Denkt der BVB über Paris-Verteidiger Thomas Meunier nach? Das sagt unser Reporter

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Beim BVB laufen die Planungen für die Saison 20/21 - in der Gerüchteküche brodelt es. Aktuell geht es um Thomas Meunier. Unser Reporter ordnet das Gerücht ein und bewertet, was dran ist.

Dortmund

, 08.03.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

Meunier plane bereits seine Zukunft und liebäugle mit einem Abschied aus Paris, berichten belgische Medien übereinstimmend und bringen den 28-Jährigen mit Borussia Dortmund in Verbindung. Die Gespräche seien bereits „weit fortgeschritten“. Unsere Redaktion erfuhr aus der französischen Hauptstadt, dass PSG den auslufenden Vertrag mit dem Rechtsverteidiger sicher nicht verlängern wird. Meunier darf sich also einen neuen Verein aussuchen. Und mehr als eine Spur führt nach Dortmund.


Was zeichnet den Spieler aus?

Meunier schaffte 2016 auf Anhieb den Sprung vom FC Brügge ins Starensemble von Paris Saint-Germain und behauptete sich in den vier Jahren auch, als die mit reichlich katarischem Geld ausgestatteten Franzosen ihren Angriff auf den Titel in der Champions League immer weiter intensivierten und hockkarätiges Personal verpflichteten. Für die Pariser bestritt er bislang 128 Pflichtspiele, erzielte 13 Treffer und bereitete 21 weitere vor.

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Auch in dieser Saison zählt er zum Stammpersonal unter Trainer Thomas Tuchel. Der setzte Meunier in 27 Partien (ein Tor, zwei Assists) ein. Vor allem in der Champions League mochte Tuchel auf Meunier nicht verzichten, dort verpasste der Belgier verletzt nur das Gruppen-Rückspiel gegen seinen Ex-Klub Brügge und wurde im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gegen Galatasaray Istanbul geschont.

Meunier fühlt sich in der Viererkette wohl, kann aber auch etwas weiter vorgezogen auf der Außenbahn agieren. Seinen Vorwärtsdrang kombiniert er mit robustem Verteidigungsverhalten. Er gilt als technisch guter und läuferisch starker Flügelspieler, der sich auch gut ins Kombinationsspiel einbringt. Mit 1,90 Metern ist er für einen Rechtsverteidiger außergewöhnlich groß. Schwächen sagen ihm die französischen Medien beim Verteidigen von Eins-gegen-eins-Situationen nach.



Was sagt unser BVB-Reporter Dirk Krampe?

Vieles bei dem Gerücht um ein BVB-Interesse ergibt Sinn. Borussia Dortmund hat dringenden Bedarf auf der rechten Seite, wo ein Abschied vom Achraf Hakimi immer noch wahrscheinlicher ist als ein Verbleib und Lukasz Piszczek dem Ende seiner Karriere entgegenblickt.

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Mit seinen 28 Jahren verfügt Meunier über deutlich mehr Erfahrung als der Markokkaner Hakimi, er ist gleichzeitig aber noch lange nicht am Ende seiner Karriere. Meunier gäbe Lucien Favre auch die Möglichkeit, wieder öfter mit einer Viererkette spielen zu lassen. 326 Pflichtspiele als Profi und 40 Länderspiele (sieben Tore) sind ein Pfund und sprechen für sich. Das größte Plus: Meuniers Vertrag bei PSG läuft am 30. Juni aus, er wäre also ablösefrei zu bekommen, damit das Gesamtpaket für den BVB stemmbar.

Bereits 2016 soll sich der BVB mit Meunier befasst haben, der entschied sich damals für die Franzosen. Nun aber steht der Abschied aus der Hauptstadt Frankreichs bevor. Aus dem Umfeld des Belgiers ist zu hören, dass er „offen für alles“ sei - an Interessenten wird es wohl nicht mangeln, auch Bayern München und Inter Mailand werden in Paris und in Belgien mit dem langen Rechtsverteidiger in Verbindung gebracht.

Thomas Meunier (r.) ist ein dicker Kumpel von Axel Witsel.

Thomas Meunier (r.) ist ein dicker Kumpel von Axel Witsel. © imago / Belga

Ein mögliches Plus für Borussia Dortmund in den Verhandlungen: Meunier ist ein dicker Kumpel von Axel Witsel, er hätte in Thorgan Hazard einen weiteren Kollegen aus der belgischen Nationalmannschaft in seinem Team. Und von der Stimmung im Signal Iduna Park konnte er sich vor drei Wochen persönlich schon einmal überzeugen. Das Rückspiel am Mittwoch wird er wegen der Gelbsperre, die er sich in Dortmund einhandelte, allerdings verpassen.



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