Ein Remis, auf das der BVB stolz sein darf

Der Kommentar

Viel wichtiger als das Remis und der Gruppensieg könnte auf lange Sicht betrachtet der Erfahrungsgewinn sein, der mit diesem 2:2 einhergeht. Marcel Schmelzer wies darauf hin, als er meinte, wie viel gerade Borussia Dortmunds junge Spieler aus einem 2:2 im Bernabeu, gegen eine der besten Mannschaften Europas, mitnehmen könnten.

MADRID

, 08.12.2016, 00:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Remis, auf das der BVB stolz sein darf

Der BVB zieht als Gruppenerster ins Achtelfinale der Champions League ein.

Auf dem Trainingsplatz lassen sich solche 90 Minuten nicht simulieren, auch nicht in einem "normalen" Bundesligaspiel. Der BVB durfte stolz sein auf dieses Unentschieden, das Real Madrid mehr nerven dürfte, als die Spieler der Königlichen dies nach dem Abpfiff zugeben wollte. Wieder einmal hatte die Borussia bewiesen, in großen Spielen über sich hinauswachsen zu können. Dem Trainer blitzte dieser Stolz quasi aus den Augen, Thomas Tuchel, ansonsten gern der nüchterne Analytiker, geriet regelrecht ins Schwärmen.

Markenzeichen dieser Mannschaft

Tuchel wird zwar die Augen nicht davor verschließen, das auch eine Portion Glück mit im Spiel war. Die Abwehr schwamm bisweilen bedenklich, Madrid hatte eine Fülle guter Gelegenheiten. Das merkte auch Marco Reus an, als er davon sprach, dass man deutlich zu viele Gegentore bekommen habe in den vergangenen Wochen. Roman Weidenfeller wuchs im Tor über sich hinaus, auch er war am Ende ein Retter dieses Gruppensiegs.  

Doch es ist eben auch ein Markenzeichen dieser Mannschaft, dass sie in vielen Spielen in der Lage ist, Schwächephasen zu kompensieren. Das offensive Potenzial ist gewaltig, mit Marco Reus kam ein ganz anderer Schwung ins Team, und es war auch kein Zufall, dass ein Emre Mor den Ausgleich durch seine Balleroberung mit klugem Pass nach vorn einleitete. Wohl dem, der von der Bank aus noch so viel Dynamik bringen kann.

Gerüstet für das Achtelfinale

Wer in Madrid besteht, der scheint gerüstet zu sein für das Achtelfinale, auch wenn Gruppenzweite wie Manchester, Paris oder Sevilla nicht gerade als Wunschlos zu bezeichnen sind. In der Vorrunde hat Borussia Dortmund aber schon eine gewaltige Duftmarke gesetzt. Gruppensieger vor Real, mit 21 Treffern ein neuer Torrekord - der BVB blickt auf eine fast perfekte Vorrunde zurück.

Jetzt lesen

 

Lesen Sie jetzt