Die fünf Krisen-Symptome von Borussia Dortmund

Durchwachsener Saisonstart

Schlechte Woche, Krise, Fehlstart: Spieler, Verantwortliche, Fans und Medienvertreter sind sich noch nicht recht einig darin geworden, wie man den Saisonstart von Borussia Dortmund umschreiben sollte. Fakt ist, dass der BVB derzeit nicht auf die Liga-Spitze schauen, sondern erst einmal zurück in die Spur finden muss.

DORTMUND

, 30.09.2014, 08:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB um Trainer Jürgen Klopp ist durchwachsen in die Saison gestartet.

Der BVB um Trainer Jürgen Klopp ist durchwachsen in die Saison gestartet.

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Nicht nur der zwölfte Tabellenplatz bereitet den Fans von Borussia Dortmund derzeit Bauchschmerzen. Es ist vor allem die magere Punkteausbeute, die Anlass zur Sorge gibt. War der BVB im Vorjahr mit 16 Punkten nach sechs Spielen noch gleichauf mit dem FC Bayern Spitzenreiter, liegen die Dortmunder (sieben Punkte) aktuell bereits sieben Punkte hinter den Münchnern zurück.

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Von der Meisterschaft kann da eigentlich kein Borusse mehr sprechen – es sei denn, der Klub plant eine Wiederholung der Aufholjagd aus der Saison 2011/2012, als der BVB trotz acht Punkten Rückstand nach sechs Spielen noch die Meisterschaft nach Dortmund holte. Aber Wunder, die gibt es leider in der Regel nur im berühmten Katja-Ebstein-Schlager von 1970.  

Neun Tore hat der BVB in den ersten sechs Saisonspielen geschossen. Drei davon erzielte Pierre-Emerick Aubameyang, zwei Adrian Ramos und eins Ciro Immobile. Im Sturm also läuft es einigermaßen. Sorgen bereitet die Torausbeute des Mittelfelds. Marco Reus und Shinji Kagawa trafen je einmal. Im Vorjahr standen zum gleichen Saisonzeitpunkt bereits sechs Mittelfeld-Tore zu Buche, insgesamt 16 Treffer.

 

In der Defensive liegen die größten Probleme derzeit. Um das festzustellen, genügt ein Vergleich der Gegentore in dieser Spielzeit und der Vorjahressaison. Waren es 2013/2014 lediglich fünf, kassierte man 2014/2015 bereits elf. In den vergangenen drei Spielen gab es stets zwei Gegentreffer, allesamt nach individuellen Patzern. Zu viele, um dieses Manko vorne durch eigene Treffsicherheit der Offensivkräfte auszugleichen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist bis heute kein ausgewiesener Freund der Rotation. Er vertraut meist seiner Stammelf, die er vereinzelt mit frischen Spielern "impft". Im Vorjahr kamen in den ersten sechs Partien 19 Spieler zum Einsatz, in dieser Saison waren es bereits 22, darunter die Bundesliga-Debütant Mitsuro Maruoka und U 23-Spieler Joseph-Claude Gyau.

Aufgrund der vielen Verletzten ist Klopp in fast jedem Spiel gezwungen, nicht nur seine Startelf auszutauschen, sondern auch das System anzupassen. Das Erlernen von Automatismen ist so nahezu unmöglich. Hinzu kommen Formkrisen einzelner Profis. Vor allem darin liegt das Absacken der Noten, die unsere BVB-Reporter nach jedem Spiel für die Leistungen der Spieler verteilen, begründet. Betrug die Durchschnittsnote im Vorjahr noch 3,10, kassieren die Profis in dieser Saison im Durchschnitt die Note 3,59 – als Schüler würde man damit nur ungern nach Hause kommen. Einen Taschengeld-Bonus gibt es dafür jedenfalls nicht.  

Im Herbst 2013 erwischte es den BVB knüppelhart. Alle paar Tage brach der Borussia ein Stammspieler weg – fortan blieben die Ergebnisse aus. Diesmal schlug das Verletzungspech von Anfang an zu. Selbst der verstärkte Kader kann die Ausfälle von Ilkay Gündogan, Marco Reus und Co. nicht adäquat auffangen.

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BVB-Training in Brackel am 29. September

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 29. September.
22.09.2014
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BVB-Training in Brackel am 29. September.© Foto: DeFodi
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BVB-Training in Brackel am 29. September.© Foto: DeFodi
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