Der BVB ist in der Königsklasse zum Siegen verdammt

Champions League

Das Gruppenfinale wird zur Zitterpartie. Für Borussia Dortmund beginnt die K.o.-Phase der Champions League bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Punkterunde. Nach dem ärgerlichen 0:1 (0:0) gegen den FC Arsenal ist der Vorjahresfinalist im Kampf um das Achtelfinale zum Siegen verdammt.

DORTMUND

von Von dpa

, 07.11.2013, 12:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Enttäuschte Borussen nach dem Spiel gegen Arsenal (v.l.): Neven Subotic, Jonas Hofmann, Sokratis und Pierre-Emerick Aubameyang.

Enttäuschte Borussen nach dem Spiel gegen Arsenal (v.l.): Neven Subotic, Jonas Hofmann, Sokratis und Pierre-Emerick Aubameyang.

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Champions League, 4. Spieltag: BVB - FC Arsenal 0:1 (0:0)

Bilder der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Arsenal.
06.11.2013
/
Harter Zweikampf zwischen Robert Lewandowski (vorne) und Per Mertesacker.© Foto: dpa
Arsenals Mikel Arteta jubelt nach dem Abpfiff.© Foto: dpa
Aaron Ramsey (2.v.r.) erzielt per Kopf den entscheidenden Treffer.© Foto: dpa
Torhüter unter sich: Wojciech Szczesny (l.) und Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Henrikh Mkhitaryan (M.) und seine Teamkollegen bedanken sich bei den Fans.© Foto: dpa
Mesut Özil (r.) und Per Mertesacker jubeln nach dem Abpfiff.© Foto: dpa
Roman Weidenfeller (2.v.l.) spricht nach dem Spiel mit Per Mertesacker.© Foto: dpa
Verfolgte das Spiel von der Pressetribüne aus: Ilkay Gündogan.© Foto: dpa
Enttäuschte Borussen: Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Robert Lewandowski.© Foto: DeFodi
Neven Subotic (r.) stoppt Tomas Rosicky.© Foto: dpa
Trainer unter sich: Arsene Wenger (l.) und Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Jakub Blaszczykowski (r.) gewinnt das Kopfballduell gegen Kieran Gibbs.© Foto: DeFodi
Aaron Ramsey (l.) und Mesut Özil jubeln über das 1:0.© Foto: DeFodi
Zweikampf zwischen Mesut Özil (l.) und Nuri Sahin.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) setzt sich gegen Laurent Koscielny durch.© Foto: DeFodi
Tomas Rosicky (M.) schirmt den Ball gegen Marcel Schmelzer (r.) ab.© Foto: dpa
Sokratis (l.) im Zweikampf mit Olivier Giroud.© Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp vor dem Anpfiff.© Foto: dpa
Kevin Großkreutz (l.) verfolgt Kieran Gibbs.© Foto: dpa
Olivier Giroud (M.) hat keine Chance gegen Marcel Schmelzer (l.) und Neven Subotic (r.).© Foto: dpa
Marco Reus (r.) setzt sich gegen Bacary Sagna durch.© Foto: dpa
Arsenals Trainer Arsene Wenger.© Foto: dpa
Jakub Blaszczykowski (l.) und Kevin Großkreutz (r.) setzen Kieran Gibbs unter Druck.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (M.) im Zweikampf mit Per Mertesacker (r.) und Laurent Koscielny.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (l.) behauptet den Ball gegen Bacary Sagna.© Foto: dpa
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Bei aller verbliebenen Zuversicht überwog jedoch der Frust. Schließlich kam die Niederlage ausgerechnet im 100. Spiel in der Meisterklasse unter fast tragischen Umständen zustande. Mit 11:0 lag die Borussia in der Torschussstatistik vorn, ehe der FC Arsenal bei seinem ersten nennenswerten Angriff durch Aaron Ramsey in der 62. Minute eiskalt zuschlug.

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06.11.2013
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Aaron Ramsey (2.v.r.) erzielt per Kopf den entscheidenden Treffer.© Foto: dpa
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Sokratis (l.) im Zweikampf mit Olivier Giroud.© Foto: dpa
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Kevin Großkreutz (l.) verfolgt Kieran Gibbs.© Foto: dpa
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Arsenals Trainer Arsene Wenger.© Foto: dpa
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Robert Lewandowski (M.) im Zweikampf mit Per Mertesacker (r.) und Laurent Koscielny.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (l.) behauptet den Ball gegen Bacary Sagna.© Foto: dpa
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„Das tut weh“, gestand Mittelfeldspieler Nuri Sahin kleinlaut. Ähnlich groß war die erste Enttäuschung bei Trainer Jürgen Klopp: „Es war ein gebrauchter Tag. Alles was ich heute bieten kann, ist Perspektive. Die positivste Nachricht ist, dass wir mit zwei Siegen in die nächste Runde einziehen.“

Vor den beiden Endspielen gegen Neapel (26. November) und beim bisher punktlosen Schlusslicht Marseille (11. Dezember) rangiert der BVB in der Tabelle drei Zähler hinter dem Führungsduo aus England und Italien. Hält sich Dortmund bis zum Gruppenfinale schadlos und gewinnt Neapel sein letztes Spiel gegen den FC Arsenal, wäre sogar eine Konstellation denkbar, in der drei Mannschaften mit jeweils 12 Punkten vorn liegen. Selbst Arsenal-Coach Arsène Wenger wollte noch nicht von einer Vorentscheidung sprechen: „Die Gruppe ist sehr stark. Eine dieser drei Mannschaften wird einen hohen Preis zahlen müssen. Ich hoffe, dass wir das nicht sein werden.“

Angesichts der engen Abstände könnte es der Borussia noch zum Vorteil gereichen, dass sie den direkten Vergleich mit Arsenal dank des 2:1 im Hinspiel für sich entschied. Für Einwechselspieler Jonas Hofmann war das ein Grund mehr, nicht in Trübsinn zu verfallen: „Wir haben noch alle Chancen aufs Weiterkommen. Schon in der vergangenen Champions-League-Saison hat sich gezeigt, was für Wunder im Fußball möglich sind.“Die ungewohnt defensive Taktik, die Trainerfuchs Wenger seiner spielstarken Mannschaft entgegen ihrer eigentlichen DNA verordnet hatte, nahm der Borussia die Schlagkraft. Ihr gewohntes Erfolgsrezept, nach Aufbaufehlern des Gegners blitzschnell umzuschalten, kam deshalb nicht zum Tragen. „Die spielen mit fünf 10-ern im Mittelfeld“, klagte BVB-Coach Klopp mit Verweis auf die Ballsicherheit des Gegners, „da sind Balleroberungen schwierig.“

Die Freude über den Coup des englischen Spitzenreiters beim Bundesliga-Zweiten stand Wenger ins Gesicht geschrieben: „Das Dortmunder Spiel war heute ein bisschen steril.“ Im Gegensatz zum Franzosen war BVB-Keeper Roman Weidenfeller der Spaß an der Champions League im ersten Frust gründlich vergangen: „Fußball kann manchmal ungerecht sein. Wir hatten in London das Quäntchen Glück, heute sind wir bestraft worden.“ Nach dem märchenhaften Siegeszug durch Europa in der vorigen Saison bis zum Endspiel von Wembley gegen den FC Bayern (1:2) droht dem BVB nun ein ähnlich früher Knockout wie im Jahr zuvor. Das damalige Aus am Ende der Gruppenphase brachte dem Team von Klopp viel Kritik ein.Der Dortmunder Fußball-Lehrer ist guter Dinge, dass ihm ein ähnliches Szenario diesmal erspart bleibt. Ungeachtet des Rückschlags glaubt er weiter an ein Happy End. „Uns ist bewusst, dass es nicht leicht wird. Aber wir glauben an diese Chance. Es ist möglich - und dieses Wissen reicht uns.“

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