir wollten verwalten und sind dafür heute sehr bitter bestraft worden.“

Timothy Chandler (Frankfurt-Spieler): „Nach der Halbzeit hatten wir Chancen auf das 3:0, dann wäre das Spiel durch gewesen. Dann haben wir komplett die Struktur verloren. Wir haben viel zu einfache Lücken gelassen, wo die Dortmunder durchspielen konnten.“



Sebastian Rode (Frankfurt-Spieler):
„Die Niederlage ist unser Verschulden, weil wir nicht weiter nach vorne gespielt haben. Das ist auch ein Lernprozess, den wir noch durchstehen müssen, dass wir auch nach dem 2:0 noch auf das dritte Tor gehen. Das 1:2 kriegen wir aus dem Nichts und das war für Dortmund der Anstoß, nochmal mehr Gas zu geben.“

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