Der BVB ist auf dem Weg zurück zur Leichtigkeit

Warschau als Aufbaugegner

In Warschau veränderte Thomas Tuchel seine Elf auf drei Positionen und stellte ein "Kindergarten"-Mittelfeld mit einem Durchschnittsalter von 20,6 Jahren auf, in dem Mario Götze mit seinen 24 Jahren bereits als "Oldie" durchging. Ein Qualitätsabfall im Vergleich zum Spiel in Leipzig war nicht zu verzeichnen, im Gegenteil: Der BVB drehte von der ersten Minute an auf und ließ nie einen Zweifel am angepeilten Auswärtssieg aufkommen.

WARSCHAU

, 15.09.2016, 21:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB ist auf dem Weg zurück zur Leichtigkeit

Bilder der Champions-League-Partie zwischen Legia Warschau und Borussia Dortmund.

Michael Zorc benötigte nicht viele Worte, um den auch in der Höhe verdienten 6:0-Erfolg von Borussia Dortmund bei Legia Warschau einzuordnen. "Unser Gegner hatte sicher nicht die Qualität von Real Madrid", sagte der BVB-Sportdirektor nach dem ersten Spiel der Champions-League-Gruppenphase beim polnischen Double-Sieger, der auf allen Ebenen überfordert war und seinen Trainer Besnik Hasi schier zur Verzweiflung gebracht hatte. "Was soll ich machen?", blaffte er am Mittwoch zu später Stunde in Richtung der Medienvertreter, "ich habe keine Außenverteidiger. Aber irgendwen muss ich ja aufstellen."

Perfektes Debüt

BVB-Trainer Thomas Tuchel, dessen Premiere in der Königsklasse "schöner nicht hätte laufen können", steht vor jedem Spiel vor einer ähnlicher Fragestellung. Doch anders als sein Kollege aus dem Kosovo hat der 42-Jährige nicht zu wenig qualitativ hochwertige Spieler, sondern eine breite Auswahl an potenziellen Startern. In Warschau wählte Tuchel vor allem im Mittelfeld eine besonders junge Mischung.

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BVB-Training in Brackel am 15. September

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 15. September.
15.09.2016
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Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 15. September.© Foto: Mallon
Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 15. September.© Foto: Mallon
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Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 15. September.© Foto: Mallon
Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 15. September.© Foto: Mallon
Schlagworte BVB , Borussia Dortmund

 "Wir haben extrem gute erste 30 Minuten gespielt", analysierte Zorc, fast noch zufriedener aber machte ihn, dass der BVB auch nach der 3:0-Pausenführung nicht nachließ, „sondern unabhängig vom Spielstand immer weitergespielt hat – auch dank der Spieler, die reingekommen sind“.

"Nichts zu meckern"

Vor allem Raphael Guerreiro und Götze waren es, die Höhepunkte setzten, aber auch Ousmane Dembélé und Christian Pulisic auf den Außenbahnen oder die eingewechselten Emre Mor und Gonzalo Castro strahlten große Spielfreude aus. „Da“, bilanzierte Zorc, „gab es nichts zu meckern.“ Warschau hatte sich als perfekter Aufbaugegner vor dem kommenden Bundesliga-Spiel gegen Darmstadt (Samstag, 15.30 Uhr) erwiesen.

Ein kleines Extralob vom Sportdirektor verdiente sich Götze, der nach sechs Minuten die 1:0-Führung erzielt hatte. Es war sein erster Champions-League-Treffer mit dem Kopf und sein erstes Tor für den BVB seit 1250 Tagen. „Mario ist auf einem guten Weg“, sagte Zorc, „die Sicherheit kommt wieder, am Fußballerischen gibt es ja ohnehin keinen Zweifel. Jetzt braucht er noch ein bisschen körperliche Widerstandsfähigkeit, um auch 90 Minuten lang Power machen zu können.“

Götze: "Fühle mich gut"

Götze wollte da nicht widersprechen. „Ich fühle mich gut“, sagte er und lächelte zufrieden. Die Leichtigkeit kehrt langsam in seine Aktionen zurück, auch neben dem Platz wirkt er zunehmend gelöster. Für den BVB ist das eine gute Nachricht, geht es im nächsten Champions-League-Spiel (27. September, 20.45 Uhr) doch tatsächlich gegen: Real Madrid. 

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