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Eintrachts Stärke liegt auf den Flügeln und in der Flexibilität

Die Taktik-Analyse

Die Frankfurter Eintracht ist bisher eins der am schwierigsten auszurechnenden Teams der Bundesliga. Durch die sehr flexiblen Neuzugänge Flum und Rosenthal können sie das Spiel zwischen Mittelfeld und Angriff sehr unterschiedlich angehen.

DORTMUND

von Von Martin Rafelt (Spielverlagerung.de)

, 01.09.2013 / Lesedauer: 3 min
Eintrachts Stärke liegt auf den Flügeln und in der Flexibilität

Wichtiger Faktor im Frankfurter Spiel: Sebastian Rode (vorne).

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN:
BVB: Weidenfeller - Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer - Kehl, Sahin - Blaszczykowski, Mkhitaryan, Reus – Lewandowski
Eintracht: Trapp - Celozzi, Zambrano, Anderson, Oczipka - Rode, Flum - Aigner, Meier, Inui - Kadlec

Das Frankfurter Ballbesitzspiel basiert auf den offensivstarken Außenverteidigern, die sowohl im 4-2-3-1 als auch im 4-3-1-2 weit aufrücken. Das Passspiel im Mittelfeld ist trotz hoher Grundqualität jedoch etwas unkonstant. Bei Ballverlusten kann der Gegner daher schnell über die Flügel durchbrechen und durch Konter zu großen Chancen kommen.In der vergangenen Spielzeit waren die Borussen oft anfällig für offensivstarke Außenverteidiger. Das spektakuläre 3:3 bei der Eintracht in der vergangenen Hinrunde war zu großen Teilen das Ergebnis dieses Frankfurter Stilmittels. Damals dominierte der BVB die erste Hälfte, als Frankfurt zurückhaltend spielte, und bekam erst Probleme, als Vehs Elf nach dem 0:2-Rückstand mehr Risiko ging. Falls die Gastgeber sich also zu einer mutigen Herangehensweise entscheiden, kann das Spiel auf beide Seiten kippen. Entscheidend wird dann sein, wie Dortmund die Bälle erobern kann.

Angesichts der bisherigen Konterstärke der Borussia ist aber wahrscheinlicher, dass sich die Eintracht auf ihre Defensive konzentriert und erst einmal weniger Risiko nach vorne geht. Gegen den Ball können die Frankfurter den Gegner frühzeitig mannorientiert zustellen oder sich um die Mittellinie herum in einem Mittelfeldpressing formieren.Da der BVB gerade mit schnellem Spiel und langen Bällen gefährlich werden kann, wird vermutlich zweitere Variante hauptsächlich genutzt werden. Dann wird das Dortmunder Passspiel im Mittelfeldzentrum der wichtigste Faktor werden.

Mit dem dynamischen Rode auf der Sechs und defensivstarken Spielern wie Flum oder Meier davor ist die Eintracht besonders in diesem wichtigen Bereich anpassungsfähig und kann aus dem 4-2-3-1 auch einmal flüssig ein 4-1-4-1 herstellen. Mkhitaryan und die Flügelspieler müssen daher flexibel Lücken in der Offensive suchen, während Sahin und Hummels aufpassen müssen, nicht zugestellt zu werden. Bei eigenem Ballbesitz stimmte beim BVB jedoch zuletzt vor allem die Raumaufteilung. Auch wenn die Angriffe nach vorne nicht optimal durchgespielt wurden, waren sie dadurch zumindest hervorragend abgesichert. Auf dieser Grundlage basiert das berüchtigte Dortmunder Gegenpressing.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die flexible Eintracht den BVB mit verschiedenen Varianten überraschen kann, es jedoch sehr schwer haben dürfte, eine Alternative zu finden, die wirklich funktioniert.  

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN:
BVB: Weidenfeller - Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer - Kehl, Sahin - Blaszczykowski, Mkhitaryan, Reus – Lewandowski
Eintracht: Trapp - Celozzi, Zambrano, Anderson, Oczipka - Rode, Flum - Aigner, Meier, Inui - Kadlec

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