Der BVB mausert sich sich zum Start-Spezialisten - doch Augsburg ist ein Angstgegner

rnBorussia Dortmund

Der BVB ist ein Start-Spezialist - doch der FC Augsburg liegt den Borussen nur bedingt. Die Hoffnungen ruhen auf Paco Alcacer und Jadon Sancho. Die Fakten zum Bundesliga-Auftakt.

Dortmund

, 17.08.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

01.) Erfolgreiche Starter: Auf die komplette Bundesliga-Historie bezogen, gewann Borussia Dortmund nur 18 von 52 Partien am ersteb Spieltag (35 Prozent), doch mauserte sich der BVB in der jüngeren Vergangenheit zu einem echten Startexperten: Neun der vergangenen elf Auftaktpartien wurden siegreich gestaltet, zuletzt gab es hier sogar vier Siege hintereinander bei 13:2 Toren. Letztmals keine drei Punkte zum Auftakt gab es für die Schwarzgelben im letzten Klopp-Jahr 2014/15 (damals 0:2 zu Hause gegen Leverkusen).


02.) Der erste Titel ist schon da: Der BVB will endlich die Bayern-Dominanz in der Bundesliga brechen. Im Supercup gab es für den Rekordmeister einen Vorgeschmack auf die Qualität des größten Rivalen, so siegte Dortmund verdient mit 2:0 gegen den FCB. Die Borussia holte damit erstmals seit 2014 den ersten Titel des Jahres, für BVB-Coach Lucien Favre war es zudem die erste Trophäe als Trainer eines deutschen Vereins.


03.) Vorsicht, ein „Kleiner“: Natürlich wurde Dortmund in der vergangenen Saison final am 28. Spieltag durch die 0:5-Klatsche beim direkten Rivalen aus München von Platz eins verdrängt, dennoch verspielte man die mögliche Meisterschaft eher gegen die schwachen Teams der Liga. So gab es drei der vier Saison-Niederlagen 18/19 gegen Mannschaften, die am Saisonende in der unteren Tabellenhälfte landeten (Schalke, Düsseldorf und Augsburg), insgesamt sechsmal wurden gegen Teams ab Rang zehn Punkte abgegeben.

Der BVB mausert sich sich zum Start-Spezialisten - doch Augsburg ist ein Angstgegner

In der Rückrunde der vergangenen Saison kassierte der BVB in Augsburg eine bittere 1:2-Niederlage. © dpa

04.) Der Erfolgsgarant ist zurück: Mit der Verpflichtung von Mats Hummels sorgte der BVB für den wahrscheinlich größten Transfercoup des Sommers. Hummels wird nun erstmals seit dem 14. Mai 2016 wieder in der Bundesliga für Dortmund auflaufen (damals gab es zu Hause ein 2:2 gegen Köln) und er soll vor allem dabei mithelfen, ein entscheidendes Defizit im Vergleich zu den Bayern auszumerzen: So verpasste der BVB in der vergangenen Saison den Meistertitel auch, weil der Rekordmeister zwölf Gegentreffer weniger schlucken musste als Dortmund.


05.) Die große Jokershow: Paco Alcacer sorgt bei den FCA-Spielern für schlechte Erinnerungen, markierte er doch in der vergangenen Saison in nur 55 Einsatzminuten vier der fünf BVB-Treffer gegen Augsburg. Spektakulär war speziell sein Auftritt im Heimspiel, als er nach 59 Minuten in die Partie kam und in seiner kurzen Spielzeit dreimal traf. Der Spanier wurde damit zum ersten Borussen seit Norbert Dickel 1988, dem als Joker drei Treffer gelangen. Die Partie entwickelte sich damals zu einem fast reinen Duell zwischen dem BVB-Stürmer und dem kompletten FCA, Paco Alcacer glich zunächst zum 1:1 aus, egalisierte später erneut zum 2:2 und entschied das Spiel dann mit einem direkten Freistoß zum 4:3-Endstand in der sechsten Minute der Nachspielzeit.


06.) Sancho direkt wieder auf Ballhöhe: Dortmunds Topscorer der vergangenen Saison war im Supercup gegen die Bayern mit einem Assist und einem Treffer an beiden Toren beteiligt und somit im eigenen Stadion einmal mehr die ganz große Show. Zu Hause fühlt sich der Offensivmann einfach am wohlsten, bereits in der vergangenen Bundesliga-Saison war er in 15 der 17 Heimspiele mindestens an einem Treffer beteiligt, sammelte hier 22 seiner 31 Scorer-Punkte (acht Tore, 14 Assists).

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07.) Jubilar: Mario Götze sorgte in der Sommerpause mit Abwanderungsgedanken für Schlagzeilen und saß bei den beiden bisherigen Saisonspielen des BVB zunächst auf der Bank. Den Zweikampf gegen Paco Alcacer scheint er vorerst verloren zu haben. Der Weltmeister von 2014 steht vor seinem 200. Pflichtspiel im BVB-Trikot, könnte sich bei seinem Jubiläum sogar von seinem Bruder gratulieren lassen, der in Augsburg unter Vertrag steht.


08.) In die Suppe gespuckt: Der FCA punktete in vier der vergangenen sechs Bundesliga-Duelle gegen den BVB, das jüngste Spiel ging in Augsburg sogar mit 2:1 an den FCA, der damit am 24. Spieltag 2018/19 wichtige Punkte im Abstiegskampf sammelte und dem BVB im Meisterschaftsrennen kräftig einen mitgab. Matchwinner war der nun nach Mainz abgewanderte Ex-Borusse Dong-Won Ji, der beide FCA-Tore markierte.

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