Europa League bringt noch keine Planungssicherheit

BVB-Rückkehr perfekt

DORTMUND Seit Sonntag, 17.17 Uhr, ist Borussia Dortmunds Rückkehr auf die internationale Bühne des europäischen Fußballs endgültig perfekt – exakt 570 Tage nach dem letzten Auftritt am 2. Oktober 2008.

von Von Dirk Krampe

, 26.04.2010 / Lesedauer: 2 min
Europa League bringt noch keine Planungssicherheit

Perfekte Symbiose: Jürgen Klopp zieht den Hut vor den Fans, die Fans huldigen dem Erfolgscoach.

Nicht nur dieser Fakt ist ein Grund dafür, dass einige Bundesliga-Manager der Europa League in ihrer derzeitigen Konstellation kritisch gegenüber stehen. Sie wünschen sich vor allem eine deutliche finanzielle Aufwertung dieses Wettbewerbs. „Ein One-Way-Flug nach Moskau“, sagte Stuttgarts Manager Horst Heldt am Samstag der Süddeutschen Zeitung, „wird in der Europa League ja nicht billiger.“ Die Schere zwischen dem von den Bayern einst als „Cup der Verlierer“ titulierten Wettbewerb und der lukrativen Champions League klafft gigantisch weit auseinander. Dort kassieren die qualifizierten Teams ein Startgeld von 3,8 Millionen Euro (Europa League 600 000), als Siegprämie werden 800 000 Euro (EL 120 000) überwiesen.

„Werden wir Vierter oder Fünfter, können wir mit circa einer bis 1,5 Millionen Euro planen“, sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. „Grundsätzlich ist die Diskrepanz zur Champions League tatsächlich zu groß“. Watzke sagt aber auch: „Wir sind gerade wieder dabei, unsere Visitenkarte international abzugeben. Da werden wir nicht lamentieren.“ Dazu bleiben dem BVB zwei Chancen, um doch noch auf Rang drei zu springen. „Die Europa League ist die Realität“, sagt Verteidiger Mats Hummels, „alles andere ist der Bonus.“

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