"Das wird ein cooler Tanz"

Sven Bender im Interview

Dienstag um 10.40 Uhr wird Flug „AB 1300“ von der Startrampe Ruhrgebiet abheben und Kurs auf die französische Mittelmeer-Metropole Marseille nehmen. Mit an Bord der Maschine sein darf Sven Bender (22). „Mein Faserriss ist ausgeheilt“, sagt Dortmunds Mittelfeld-Arbeiter vor dem zweiten Spiel der Champions League-Gruppenphase. Einem Einsatz steht nichts im Wege.

DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 27.09.2011, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sven Bender wird am Wochenende nicht für den BVB spielen können.

Sven Bender wird am Wochenende nicht für den BVB spielen können.

Herr Bender, wäre Ihr Einsatz bei Olympique am Mittwochabend noch ein Risiko? Nein, überhaupt nicht. Ich habe nach der Verletzung zwar ein paar Tage lang gar nicht trainieren können, aber die Zeitspanne war zu kurz, um konditionelle Probleme zu verursachen. Ich arbeite inzwischen wieder ganz normal mit den anderen Jungs. Mir geht‘s sehr gut!Mit einem Lächeln im Gesicht hat Ihr Trainer Jürgen Klopp unlängst bemerkt, das konsequente Nichtstun könne Ihrem Körper vielleicht sogar gut tun. Schließlich würden Sie normalerweise schon unter einer Hantel liegen, wenn er mal „fünf Sekunden“ wegschaue. Hat Klopp Recht? Vermutlich hat es meinem Körper wirklich nicht geschadet, mal ein paar Tage zu regenerieren und komplett runterzufahren. Trotzdem fand ich die Verletzung ziemlich dumm. Ich bin Profi, ich will Fußball spielen und hätte der Mannschaft in Mainz (2:1-Sieg, d. Red.) gern geholfen.Stattdessen befanden Sie sich am Samstag nur in der Beobachterrolle. Was haben Sie zur Pause – beim Stand von 0:1 – gedacht? Ich habe mir einige Fragen gestellt. Wieso werden wir für unseren enormen Aufwand nicht belohnt? Oder: Geht das jetzt schon wieder los? Wir waren ja erneut sehr dominant, und dann liegen wir durch dieses blöde Gegentor zur Pause dennoch zurück. Unfassbar! Ich war aber immer überzeugt, dass wir zumindest noch ein Tor schießen. Als das zweite fiel, bin ich dann so richtig abgegangen!Sie gelten als Laufwunder, haben in manch einer Begegnung binnen 90 Minuten mehr als 13,5 Kilometer abgespult. Besorgen Sie sich nach jedem Spiel Ihre Statistik-Daten? Nein. Ab und zu gehen intern die Werte ’rum, dann werfe ich natürlich mal einen Blick darauf. Aber ich bin nicht der Typ, der sich seine gelaufenen Kilometer ständig ansagen lässt, denn sie alleine sagen ja nichts aus. Jeder bei uns im Team weiß, dass ich viel laufen will und mich nach Möglichkeit dort aufhalten möchte, wo es brennt. Das ist einfach meine Spielweise.Am Mittwoch absolvieren Sie Ihr erstes Champions-League-Auswärtsspiel. Was erwarten Sie vom Kräftemessen mit dem französischen Vizemeister Olympique Marseille? Zunächst einmal wird die Atmosphäre im Stadion für uns wieder etwas ganz Besonderes sein. Es ist toll für uns junge Spieler, das alles zu erleben. Wie wir ist auch Marseille nicht optimal in die Saison gestartet (Platz 13 und erst ein Sieg, d. Red.). Das wird mit Sicherheit ein cooler Tanz!

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