BVB-Coach Lucien Favre war beeindruckt nach dem 2:0 gegen den VfL Wolfsburg. Der Linksverteidiger der Gäste hatte es ihm angetan, Jerome Roussillon. Einer für den BVB? Sein Trainer sagt: Ja.

Dortmund

, 11.04.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unaufgefordert hob Favre nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2:0) einen Spieler der Gäste heraus. „Sie waren zwei- oder dreimal sehr gefährlich“, analysierte der BVB-Trainer, „vor allem nach Flanken von Roussillon.“

Starke erste Bundesliga-Saison der Rakete

Der 26-jährige Franzose, vor dieser Saison vom HSC Montpellier zu den „Wölfen“ gewechselt, spielt eine sehr starke erste Bundesliga-Saison. Drei Tore, fünf Vorlagen und jede Menge Torschussbeteiligungen sind das Produkt vor allem seiner herausregenden Geschwindigkeit. Roussillon ist eine Rakete.

Der BVB sucht Linksverteidiger: Gedankenspiele um Roussillon und Filipe Luis

© Deltatre

Sein aktueller Trainer Bruno Labbadia vom VfL Wolfsburg traut seinem Linksverteidiger den Sprung zu einem Spitzenklub wie Borussia Dortmund zu. „Wenn es so wäre, würde mich das nicht überraschen. Er spielt eine sehr gute Saison, aber da geht noch mehr. In ihm schlummert noch ein großes Potenzial“, sagte der VfL-Coach.

„Ich kann nichts versprechen“

Die Dortmunder suchen für die kommende Saison einen neuen Linksverteidiger und haben deshalb wohl auch ein Auge auf den 26 Jahre alten Franzosen geworfen. „Ich kann nichts versprechen“, sagte Roussillon gegenüber Wolfsburger Medien (Donnerstag). „Aber wenn wir es in die Europa League schaffen, ist die Chance groß, dass ich hierbleibe.“

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Labbadia sieht das ähnlich. „Prinzipiell gehe ich erst einmal davon aus, dass er hier bleibt, weil er noch einen längerfristigen Vertrag hat“, sagte der Trainer. „Prinzipiell ist es aber auch erst einmal gut, wenn es überhaupt wieder Interesse an Spielern des VfL gibt. Denn das zeigt, dass die Mannschaft eine gute Arbeit macht.“

Interesse an Filipe Luis? Kein Dementi von Watzke

Eine andere Option für Borussia Dortmund könnte der Brasilianer Filipe Luis von Atletico Madrid werden. Der Vertrag des 33-jährigen Linksverteidigers läuft im Juni aus. In der Sky-Sendung „Wontorra“ verneinte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ein grundlegendes Interesse nicht.

Der BVB sucht Linksverteidiger: Gedankenspiele um Roussillon und Filipe Luis

Ist im Somemr ablösefrei zu haben: Filipe Luis. © dpa

„Ich weiß nicht, ob das einer für uns ist. Wenn, ist natürlich auch klar: Nur mit 19- und 21-Jährigen wird’s auch eng. Irgendwo mal einen Spieler dazu zu holen, der ein bisschen mehr Erfahrung hat, ist nie verkehrt.“ Wenn der BVB höre, dass ein Filipe Luis ablösefrei auf den Markt käme, „dann denkst du darüber nach“.

Favre drängt auf eine Alternative

Borussias Trainer Lucien Favre drängt auf weitere Alternativen für die Position des Linksverteidigers. Achraf Hakimi ist verletzt und nur noch ein weiteres Jahr ausgeliehen, Marcel Schmelzer weckt bei seinem Schweizer Chef wenig Begeisterung.

Abdou Diallo, der den Posten zumeist bekleidete, ist gelernter Innenverteidiger und eher eine Verlegenheitslösung, ihm fehlt der Vorwärtsdrang. Im Gegensatz zu einem Roussillon.

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