Die Dortmunder Ausbeute stimmt - der Fußball noch nicht

Peter Stöger und der BVB

Fußballerisch ist das 2:0 des BVB gegen den Hamburger SV ein Rückschritt. Doch derzeit zählen die nackten Resultate. Hoffnung auf konstante Steigerung im weiteren Saisonverlauf gibt ein Trio.

DORTMUND

, 12.02.2018, 08:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit der Rückkehr von Marco Reus (l.) hofft Peter Stöger auf mehr Kreativität im BVB-Spiel. 

Mit der Rückkehr von Marco Reus (l.) hofft Peter Stöger auf mehr Kreativität im BVB-Spiel.  © imago

Als er seine Mission bei Borussia Dortmund im Dezember begann, gab es einen klaren Auftrag an Peter Stöger: Er sollte die Talfahrt bremsen, die Mannschaft defensiv stabilisieren, Punkte holen. Stöger hat, das lässt sich Mitte Februar sagen, die wichtigsten drei Punkte auf der großen To-do-Liste abgearbeitet.

"Kleiner Schritt nach vorne"

Vier Bundesliga-Spiele gewann die Borussia unter seiner Regie, drei Mal spielte sie unentschieden, als Makel steht nur das 1:2 im Pokal in München. Daher winkt dem Österreicher plötzlich sogar die Weiterbeschäftigung und eine Fortführung des eigentlich von beiden Seiten als bis zum Sommer befristet angesehenen Projekts.

Dass das Spiel gegen Kellerkind Hamburg nach dem Aufwärtstrend in Köln spielerisch ein Rückschritt war, nimmt man derzeit in Kauf. Es zählen die nackten Resultate. "Der Sieg tut uns gut, er gibt uns wieder ein Stück mehr Ruhe", gestand Stöger, er wiederum sah sogar "wieder einen kleinen Schritt nach vorn."

In der Stöger-Tabelle auf Rang zwei

In der besonderen "Stöger-Tabelle" seit dem 16. Spieltag, seinem ersten Spiel als BVB-Trainer (2:0 in Mainz), belegt die Borussia Rang zwei. Nur die Bayern sind mal wieder besser. Dennoch regte sich auch im Spiel gegen den HSV zur Pause Unmut auf den Rängen. Es gab Pfiffe für eine 45-minütige Phase, in der Dortmund nicht einen Torschuss abgab, Tempo und Ideenreichtum vermissen ließ und nicht den Eindruck erweckte, dem ersten Heimsieg 2018 näher zu sein als die Hamburger einer großen Überraschung.

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Borussia Dortmund hat gerade im eigenen Wohnzimmer oft spektakulären Fußball geboten. Das hat eine Erwartungshaltung entstehen lassen, die über den reinen Ergebnis-Fußball hinausgeht. Der BVB stand für große Unterhaltung, momentan arbeitet er mehr, als er spielt. Es ist Stögers nächste große Aufgabe: Mit den wieder stabileren Ergebnissen muss in absehbarer Zeit auch der Fußball wieder ansehnlicher werden.

Chancen-Schnitt deutlich gesunken

Die personifizierte Hoffnung auf mehr Kultur, Kreativität und Durchschlagskraft stand nach achtmonatiger Pause erstmals wieder auf dem Platz. Und mit der Rückkehr von Marco Reus sollen sich auch Spieler wie Mario Götze und Andre Schürrle besser entfalten.


7,75 Chancen pro Spiel erspielte sich der BVB an den ersten sieben Spieltagen der Saison. Seither ist der Schnitt gesunken. Nach Peter Bosz‘ letztem Spiel waren es noch 6,86. Unter Stöger waren es im Schnitt nur fünf Chancen pro Spiel. Gegen den HSV zählten die Statistiker gerade Mal drei.

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