Es knirscht in Borussia Dortmunds Zentrale

Weigl braucht Unterstützung

Julian Weigl redete am vergangenen Samstag nicht lange um den heißen Brei herum und nahm eine Teilschuld an der 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt auf seine Kappe. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, erklärte der Sechser, „da kann ich mich als Beispiel nennen.“

Dortmund

, 30.11.2016 / Lesedauer: 2 min
Es knirscht in Borussia Dortmunds Zentrale

Noch nicht so konstant stark wie in seiner überragenden Premieren-Saison beim BVB: Julian Weigl (l.).

Weigl ist in seiner zweiten Saison als BVB-Profi noch auf der Suche nach der Selbstverständlichkeit der Vorsaison. Häufiger als in der vergangenen Spielzeit schleichen sich Fehler in sein Spiel. Diese Patzer sind allerdings nicht allein seiner Form geschuldet, sie sind zum Teil auch den veränderten Gegebenheiten geschuldet.

Weigl fehlt Partner für den Spielaufbau

Anders als in der Vorsaison, als Weigl im Spielaufbau häufig von Mats Hummels und Ilkay Gündogan unterstützt wurde, fehlen ihm aktuell als alleiniger Sechser die geeigneten Partner, um den Ball auf verschiedenen Wegen in die Offensive zu tragen. Das führt vor allem gegen stark pressende Gegner wie Leverkusen und Leipzig, aber auch gegen aggressive Mannschaften wie zuletzt Frankfurt zu einem Stocken im Spielfluss, zu einer Verlangsamung des Tempos – zuweilen auch zu Ballverlusten, weil der gesamte Dortmunder Aufbau zumindest derzeit weniger pressingresistent ist als im Vorjahr.

Ein Spieler, der hier Abhilfe schaffen könnte, ist Raphael Guerreiro, doch der ist nach einer Adduktorenverletzung und später aufgetretenen muskulären Problemen noch nicht zurück im Teamtraining. Auch Marc Bartra hat in Ansätzen gezeigt, dass er gute Spiel-Auslösungen im Fuß hat, dem Spanier fehlt allerdings noch die Konstanz. Ähnliches gilt für seinen Innenverteidiger-Kollegen Matthias Ginter oder Gonzalo Castro, die beide zuletzt formschwach agierten. Mario Götze wird weiter vorne benötigt.

Tuchel muss Lösung finden

BVB-Trainer Thomas Tuchel wird für diesen neuralgischen Punkt in seiner Formation zügig eine Lösung finden müssen – sonst drohen in den nächsten Wochen, wenn es gegen unangenehme Gegner wie Hoffenheim und Köln geht, weitere Punktverluste.

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