Einzug ins Achtelfinale bringt BVB Selbstvertrauen

Konzentration aufs Kerngeschäft

Es gab schon Jahre, da knallten symbolisch die Sektkorken nach so einem Erfolg: Der BVB steht im Achtelfinale der Champions League, überwintert also in der Königsklasse und hat damit das erste Saisonziel vorzeitig erreicht. Euphorie versprühte allerdings keiner der Borussen nach dem 1:0 gegen Sporting am Mittwochabend.

Dortmund

, 04.11.2016, 06:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Man hat uns die Unsicherheit ein bisschen angemerkt. Natürlich strotzen wir aufgrund der letzten Spiele nicht gerade vor Selbstvertrauen“, sagte Matthias Ginter, der als Rechtsverteidiger eine passable Partie und eine perfekte Flanke zum erkämpften 1:0 beigesteuert hatte. Freude ja, Ausgelassenheit nein. Dieser Sieg und das Ticket für die K.o.-Runde in Europa könne aber durchaus dazu beitragen, neues Selbstvertrauen zu schöpfen, „das müssen wir uns jetzt von Spiel zu Spiel wieder neu holen“.

Zorc: "Sehr gute Leistung"

Sportdirektor Michael Zorc bescheinigte in seinem Fazit „eine sehr gute Leistung und sehr hohe Effektivität in der Champions League, gerade auch angesichts der Probleme, die wir im Kader hatten“. Nach vier von sechs Spieltagen bereits in der nächsten Runde zu sein, das sei „nicht normal, nicht alltäglich“, so Zorc. Die Konstellation zu nutzen und nach Reals 3:3-Patzer in Warschau als Gruppenerster einzulaufen, könne ein lohnenswertes Ziel sein. Ein einfacheres Los im Achtelfinale sei damit aber keineswegs gesichert. „Ob du dann Barcelona oder Manchester City zugelost bekommst, das macht den Kohl auch nicht mehr fett.“ Auch vor zwei Jahren gewann der BVB seine Vorrundengruppe – und scheiterte gegen Juventus Turin an einem Gruppenzweiten, der es ins Finale schaffte. Bis zur Auslosung am 12. Dezember dauert es noch eine Weile, und bei den Schwarzgelben besitzen jetzt vorerst andere Gedanken Priorität.

Nach vier sieglosen Spielen in der Bundesliga „haben wir Federn gelassen“, betont Zorc. Er setzt mit sämtlichen Vereinskameraden darauf, durch einen Sieg am Wochenende in Hamburg mit einem Erfolgserlebnis in die zweiwöchige Länderspielpause zu gehen. Danach folgen das Heimspiel gegen den FC Bayern und die Versammlungen von Aktionären und Mitgliedern – eine gute Stimmung käme da sicherlich allen Borussen gelegen.

"Positive mitnehmen"

Auch Trainer Thomas Tuchel wollte sich nach dem Sporting-Spiel „das Ergebnis einrahmen“ und „das Positive mitnehmen“. Doch nicht nur er vermisste „diese Selbstverständlichkeit“ im Spiel seiner gebeutelten Mannschaft. Darüber, dass auch sein Matchplan nicht gegriffen hatte, wollte er „lieber den Mantel des Schweigens“ decken.

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BVB-Training in Brackel am 3. November

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 3. November.
03.11.2016
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Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 3. November.© Foto: Kirchner
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Ob das von Unruhe bestimmte Auftreten an seinen falschen Vorgaben oder an der mangelhaften Ausführung der Rasenmänner lag, das behielt Tuchel lieber für sich.

Probleme bei Ballbesitz

Die Probleme bei eigenem Ballbesitz waren offenkundig, die Anzahl der Torchancen erneut gering. Immerhin blieben die Borussen erneut ohne Gegentor, was nicht nur Torwart Roman Bürki freute: „Wir haben gerade vorne etwas Probleme, viele Tore zu schießen. Umso wichtiger ist es, dass wir hinten zu null spielen.“ Sein Vordermann Ginter bezeichnete es als „Frage der Balance, ob wir offensiv oder defensiv gut spielen“. Auch das hörte sich mehr nach Konzentration aufs Kerngeschäft an als nach Träumen von europäischen Höhenflügen. 

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