Der BVB-Hinrundencheck: Luxusproblem bei den Torhütern Roman Bürki und Marwin Hitz

rnBorussia Dortmund

Dass der BVB durch eine schwierige Hinrunde ging, lag nicht an den Torhütern. Roman Bürki patzte nur einmal folgenschwer, sein Vertreter kann mit einer erstaunlichen Statistik aufwarten.

Dortmund

, 26.12.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 24 Gegentoren rangiert Borussia Dortmund zur Halbzeit der diesjährigen Saison nur im Bundesliga-Mittelfeld. An den Torhütern lag das nicht. Auf das Schweizer Gespann aus Roman Bürki und Marwin Hitz war in der Regel Verlass.

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Roman Bürki: 1241 Minuten stand der 29-Jährige in der Hinrunde der Bundesliga im Kasten der Borussia und litt bisweilen darunter, dass nur sehr wenige Bälle auf sein Tor flogen und er dennoch überraschend viele Gegentore schlucken musste.

Nur drei gegentorlose Partien machen ihn nicht zum Kandidaten für einen der vorderen Plätze beim „Weiße-Weste-Award“ der Torhüter mit den meisten Spielen ohne Gegentor.

Der BVB-Hinrundencheck: Luxusproblem bei den Torhütern Roman Bürki und Marwin Hitz

Roman Bürki hat eine starke Hinserie gespielt. © deltatre

Dennoch war Bürki ein zuverlässiger Rückhalt, seine Weiterentwicklung, die in der ersten Saison unter Trainer Lucien Favre markant war, fand auch in dieser Hinserie statt – auch wenn er seinen Vorjahresschnitt von 2,73 bislang mit 3,11 nicht erreicht hat.

Bürki patzte nur beim 3:3 gegen Leipzig folgenschwer und nimmt mittlerweile eine Führungsposition im Kader ein, er gilt auch als einer, dessen Wort bei seinen Vorderleuten Gewicht hat.

Herausragend gut waren seine Auftritte in der Champions League. Dort ist Bürki mit einem Notenschnitt von 2,5 sehr gut unterwegs. Im Heimspiel gegen Barcelona blieb er ohne Gegentor, sein Meisterstück aber machte er im letzten Gruppenspiel gegen Slavia Prag, als 18 Torschüsse der Tschechen auf seinen Kasten flogen, er aber nur einmal bezwungen wurde.

Bürkis Vertrag in Dortmund läuft nur noch bis zum Ende der kommenden Saison, Gespräche über eine Verlängerung wird der BVB wohl noch in der Rückrunde aufnehmen. Die Planungen der nächsten Jahre ruhen auf der Nummer 1 aus der Schweiz. Gesamtnote: 2,5

Die Bilanz von BVB-Ersatztorhüter Marwin Hitz ist kaum zu toppen

Marwin Hitz: Die klare Nummer zwei durfte sich in dieser Saison schon einige Male zeigen und erwies sich als unaufgeregter, aber immer sicherer Schlussmann. Bürkis Verletzung vor Saisonstart verschaffte ihm einen Einsatz im Supercup, auch das erste Saisonspiel bestritt er. Im Oktober profitierte Hitz erneut von einer Verletzung seines Kollegen und blieb in drei Bundesliga-Partien in Serie ohne Gegentor.

Der BVB-Hinrundencheck: Luxusproblem bei den Torhütern Roman Bürki und Marwin Hitz

Marwin Hitz hat vor allem in der Statistik der gehaltenen Torschüsse einen überragenden Wert. © deltatre

Den Status als Bürki-Vertreter sieht der 32-Jährige keineswegs als so festzementiert an wie noch in seiner Dortmunder Premieren-Saison. Hitz hat sich empfohlen in seinen bislang sieben Pflichtspielen, das beweist auch sein starker Liga-Notenschnitt von 2,83.

Seinen Ehrgeiz haben die allesamt gut verlaufenen Partien nur noch mehr angestachelt. „Nur auf der Bank zu sitzen, das tut manchmal schon weh“, gab er als Gast in unserer Talkrunde „19:09 – der schwarzgelbe Talk“ ehrlich zu.

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Ob zu seinen 289 bisherigen Bundesliga-Minuten nach der Winterpause weitere hinzukommen, wird wohl dennoch davon abhängen, ob Bürki gesund bleibt. Trainer Lucien Favre hat keinen Grund, im Tor Wechselspiele vorzunehmen, auch wenn Hitz eine beeindruckende Statistik weiter festigen konnte: Von seinen bisherigen elf Pflichtspielen im BVB-Trikot verlor der Schweizer nämlich nicht ein einziges, mit zehn Siegen und einem Remis ist seine Bilanz kaum zu toppen. Gesamtnote: 2

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