Der BVB im Corona-Hotspot: Brügge sehen - und schnell wieder weg!

Champions League

Der BVB begibt sich in den Corona-Hotspot Belgien. Es ist ein Champions-League-Kurztrip, der keine bösen Überraschungen liefern soll, weder gesundheitlich noch sportlich.

Dortmund

, 04.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erst am Dienstagabend hat sich der BVB auf den Weg nach Brügge gemacht.

Erst am Dienstagabend hat sich der BVB auf den Weg nach Brügge gemacht. © Groeger

Lucien Favre hätte wohl am liebsten nur über Fußball gesprochen, aber natürlich ging es am Dienstag auch um das Coronavirus. Borussia Dortmund reist nach Belgien zum Champions-League-Spiel gegen den FC Brügge (Mittwoch, 21 Uhr, live auf Sky). Es wird keine ganz alltägliche Dienstreise für den BVB, und sie fällt so kurz aus wie möglich.

BVB-Trainer Lucien Favre: „Wir sind am Limit“

„Wir wissen, dass es in Belgien gefährlich ist“, sagte Favre, seit Montag 63 Jahre alt. „Wir fliegen trotzdem. Wir müssen fliegen. Wir wollen fliegen.“ Es sei nun mal die Champions League, meinte der BVB-Trainer, es sei ein sehr wichtiges Spiel und er wolle mit seiner Mannschaft ein gutes Ergebnis erreichen. Trotzdem müsse man klar sagen, dass es eben „sehr gefährlich“ sei, was der Fußball mache. „Wir sind am Limit. Wir reisen durch ganz Europa, aber wir haben keine Wahl. Wir konzentrieren uns auf das Spiel und den Fußball. Aber wir wissen, dass das Virus da ist. Wir müssen weiter aufpassen.“


Um den schwarzgelben Tross in Belgien, wo die 14-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 1797 lag, bestmöglich zu schützen, schottet sich der BVB in Brügge maximal ab und reiste am Dienstag später an, als es bei Auswärtsspielen in der Champions League üblich ist. Sowohl die Spieltagspressekonferenz als auch das Abschlusstraining fanden nicht in Brügge, sondern noch in Dortmund statt, erst kurz vor 19 Uhr startete der Flieger in Richtung Belgien.

Der BVB kehrt direkt nach dem Spiel nach Dortmund zurück

Vor Ort in Brügge warteten am Flughafen dann separate Shuttlebusse auf die Dortmunder Reisegruppe, im Mannschaftshotel belegt der BVB einen abgeriegelten Trakt mit eigenem Sicherheitsdienst und eigenen Köchen. Nach der Partie wird es lediglich eine improvisierte und virtuelle Pressekonferenz mit Lucien Favre geben, und dann geht es auch schon wieder zurück nach Deutschland. Über Paderborn wird der BVB in der Nacht auf Donnerstag zurück nach Dortmund reisen, um den Corona-Hotspot Belgien im wahren Wortsinn lieber heute als morgen hinter sich zu lassen.

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Doch nicht nur die organisatorischen Begleitumstände sorgen für eine spezielle Note bei Borussia Dortmunds Kurztrip ins gut 300 Kilometer entfernte Brügge, auch sportlich ist gehörig Würze drin. Der FC Brügge ist in Gruppe F noch ungeschlagen und belegt mit vier Zählern aus zwei Spielen Platz zwei hinter Lazio Rom, das ebenfalls vier Zähler auf dem Konto hat. Eine Niederlage beim belgischen Meister steht für den BVB also auf dem Index, mindestens ein Unentschieden muss her, um in einer vermeintlich einfach zu meisternden Gruppe nicht frühzeitig um den Einzug ins Achtelfinale bangen zu müssen.

Borussia Dortmund reist mit Defensivproblemen nach Belgien

Das größte Problem, das es für Favre in Brügge zu lösen gilt, ist die Defensivformation seiner eigenen Mannschaft. In Manuel Akanji steht dem Schweizer nur noch ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. Mats Hummels fällt wegen muskulärer Probleme aus. Der BVB hofft auf eine Rückkehr seines Abwehrchefs gegen Bayern München am Samstag, für das Spiel in Brügge wird es allerdings „definitiv nicht klappen“, wie Favre am Dienstag berichtete.

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Gut möglich daher, dass Favre in der Verteidigung auf eine Dreierkette setzen wird. Thomas Delaney und Lukasz Piszczek könnten Akanji flankieren. Doch es gibt auch gute Nachrichten von der Personal-Front: Zumindest vorne kann Favre aus vollen Rohren zum Angriff blasen. Erling Haaland, der am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg des BVB in Bielefeld wegen leichter Knieprobleme pausierte, kehrt zurück in den Kader - und trifft in der Champions League ja eigentlich immer, wenn er spielen kann und darf.

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