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Ex-Borusse Thomas Eisfeld spielt im Konzert der Großen mit

Beim FC Arsenal

Es muss 2008 gewesen sein, da haben Thomas Eisfeld und sein Berater Reza Fazeli einen Plan ausgearbeitet. Eisfeld, erst 15 Jahre alt und gerade neu als Jugendspieler bei Borussia Dortmund, wollte in die Premier League, am liebsten zum FC Arsenal. Der Klub sei schließlich für seine gute Jugend-Förderung bekannt. Heute, vier Jahre später, ist er diesem Traum ein großes Stück näher gekommen.

DORTMUND

von Von Marc Fröhling

, 16.08.2012, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
2. Bundesliga - 23. Spieltag: VfL Bochum - FSV Frankfurt am 27.02.2015 im Rewirpower-Stadion in Bochum. Bochums Thomas Eisfeld (r) und Selim Gündüz jubeln über das 2:0. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

2. Bundesliga - 23. Spieltag: VfL Bochum - FSV Frankfurt am 27.02.2015 im Rewirpower-Stadion in Bochum. Bochums Thomas Eisfeld (r) und Selim Gündüz jubeln über das 2:0. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Von Dortmund-Brackel nach London in drei Tagen, statt U19-Trainer Sascha Eickel stand er auf einmal Arsenal-Urgestein Arsène Wenger gegenüber: „Das war eine große Ehre, ihn zu sehen.“ Wenger sprach Deutsch mit dem 19-jährigen Talent, sagte ihm, er sei ein guter Junge. „Wir haben ihn lange beobachtet, er hat die Einstellung und die technischen Fähigkeiten, um eine wertvolle Verstärkung für unser Team zu sein“, wird er die für alle Seiten überraschende Verpflichtung später rechtfertigen. Denn Eisfeld hatte weder beim BVB noch in den Jugendabteilungen des DFB für richtig große Schlagzeilen gesorgt. Doch die Saisonvorbereitung gibt Wenger bisher Recht. Eisfeld, der seit dem Wechsel fast ausschließlich mit dem Profi-Kader trainiert hatte, litt während der Saison noch unter einer Verletzung, bestritt insgesamt nur drei Spiele für die Reserve und schoss dabei immerhin ein Tor.

Jetzt ist er schon länger wieder fit, reiste mit den Profis durch Asien, machte zuletzt mit dem 2:2-Ausgleichstreffer gegen den Hongkonger Klub Kitchee SC auf sich aufmerksam. „Das war eine sehr schöne Erfahrung für mich, man hat gesehen, wie groß der Verein ist, mit verrückten Fans auf der ganzen Welt.“ Und auch die Rückmeldung von Wenger war positiv: „Er hat mir gesagt, ich habe mich gut präsentiert. Wenn ich so weiter mache und mein Bestes gebe, würde ich während der Saison auch Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft bekommen.“Die Eingewöhnung in London fiel ihm nicht allzu schwer, drei weitere deutsche Jugendspieler wohnten in der Umgebung, Familie und Freundin besuchten ihn im Schnitt alle zwei Wochen – außerdem sei der Ex-Bremer Per Mertesacker direkt beim ersten Training auf ihn zu gekommen und habe ihm Hilfe angeboten. „Das hat mir sehr geholfen“, berichtet Eisfeld, auch Neu-Verpflichtung Lukas Podolski habe er vor der Asien-Reise schon getroffen, „ein netter Typ“. Und von Leuten wie Stürmerstar Robin van Persie könne er sowieso noch viel lernen.

Eisfelds Stärken? „Ich denke, ich habe ein gutes Passspiel, ein gutes Auge, gute Technik. Aber das sollen andere beurteilen.“ Eisfeld ist bescheiden geblieben, auch für die Kommentare unter Videos von ihm und Artikeln über ihn, die ihn als den neuen Fabregas, Rosicky, Götze loben, hat er nicht viel übrig: „Ich gucke mir sowas nicht an, bin niemand, der seinen Namen googelt.“ Denn er hat auch schon negative Erfahrungen gemacht, war oft verletzt. Mal bereitete der Rücken Probleme, dann rissen Sehnen und Muskel im Knie. Konsequentes Muskeltraining soll das in Zukunft verhindern, damit Eisfeld auch weiter so gut spielen kann. „Jetzt muss ich erst mal versuchen, das bisher hohe Niveau zu halten“, sagt Eisfeld. Eher ein Luxusproblem auf der letzten Etappe zur endgültigen Erfüllung seines Traumes von 2008.

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