Dem BVB werden die Grenzen aufgezeigt

1:3 in Mönchengladbach

Am Niederrhein hätten Borussia Dortmunds Hoffnungen, die verkorkste Saison noch zu einem versöhnlichen Ende zu führen, neue Nahrung erhalten können. Stattdessen gab es im Duell der Borussias einen empfindlichen Rückschlag. Nach einer indiskutablen Leistung verlor der BVB in Mönchengladbach mit 1:3 (0:2). Die Ernüchterung nach der 13. Saisonpleite war riesig.

MÖNCHENGLADBACH

, 11.04.2015, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Enttäuschte Borussen (v.l.): Sebastian Kehl, Mats Hummels und Henrikh Mkhitaryan.

Enttäuschte Borussen (v.l.): Sebastian Kehl, Mats Hummels und Henrikh Mkhitaryan.

Von zwei Mannschaften, die unter der Woche im DFB-Pokal in die Verlängerung mussten, war die grün-weiße Borussia, noch dazu mit einem Tag weniger Regeneration, eindeutig die mit der größeren Frische. Das deutete sich schon beim nächsten frühen Gegentreffer an, als einmal mehr der Anpfiff den BVB nicht aus seiner Tiefschlafphase zu wecken vermochte. 

Gegentreffer nach 27 Sekunden

Gegen Leverkusen am 1. Spieltag waren es neun Sekunden bis zum Einschlag im Dortmunder Tor, diesmal dauerte es immerhin 27, was bei BVB-Trainer Jürgen Klopp allerdings nicht dafür sorgte, dass der Ärger über den Treffer geringer ausfiel.

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Bundesliga, 28. Spieltag: Borussia M'gladbach - BVB 3:1 (2:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund.
11.04.2015
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Bilder der Partie Mönchengladbach gegen Dortmund.© Foto: dpa
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Bilder der Partie Mönchengladbach gegen Dortmund.© Foto: DeFodi
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Wie gut die Gladbacher um das Offensiv-Trio Herrmann, Raffael und Kruse ihren Kombinationsfußball aufziehen können, sollte sich eigentlich auch bis nach Dortmund herumgesprochen haben. Als Herrmann aber Doppelpass mit Raffael spielte, Mats Hummels ziemlich blöde ausrutschte und der Rückpass des quirligen Rechtsaußen bei Kruse landete, hatte der Fußreflex von Roman Weidenfeller nur aufschiebende Wirkung - das Unheil nahm trotzdem seinen Lauf. Oskar Wendt hämmerte den Abpraller ins Netz und hinterließ konsternierte Dortmunder, die sich wohl fragten, was da über sie hereingebrochen war.

Schmelzer mit guten Szenen

Immerhin: Der BVB, den Klopp ohne Reus, Durm und Bender ins Borussen-Duell schicken musste, zeigte den Willen, den frühen Fauxpas zu korrigieren. Ballbesitz hatten die Schwarzgelben genug, Ideen, Gladbachs Abwehrriegel zu knacken, aber nur wenige. Die Offensive, immerhin noch bestückt mit der Dreierreihe Mkhitaryan, Kagawa und Blaszczykowski hinter Sturmspitze Aubameyang, blieb einmal mehr stumpf.

Druck entstand zunächst nur über die linke Seite, wo sich Marcel Schmelzer mit einigen Vorstößen und ordentlichen Flanken weiter formverbessert zeigte - was allerdings nicht ohne Risiko blieb, denn Herrmann bekam dort bei schnellen Ballvorträgen der Heimelf oftmals zu viel Raum.

Bis auf einen (ungefährlichen) Mkhitaryan-Schuss kam Dortmund bis zur Pause nicht zu Chancen und lief zunehmend planlos den Gladbachern hinterher, die den Ball zirkulieren ließen und geduldig auf Lücken im Abwehrverbund warteten. Die sollte es geben: Wendt und Fabian Johnson links banden nicht nur BVB-Rechtsverteidiger Sokratis, sie nutzten auch die arg halbherzige Defensivarbeit von Jakub Blaszczykowski. Kruse und Raffael waren ein ständiger Unruheherd, Herrmann von Schmelzer nicht zu kontrollieren. Und auf der Doppel-Sechs bekamen Gündogan und Sebastian Kehl das Zentrum nicht dicht.

Herrmann mit schönem Solo

Die größere Handlungsschnelligkeit half der Heimelf auch beim 2:0. Kruse eroberte im Zweikampf mit Gündogan 25 Meter vor dem eigenen Tor den Ball, Herrmann nahm ihn auf und startete ein Solo über 60 Meter, das weder Kagawa noch Kehl mit ihren Grätschen stoppen konnten. Dazu postierte sich Subotic falsch und kam im Spurtduell nicht mehr hinterher - nach Herrmanns klugem Querpass war das 2:0 nur noch Formsache (32.).

Klopp musste reagieren, und er tat dies mit der Umstellung auf eine Dreierkette hinten, die es Schmelzer ermöglichen sollte, noch mehr Druck auszuüben. Sokratis rückte von rechts nach links. Das gab den Gastgebern nach Herrmanns früher Chance vor Weidenfeller (48.) merklich zu denken - Kagawa hatte nach einem guten Konter über Mkhitaryan und Flanke von Schmelzer eine erste gute Chance (50.). Offensiv war Dortmund nun besser im Spiel.

Nordveit entwischt Ramos

Das defensive Risiko ging Klopp bewusst ein, Gladbach boten sich vor allem über Herrmanns Seite zwangsläufig riesige Räume. Wendt hatte die nächste dicke Gelegenheit, zimmerte den Ball aber neben den Dortmunder Kasten (62.). Doch das nächste Gegentor war nur eine Frage der Zeit. Und als der eingewechselte Ramos seine Defensivaufgabe gegen Nordveit bei Gladbachs Ecke von Herrmann einfach mal vergaß, klingelte es erneut.

Das 3:0 war die Entscheidung. Dominguez hätte einen vierten Treffer nachlegen können (72.), Dortmund zeigte nicht erst da Auflösungserscheinungen. Ilkay Gündogans Tor zum 1:3 hatte nur kosmetischen Charakter. Der Abpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe war eine Erlösung.

 

 

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