Ex-BVB-Profi Großkreutz fliegt bei Uerdingen raus – Karriereende?

Borussia Dortmund

Mit Borussia Dortmund feierte Kevin Großkreutz fantastische Triumphe. Nach seiner Glanzzeit beim BVB aber wurde er nirgendwo mehr glücklich. In Uerdingen gibt es den nächsten Rückschlag.

Dortmund

, 07.08.2020, 20:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kevin Großkreutz war 2019 noch mit Uerdingen im DFB-Pokal zu Gast beim BVB.

Kevin Großkreutz war 2019 noch mit Uerdingen im DFB-Pokal zu Gast beim BVB. © Guido Kirchner

Mit merklich Stolz verkündete Uerdingens Geschäftsführer Nikolas Weinhart den Coup. „Für uns zählt weniger der Name als die spielerische Qualität, die Kevin Großkreutz mitbringt. Er wird die Mannschaft sicher noch einmal enorm verstärken können und bringt viel Erfahrung mit, von der wir profitieren werden“, erklärte er. Fast genau zwei Jahre ist das nun her, damals rüstete der KFC Uerdingen nach dem Aufstieg in die 3. Liga mutig auf. Großkreutz sollte eine tragende Säule des neuen KFC werden. 24 Monate später hat großer Frust die große Freude abgelöst.

Kevin Großkreutz spielt in den Plänen von Uerdingen keine Rolle mehr

Uerdingen, das seitdem durch etliche Turbulenzen schipperte, will Kevin Großkreutz loswerden. In den Planungen von Trainer Stefan Krämer spielt der Weltmeister von 2014 keine Rolle mehr. Großkreutz soll trotz laufenden Vertrags den Klub verlassen, das bestätigte die KFC-Führung jetzt der „Westdeutschen Zeitung“. Der 32-Jährige zählte bereits in der Vorsaison, die auf Tabellenplatz 13 enttäuschend endete, nicht mehr zu den Stammkräften des Drittligisten, saß, oft von Verletzungen geplagt, zumeist nur noch auf der Tribüne.

Jetzt lesen

Aussortiert in der 3. Liga – für Kevin Großkreutz ist das nun ein weiterer sportlicher Tiefschlag. Denn seitdem ihn Trainer Thomas Tuchel beim BVB vor fünf Jahren aus der Stammelf verbannte, fasste er bei keinem Klub wieder richtig Fuß. Großkreutz, der mit dem BVB zwei Meistertitel und den Pokalsieg einfuhr, der als gebürtiger Dortmunder alles für seinen Herzensklub gab, beendete zunächst 2016 sein Engagement beim türkischen Spitzenklub Galatasaray Istanbul nach wenigen Wochen, ohne für den Verein auch nur eine Partie bestritten zu haben.

Uerdingen-Aus könnte Karriereende für Großkreutz bedeuten

Mit dem VfB Stuttgart stieg er dann in die 2. Liga ab, am 2. März 2017 wurde sein Vertrag aufgelöst, eine Auseinandersetzung in einem Stuttgarter Lokal war der pikante Auslöser. Bevor es dann für ihn bei Zweitligist SV Darmstadt im Abstiegskampf weiter ging, hielt er sich bei der Reserve des BVB fit, doch auch in Darmstadt hielt es ihn nicht lange. Schon ein Jahr später folgte der Wechsel nach Uerdingen. Wie es für Kevin Großkreutz jetzt sportlich weitergeht, ist offen. Ist er nach Benedikt Höwedes und Ex-Borusse Andre Schürrle der nächste der 2014er-Weltmeister, der seine Karriere in diesem Sommer beendet?

Schlagworte:

BVB-Newsletter

Täglich um 18 Uhr berichtet unser Team über die wichtigsten schwarzgelben Neuigkeiten des Tages.

Lesen Sie jetzt