Der BVB will im Supercup gegen die Bayern ein erstes Zeichen setzen

rnBorussia Dortmund

Der BVB spielt gegen den FC Bayern um den Supercup. Es ist das Kräftemessen der beiden Klubs, von denen alle einen packenden Meisterschaftskampf erwarten. Das Interesse ist riesig.

Dortmund

, 03.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So richtig im Einklang mit dem sportlichen Wert steht das ganze Ballyhoo nicht. Wenn heute Abend (20.30 Uhr, live im ZDF und auf DAZN) im Signal Iduna Park der DFL-Supercup zwischen Borussia Dortmund und Bayern München angepfiffen wird, dann können Fußballfans in über 200 Ländern dabei zusehen, wie zwei Mannschaften um einen Pokal streiten, der zwar 53 Zentimeter hoch und 5,5 Kilogramm schwer ist, aber wohl in keiner Vitrine dieser Welt auf die prominentesten Plätze in der Trophäenauslage hoffen darf. Supercup bleibt Supercup, jedes Bundesliga-Spiel ist wichtiger, das würde vermutlich jeder der Protagonisten des großen Spektakels sofort unterschreiben.

Serienmeister trifft auf Herausforderer

Das Interesse ist trotzdem riesig. Das Stadion ist längst ausverkauft, über 40 Fernsehkameras übertragen das Spiel live in die ganze Welt. Es ist das erste Pflichtspiel, es ist der erste Titel der neuen Saison. Und es ist halt Dortmund gegen Bayern.

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Irgendwer wird mit Sicherheit wieder vom deutschen Clasico sprechen, weil ihm nichts Besseres einfällt, das Gigantenduell ist auch noch in der engeren Verlosung. Auf jeden Fall aber ist es das Aufeinandertreffen der beiden schillerndsten deutschen Fußballmannschaften. Es ist das Spiel des Rekord- und Serienmeisters aus München gegen den Herausforderer aus Dortmund, der so offen wie selten zuvor verkündet hat, dass die Meisterschale im kommenden Mai mal wieder um den Borsigplatz gefahren werden soll, der Marienplatz sei mittlerweile schließlich oft genug halb leer gewesen.

Reus: „Haben etwas Großes vor“

Deswegen geht es gar nicht so sehr um den Titel, es geht eher darum, ein erstes Zeichen zu setzen. Es ist ein bisschen wie beim Wiegen vor einem Boxkampf. Die Spannung ist groß, wer mehr auf die Platte bringt. Die Bayern, bei denen die Kaderplanung trotz der Transfers von Lucas Hernandez, Benjamin Pavard und Jann-Fiete Arp, die zusammen weit über 100 Millionen Euro gekostet haben, eher stockend voranschreitet wie ein klappriges Dreirad? Oder der BVB, der in Mats Hummels, Julian Brandt, Nico Schulz und Thorgan Hazard für viel Geld vier Spieler verpflichtet hat, von denen eigentlich jeder denkt, dass sie den Vizemeister entscheidend voranbringen?

Der BVB will im Supercup gegen die Bayern ein erstes Zeichen setzen

BVB-Kapitän Marco Reus sagt: „Es ist ein Prestige-Duell und das wollen wir natürlich gewinnen.“ © Guido Kirchner

Marco Reus sagt: „Weder wir noch die Bayern sind schon bei 100 Prozent. Aber es ist ein Titel zu vergeben, es ist ein Prestige-Duell und das wollen wir natürlich gewinnen.“ Für ihn und die Mannschaft sei es wichtig, gut in die neue Saison zu starten, erklärt der BVB-Kapitän. „Wir wollen den Fans zeigen, dass wir sofort voll da sind und dass wir etwas Großes vorhaben.“

Zorc: „Dieses Duell hat einen besonderen Reiz“

Michael Zorc bezeichnet das Spiel als „Ernstfall“ für beide Mannschaften. Der BVB-Sportdirektor meint: „Dieses Duell hat einen besonderen Reiz.“ Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagt: „Ich denke, dass beide Klubs das Spiel sehr ernst nehmen und dass es für beide ein richtiges Pflichtspiel ist.“ Er freue sich riesig drauf. „Die Voraussetzungen sind einfach besonders, alleine wegen des spannenden Meisterkampfes in der Vorsaison. Und selbst BVB-Trainer Lucien Favre, der sonst eher nüchtern auf kommende Fußballspiele blickt, räumt ein, dass es nun mal Dortmund gegen Bayern sei. „Es wird ein interessantes Spiel, auch wenn es mitten in der Vorbereitung liegt.“

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Nicht mit dabei in diesem „interessanten Spiel“ sind Julian Brandt, Thorgan Hazard und wohl auch Mats Hummels. Zudem fällt Roman Bürki wegen einer Risswunde am Schienbein aus. Der Rest ist an Bord. Den Supercup darf man sich in diesem Jahr freilich nicht entgehen lassen.

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