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Dem BVB drohen in der Champions League Spiele auf neutralem Platz

Borussia Dortmund

Die BVB-Gegner für die Gruppenphase der Champions League werden am 1. Oktober ermittelt. Vieles wird anders in der neuen Saison. Sogar Spiele auf neutralem Platz sind möglich.

Dortmund

24.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die Kugel mit dem Los Borussia Dortmund wird am 1. Oktober in Topf zwei liegen.

Die Kugel mit dem Los Borussia Dortmund wird am 1. Oktober in Topf zwei liegen. © dpa

Der FC Bayern und Paris Saint-Germain? KF Tirana, Qarabag Agdam und Sheriff Tiraspol! Während in Lissabon in den vergangenen zwei Wochen der Sieger der Champions League gesucht wurde, ging es parallel für viele kleine Vereine des Kontinents schon um das Ticket für die kommende Saison der Königsklasse. Die Qualifikation für 2020/21, an der kein deutsches Team beteiligt ist, ist in vollem Gange - und bereitet auf eine erneut besondere Spielzeit vor. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:


? Was sind die Besonderheiten?

Die Corona-Krise wird auch die Saison 2020/21 begleiten, nicht nur wegen des weit nach hinten verschobenen Starts der Qualifikation (8. August statt 23. Juni). Ein Beispiel: Der kosovarische Meister KF Drita schied bereits aus, weil der Klub nach zwei Corona-Fällen in Quarantäne musste und in der Vorrunde der Qualifikation nicht mehr antreten konnte. Die Europäische Fußball-Union wertete die Partie für den nordirischen Gegner FC Linfield, auch weil der dicht gestaffelte Spielplan keinen Ausweichtermin zuließ. Die Corona-Regeln für die Königsklassen-Spiele nach der Qualifikation muss die UEFA noch endgültig beschließen. Eine Maßnahme, die öfter auftreten könnte: Partien auf neutralem Platz, je nach Vorgabe der nationalen Behörden.

? Wann beginnt die Gruppenphase?

Ausgelost werden die acht Vierergruppen am 1. Oktober in Athen, wo auch Europas Fußballer des Jahres gekürt werden soll. Der erste Spieltag ist für den 20. und 21. Oktober terminiert, der letzte in der Gruppenphase nur 48 Tage später für den 8. und 9. Dezember. Die K.o.-Runde beginnt am 16. Februar mit dem Achtelfinale und endet mit dem Endspiel am 29. Mai im Atatürk-Olympiastadion in Istanbul. Am 11. Juni beginnt die Europameisterschaft. In der Türkei sollte eigentlich schon das Finale in diesem Jahr stattfinden, ehe die Corona-Krise dazwischen kam. Die geplanten Gastgeber der folgenden Jahre rücken deshalb um ein Jahr weiter in die Zukunft. 2022 ist St. Petersburg Gastgeber, 2023 München und 2024 London.

? Wer ist schon für die Gruppenphase qualifiziert?

Aus der Bundesliga wie gehabt die ersten Vier der Saison 2019/20: Der FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach. Sechs der insgesamt 32 Teilnehmer werden noch über die Qualifikation ermittelt. Die Bayern sind als Meister bei der Auslosung in jedem Fall in Topf eins gesetzt und können in der Gruppenphase nicht auf die Champions der weiteren Top-Ligen treffen, unter anderem sind das Real Madrid und der FC Liverpool. Borussia Dortmund wird aufgrund des guten Klub-Koeffizienten in Topf zwei landen, Leipzig in Topf drei, die Gladbacher eher in Topf vier. Deutsche Duelle in der Gruppenphase sind ausgeschlossen.

? Wie sieht die Zusammensetzung der Lostöpfe aus?

In diesem Jahr sind in Topf eins Real Madrid, der FC Liverpool, der FC Bayern, Paris Saint-Germain, Juventus Turin, Zenit St. Petersburg, der FC Porto und FC Sevilla gesetzt. Einen dieser Gegner (die Bayern ausgenommen) werden der BVB, Leipzig und Gladbach zugelost bekommen. Dortmund ist in Topf zwei allerdings auch in bester Gesellschaft: Der FC Barcelona, Atlético Madrid, Manchester City, Manchester United, Schachtjor Donezk und der FC Chelsea drohen also den Bayern, Leipzig und Gladbach. Leipzig in Topf drei wird Inter Mailand und Lazio Rom zunächst aus dem Weg gehen. Topf vier setzt sich aus den laut Koeffizient schwächsten Teams zusammen. Die endgültige Einteilung in den Töpfen zwei bis vier ist noch abhängig davon, welche Klubs sich in den Playoffs (22. bis 30. September) durchsetzen. In jedem Fall qualifiziert sind Ajax Amsterdam, Basaksehir, Stade Rennes, Atalanta Bergamo, Lokomotive Moskau, Olympique Marseille, Club Brügge und eben die Gladbacher.

? Könnte es wieder ein Finalturnier geben?

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte solche Gedankenspiele eigentlich ausgeschlossen - die Resonanz auf das Blitzturnier ab dem Viertelfinale in Lissabon könnte nun aber zu einer grundlegenden Reform führen. Ceferin zeigt sich offen für weitreichende Änderungen an den internationalen Wettbewerben, das System mit einem Duell pro Begegnung erscheine „interessanter“, sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union der Nachrichtenagentur AP am Sonntag. „Das Format ist wie eine Welt- oder Europameisterschaft, so vom Gefühl her, wenn man ins Stadion geht. Wenn Zuschauer dabei wären, wäre das wahrscheinlich ähnlich“, sagte der Bayern-Vorstand Oliver Kahn, der sich aber auch nicht festlegen wollte, ob es so besser ist. Ceferin befürchtet auch keine finanziellen Einbußen durch die verringerte Zahl von Spielen. Der bekannte Modus ist bislang bis 2024 weitgehend festgeschrieben. Eine große Reform war zuletzt immer wieder Streitthema im europäischen Fußball.

? Wo sind die Spiele im TV zu sehen?

In der kommenden Saison sind noch einmal alle Partien beim Bezahl-Sender Sky und beim kostenpflichtigen Streamingdienst DAZN zu sehen. Die beiden Pay-Anbieter haben sich die Rechte aufgeteilt und verteilen die Übertragungen nach einem komplizierten Schlüssel. Für Sky ist es die Abschiedssaison, denn von 2021/22 an sind die neuen Medienverträge der UEFA mit DAZN und Amazon gültig. Die Finals von 2022 bis 2024 zeigt das ZDF.

Von dpa

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