Die BVB-Lose sind gezogen. In der Gruppenphase der Champions League misst sich die Borussia mit Atletico, Monaco und Brügge. Wir analysieren die Chancen aufs Weiterkommen.

Dortmund

, 30.08.2018, 21:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Atletico Madrid
Er ist nicht gerade groß, kommt ein wenig unscheinbar und schüchtern daher. Auf dem Fußballplatz aber besticht Antoine Griezmann durch seine Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit. Der kleine Franzose im Team von Atletico Madrid zählt zu den besten Stürmern Europas, er ist der Star der Madrilenen, die im Schatten von Real eine bemerkenswerte sportliche Entwicklung genommen haben.

Simeone sorgt für den Aufschwung

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Verantwortlich dafür ist der Trainer: Diego Simeone, Enfant terrible an der Seitenlinie, aber ein Coach mit großem Herz und Sachverstand. Seit 2011 trägt er die Verantwortung, 2013 wurde er spanischer Pokalsieger, ein Jahr später spanischer Meister. Zwei Mal gewann der Klub unter seiner Führung die Europa League.

Das zeichnet die BVB-Gegner der Gruppenphase aus

Der Topstar von Atletico Madrid: Antoine Griezmann. © dpa

Die Offensive ist mit Griezmann, Diego Costa und dem aus Monaco verpflichteten Linksaußen Thomas Lemar das Prunkstück der Madrilenen, hinten hält Diego Godin den Laden zusammen.

Vincente Calderon wird aufwendig renoviert

Gespielt wird nicht mehr im alten Vincente Calderon. Die neue Spielstätte Atleticos heißt Wanda Metropolitano, wurde von 2011 bis 2017 aufwendig renoviert und bietet 67.000 Zuschauern Platz. Am 1. Juni 2019 wird das Finale der Champions League in diesem Stadion stattfinden




AS Monaco

Es gibt ein Wiedersehen mit Frankreichs Vizemeister, gegen den Borussia Dortmund im April 2017 unter denkwürdigen Umständen ausschied. Am Tag nach dem Anschlag auf die Mannschaft unterlag der BVB zuhause mit 2:3 und im Rückspiel in Frankreich mit 1:3. Die Monegassen wären damals auch für eine Borussia in Bestform ein schwerer Gegner gewesen - unter den besonderen Umständen rückte der Fußball in den Hintergrund.

Viele Stars sind verkauft worden

Von der Ausnahme-Mannschaft 2016/17, die in der Champions League erst im Halbfinale an Juventus Turin scheiterte, sind viele Stars teuer verkauft worden. Allen voran Kylian Mbappé für 135 Millionen Euro zu Paris St. Germain. Auch Fabinho, Thomas Lemar oder Benjamin Mendy verließen den Klub. Geblieben ist unter anderem der Trainer: Leonardo Jardim muss eine neue Elf aufbauen und setzt dabei, das ist die Devise von Klub-Besitzer Dmitry Rybolovlev, nicht auf Superstars, sondern auf Perspektive.

2017/18 schied die Mannschaft um Mittelstürmer Radamel Falcao in der Vorrunde als Letzter aus. Vorteil BVB: Trainer Lucien Favre kennt AS Monaco aus seinen beiden Jahren in der Ligue 1 bestens.




FC Brügge

Der „Club Brügge“ ist in der Dortmunder Gruppe die große Unbekannte - und die Mannschaft, die es auf jeden Fall zu schlagen gilt. Nach dem Aus in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League im Vorjahr qualifizierten sich die Belgier in diesem Sommer als Meister der Jupiler Pro League direkt für die Gruppenphase.

Vormer ist die zentrale Figur

Der 15-fache belgische Meister tritt mit einer Elf der weitgehend Namenlosen an. Bekannteste Spieler sind der brasilianische Mittelstürmer Wesley, der Kroate Matej Mitrovic, der in der vergangenen Saison bei Besiktas Istanbul spielte, sowie der Niederländer Ruud Vormer. Er ist seit 2014 im Klub und der Kopf im zentralen Mittelfeld.

Das zeichnet die BVB-Gegner der Gruppenphase aus

Matej Mitrovic (r.) wechselte in diesem Sommer von Istanbul nach Brügge. © dpa

In der Qualifikation zur Champions League standen sich beide Teams in der Saison 2003/04 schon einmal gegenüber. Hin- und Rückspiel endeten jeweils 2:1, das Dortmunder Aus nach Elfmeterschießen verschärfte seinerzeit die Finanzkrise bei Borussia Dortmund dramatisch.

Letztes Aufeinandertreffen 2012

Letztmals trafen sich beide Mannschaften im Juli 2012 in einem Testspiel (1:3), bei dem es vor dem Anpfiff zu einer wüsten Prügelei zwischen vermummten Fans aus beiden Lagern kam.

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