Ein einziges Defizit - wie Thomas Tuchel 2016 die BVB-Niederlage in Frankfurt erlebte

Zeitspiel

2016 gab es nichts zu holen für Borussia Dortmund in Frankfurt. Überhaupt: Die jüngste Bilanz des BVB bei der Eintracht gibt Anlass zur Sorge – aber auch zur Hoffnung.

Dortmund

, 21.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein einziges Defizit - wie Thomas Tuchel 2016 die BVB-Niederlage in Frankfurt erlebte

Not amused! Thomas Tuchel war im November 2016 mit der Leistung seines Teams in Frankfurt mehr als unzufrieden. © imago

Es ist ein bisschen kompliziert, wenn Borussia Dortmund auf Eintracht Frankfurt trifft. Eigentlich ist die Eintracht der absolute Lieblingsgegner des BVB, denn: In der Bundesliga-Historie feierten die Schwarzgelben gegen Frankfurt die meisten Siege (44) und verbuchen gegen die Hessen die beste Tordifferenz (+49). Auch im Pokalfinale 2017 (2:1) war auf die Statistik Verlass.

Zwei Punkte aus fünf Spielen in Frankfurt

Aber – und das macht die Sache nun mal ein bisschen kompliziert – auswärts in Frankfurt war zuletzt nicht mehr viel von einem Lieblingsgegner zu sehen. In den vergangenen fünf Spielen in der Commerzbank Arena holte der BVB nur zwei Punkte. Drei Niederlagen, zwei Unentschieden: Die jüngste Bilanz des BVB in Adler Attilas Wohnzimmer ist schlechter als die Einschaltquoten von 3sat.

Stichwort schlecht: Besonders dürftig beziehungsweise defizitär fand Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel den Auftritt seines damaligen Teams beim 1:2 am 26. November 2016. Szabolcs Huszti (46.) und Haris Seferovic (79.) hatten für die Eintracht getroffen, Pierre-Emerick Aubameyang (77.) war nur der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen, Ousmane Dembele war in der Nachspielzeit auch noch an der Querlatte gescheitert.

Thomas Tuchel ist nicht zu bremsen

Ein „einziges Defizit“ nannte Tuchel die Leistung seiner Mannschaft. „Technisch. Taktisch. Mental. Bereitschaft. Komplett. Von der Trainingswoche bis heute hier zur Leistung von der ersten bis zur letzten Minute – eine Leistung, die keinen einzigen Punkt verdient hat.“

Auch das Gegentor direkt nach der Halbzeit kam beim heutigen Trainer von Paris Saint-Germain nicht gut an. „Die Art und Weise, wie wir aus der Kabine gegangen sind, da hätt’s mich fast gewundert, wenn wir keins gekriegt hätten“, spottete Tuchel.

Zuletzt holte der BVB zwei Punkte in Frankfurt

Nach so viel schlechter Laune jetzt noch schnell eine gute Nachricht aus BVB-Sicht: Seit diesen Worten von Thomas Tuchel hat Borussia Dortmund in Frankfurt immerhin nicht mehr verloren. Vergangene Saison hieß es am Ende 1:1, in der Spielzeit davor 2:2. Die schlimmsten Defizite scheint Thomas Tuchel wohl in die Wüste geschickt – oder mitgenommen zu haben.

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