Der BVB will sich bei Rekordjagd aufs Finale einspielen

Abschluss gegen Freiburg

In der Ferne winkt schon die Chance aufs Double, ganz nahe ist die auf den Allzeitrekord an Punkten in einer Saison – Jürgen Klopp (44) hatte es in diesem Jahr deutlich einfacher, die Spannung in seiner Meisterelf aufrecht zu erhalten.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 04.05.2012, 08:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lucas Barrios zwickt es in der Wade. Der Stürmer will jedoch unbedingt ein Abschlussspiel im Signal Iduna Park, bevor er den BVB in Richtung China verlässt.

Lucas Barrios zwickt es in der Wade. Der Stürmer will jedoch unbedingt ein Abschlussspiel im Signal Iduna Park, bevor er den BVB in Richtung China verlässt.

Dass der SC Freiburg Spalier stehen und den Feierlichkeiten den festlichen Rahmen geben darf, wenn der BVB aus den Händen von BVB- und Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball die Schale in Empfang nehmen wird, freut Borussia Dortmunds Trainer in diesem Fall ganz besonders. „Das mit Freiburg“, meint Jürgen Klopp, „ist eine ganz, ganz großartige Geschichte.“ Ganz besonders, sagt Klopp, freue er sich darauf, endlich den Trainer und Vater des Aufschwungs beim SC Freiburg persönlich kennen zu lernen. Christian Streich hat das, was beim BVB einst mal als „Jugendwahn“ tituliert und von Klopp zur Perfektion gebracht wurde, eigentlich ja noch getoppt. Streich hat mit Mattias Ginter einen gerade 18-Jährigen zum Stammspieler in der Innenverteidigung gemacht, „man hat ja das Gefühl“, juxt Klopp, „dass er die halbe A-Jugend hochgezogen hat.“

Nicht nur wegen der Chance auf die magischen 81 Punkte erwartet Klopp aber von seiner Elf viel mehr als ein nettes Spielchen zum Ausklang. Nachdem er in Kaiserslautern aus unterschiedlichen Gründen auf gleich sechs Positionen rotierte, ist es für die Stammelf an der Zeit, wieder in den Rhythmus zu kommen. Es steht zu erwarten, dass die Anfangself am Samstag in weiten Teilen einer möglichen in acht Tagen im DFB-Pokalfinale gleicht. Allen angeschlagenen Spielern im Kader hat die Schonung gut getan – auf der Liste möglicher Ausfälle aber steht seit gestern der Name Lucas Barrios. Beim dreifachen Torschützen von Kaiserslautern sind die Wadenprobleme erneut aufgetreten. Gestern ließ Barrios auf Anraten von Teamarzt Dr. Markus Braun die Nachmittagseinheit aus.

Weil nur Rechtsverteidiger Patrick Owomoyela (Riss der Muskelhülle in der Wade) definitiv ausfällt, steht Klopp eine schwierige Entscheidung bevor. „Es ist“, meinte er, „eine der schlimmsten Aufgaben in diesem tollen Job als Trainer, einem Spieler, der nichts falsch gemacht und der sich immer vorbildlich benommen hat, sagen zu müssen, dass er dennoch nicht im Kader steht.“ Am Freitag wird Klopp einige dieser unangenehmen Gespräche führen müssen.   

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