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Doppel- gegen Dreifachsechs: Bayer ist ein konterstarker Gegner

Der BVB-Gegner

Im Verfolgerduell der Bundesliga trifft der BVB auf ein unorthodoxes System. Die Partie wird zu einem Kräftemessen zwischen Doppel- und Dreifachsechs. Bayer Leverkusen hat sich trotz der Etablierung unter den Top 3 der Liga in den vergangenen zwei Jahren zu einer passiven Mannschaft entwickelt.

DORTMUND

von Von Martin Rafelt (Spielverlagerung.de)

, 07.12.2013 / Lesedauer: 3 min
Doppel- gegen Dreifachsechs: Bayer ist ein konterstarker Gegner

Sonntag 29.11.2015, 1. Bundesliga, Saison 2015/2016, 12. Spieltag in Dortmund, BV Borussia Dortmund - VfB Stuttgart, Timo Werner (VfB) gegen Sven Bender (BVB) Foto: DeFodi.de +++ Copyright Vermerk DeFodi.de -- DeFodi Ltd. & Co. KG, Wellinghofer Str. 117, D- 44263 D o r t m u n d, sport@defodi.de, Tel 0231-700 500 44, Fax 0231-700 54 90, C o m m e r z b a n k D o r t m u n d, Kto: 36 11 76 100, BLZ: 440 400 37 // BIC COBADEFFXXX // IBAN: DE74 4404 0037 0361 1761 00 // Steuer-Nr.: 315/5803/1864 , USt-IdNr.: DE814907547 - 7% MwSt. *** Local Caption *** 00077103

Stattdessen lässt Sami Hyypiä stets mit drei defensiven Mittelfeldspielern agieren. Anders als in den meisten 4-3-3-Systemen formieren sich diese nicht als Dreieck, sondern stehen meist als klare Dreifachsechs nebeneinander. Das führt dazu, dass die Sechser stärker auf dem Flügel helfen können, aber weniger Zugriff auf das defensive Mittelfeld des Gegners haben.Dort bietet die Formation eine relativ freie Zone. Um diese zu kompensieren, rücken Bayers Flügelspieler ein und Stürmer Stefan Kießling positioniert sich sehr tief. So steht Bayer passiv und verzichtet meist auf das Attackieren der gegnerischen Innenverteidiger. Die Defensivformation lässt sich insofern als 4-3-3-0 bezeichnen. Ähnlich agierte diese Saison schon Eintracht Braunschweig gegen den BVB und hielt bis zu einer Systemumstellung lange Zeit die Null.

Leverkusen hat jedoch nachgelassen, was die dynamische Verteidigung ihrer freien Zone angeht. Die Flügelspieler helfen nicht mehr so konstant und intensiv wie vergangene Spielzeit. Dadurch ist es für den Gegner ungefährlicher, das Spiel aus diesen Räumen zu eröffnen. Das gelang dem BVB schon vergangene Saison, indem Gündogan und Götze sich in diese Räume bewegten und immer wieder durch die Dreifachsechs durchbrechen konnten. Dieses Mal wird vor allem Nuri Sahin diese Aufgabe zufallen. Seine Vertikalpässe dürften Lars Bender und Co. unter Druck setzen. Zudem können auch Dribblings von Mkhitaryan und Reus – sofern einsatzfähig – in diesem Bereich helfen, um in den Zwischenlinienraum zu kommen und von dort die Abwehr zu attackieren.

Wichtig dabei ist jedoch die Absicherung dieser Angriffe, hier dürfte vor allem Sven Bender sehr gefordert sein. Nach Balleroberung gehen Bayers Angreifer sofort diagonal in Richtung Tor. So sind sie kaum von den breit positionierten Außenverteidigern des Gegners zu fassen, sondern müssen in den Halbräumen von den Sechsern aufgefangen werden.Am vielversprechendsten ist, die Konter per Gegenpressing sofort im Keim zu ersticken, doch das ist vor allem bei Ballverlusten im Zentrum schwierig.

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