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Elfmeter in der Bundesliga: BVB-Verteidiger Hummels feuert Debatte an

Borussia Dortmund

In der Bundesliga werden zu viele Elfmeter gegeben. Das ist die These. BVB-Abwehrchef Mats Hummels mischt sich in die Debatte ein – und hat eine klare Meinung.

Dortmund

, 11.11.2020, 09:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Verteidiger Mats Hummels (l.) im Zweikampf mit Bayerns Stürmer Robert Lewandowski.

BVB-Verteidiger Mats Hummels (l.) im Zweikampf mit Bayerns Stürmer Robert Lewandowski. © picture alliance/dpa

Mats Hummels ist ein Lautsprecher. Auf dem Platz als BVB-Abwehrchef. Neben dem Feld als mündiger Profi, der stets seine Meinung klar und deutlich äußert. Am Dienstag hat der Verteidiger von Borussia Dortmund zur Elfmeterflut in der Bundesliga Stellung bezogen und erntet viel Zustimmung.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels: „Es werden viel zu viele Elfmeter gepfiffen“

„Mal ein Kommentar von einem Spieler dazu: es werden viel zu viele Elfmeter gepfiffen. Sowohl bei Handspielen als auch bei angeblichen Fouls (Stichwort „Kontakt“)“, schrieb BVB-Verteidiger Hummels bei Twitter und heftete einen Bericht des Fußballfachmagazins „Kicker“ an, in dem es um die Elfmeterflut in der Bundesliga geht.

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In dem Artikel prangern Funktionäre und Protagonisten des deutschen Profifußballs die aktuelle Regelauslegung an, empfinden die Elfmeter-Entscheidungen in vielen Situationen als zu überzogen. Dabei ist das Thema nicht neu. BVB-Coach Lucien Favre hat sich schon vor Monaten über die Handspielregel echauffiert. „Es ist Wahnsinn“, sagte er. Seine Reaktion damals auf der Pressekonferenz ist gut in Erinnerung geblieben. Der sonst so ruhige Schweizer verschränkte die Arme hinter dem Rücken, um ein unnatürliches Abwehrverhalten zu demonstrieren. „Wie soll das gehen? Ein Verteidiger benötigt seine Arme, um die Balance zu halten. Er kann sie sich nicht abschneiden. Es geht so nicht“, sagte er immer wieder, wurde für seine Verhältnisse sogar etwas lauter.

Elfmeter-Debatte in der Bundesliga: BVB-Profi Hummels erhält Zustimmung

Aktuell werden vor allem die vielen Foulelfmeter in der Bundesliga angeprangert. Am vergangenen Spieltag blieb lediglich in Dortmund der Elfmeterpfiff aus, in jedem anderen Stadion hatte es einen gegeben. Nicht alle waren gerechtfertigt.

Die Kritik von Hummels, der beim BVB in der Defensive Unterstützung von Dan-Axel Zagadou bekommen wird, jedenfalls erntete in den sozialen Medien reichlich Zustimmung. Auch Weltmeister-Kollege und Gladbach-Verteidiger Matthias Ginter sprang seinem ehemaligen Mitspieler zur Seite. „+1“, schrieb er in Bezug auf den Tweet von BVB-Verteidiger Hummels und äußerte so seine Zustimmung. Der ehemalige Fußballprofi Ralph Gunesch stimmte ebenfalls zu – ebenso wie zahlreiche Fußballfans.

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Ob die Elfmeterflut in der Bundesliga dadurch eingedämmt wird, sei mal dahingestellt. Fest steht: BVB-Abwehrchef Mats Hummels hat der Debatte zumindest neuen Schub verliehen. Vielleicht ändert sich etwas.

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